Warum Facebook immer unattraktiver für mich wird

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Vorsicht mit Facebook! Der Feind, Chef oder Datenschnüffler liest mit.

Internet. Facebook ist wieder einmal in die negativen Schlagzeilen geraten. Diesmal geht es um einen Datenskandal. Irgendeine Firma – welche das ist, wissen die wenigsten Leute – hat 50 Millionen Daten von Facebook-„Freunden“ erhalten.

Nun überlegt sich angeblich jeder zweite Facebook-User, ob er sich vom größten sozialen Netzwerk der Welt verabschieden will. Was mit ihren Daten ansonsten geschieht, interessiert ansonsten die wenigsten Leute. Bedenkenlos verwalten  sie ihre persönlichsten Daten (Adressen, Kalender, Fotos, Emails, Musik und Dateien) mit ihren mobilen Geräten oder auf dem Rechner. 95 Prozent dieser Geräte nutzen entweder die Betriebssysteme Windows, Android oder IOS  (Apple). Die mit den Geräten verwalteten persönlichen Dateien geraten auf vielfältigen Wegen in die Hände Dritter. Zum Beispiel über Apps, die man auf dem Smartphone oder Tablet verwendet.

Fast jede App fordert Zugriff auf die Kamera, Foto, Kontakte, Kalender oder  anderen Funktionen des Gerätes ein. Sogar die App von den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) war gierig auf meine privaten Daten. Was geht es der BVG an, wen ich mit Hilfe ihrer Verkehrsmittel besuchen möchte? Nichts. Aber sie möchte es mir so bequem wie möglich machen. Mit meinen  Kontaktdaten kann die BVG mir genau die Verkehrsverbindungen zu den jeweiligen Adressen anzeigen. Das der Betreiber der App technisch in der Lage ist, meine Daten auch an andere weiterzugeben, steht auf einem anderen Blatt. Ich muss darauf vertrauen, dass die BVG diskret mit den Daten umgeht, kontrollieren kann ich das nicht.

Aber auch, wenn ich kein Smartphone oder Tablet verwende: Wenn ich mich um die Sicherheit meiner Daten sorge, sollte ich die Nutzung des Internets tunlichst vermeiden. Denn selbst die gebräuchlichen Browser (Explorer / Edge, Chrome oder Firefox) speichern und teilen mein persönliches Verhalten im Internet (Einstellungen von Websites, Sitzungverlauf, Browser, Ort usw.).

Nein, der Datenskandal von Facebook wäre für mich kein Grund, mich abzumelden. Aber Facebook wird schon seit längerer Zeit für mich uninteressanter. Die wenigsten meiner „Freunde“ teilen darüber noch spannende Informationen. Einer davon ist Ludger Freese, mein Bloggerkollege aus Visbek. Die anderen geben kaum noch etwas von sich preis, es könnte ja in die falschen Hände geraten. Manchmal gibt es noch Veranstaltungshinweise von irgendwelchen Restaurants, die man geliked hat. Ich bin nur noch wegen wenigen Seiten und Gruppen auf Facebook, die ich noch nutze.  Ab und zu posted unser Bakumer Bürgermeister etwas interessantes, und seine Kollegin aus Steinfeld, Ab und zu gibt es Neuigkeiten aus dem Sportverein. Das was.

Ja, und außerdem verwalte ich selber noch eine Fanpage für unseren Chor und für unser Volksfest. Letztere Fanpage wird aber fast nur zum Volksfest, das einmal jährlich stattfindet, aktiviert. Außerdem verleiten mich manche Beiträge auf Seiten zur Beteiligung an Diskussionen. Aber auch dabei kommt selten was raus, ich könnte mir das eigentlich sparen. Wenn man hingegen etwas zu bestimmten Themen und Neuigkeiten erfahren möchte, erfährt man auf Twitter viel mehr als auf Facebook.

Man  braucht auf Twitter nur ein Stichwort in die Suchfunktion eingeben, zum Beispiel „Handelskrieg“, „Brexit“, #Elektromobilität“ oder den Hashtag (das Kürzel) zum Lieblingsverein der Fußball-Bundesliga, zum Beispiel #hsv für den Hamburger Sportverein. Schon erhält man die neuesten Tweets darüber.  Sämtliche Portale, Institutionen und viele interessante Leute twittern die aktuellsten Infos aus aller Welt und zu jedem Thema. Für die speziellen Interessen kann man sich auf Twitter Listen mit Anbietern (Acoounts) anlegen, die regelmäßig dazu posten. So hat man für jedes Thema eine eigene Timeline mit den neuesten Themen. Oder man nutzt Tweetdeck, Damit kann man gleichzeitig mehrere Themenfelder auf Twitter auf einem Bildschirm überblicken. Wer ein Fan von Twitter ist, ist auf Facebook nicht unbedingt mehr angewiesen.

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