Schaukasten im Heimathaus zum Sanitätshundeführer Clemens Rosenbaum

persönlich / Heimatverein Bakum. Vor wenigen Wochen habe ich dem Heimatverein Bakum einen großen Karton mit alten Dokumenten, Postkarten und Fotos meiner Vorfahren übergeben. Unser Familiennachlass enthält zahlreiche Postkarten meines Großvaters, Kaufmann Clemens Rosenbaum. Unter anderem Postkarten aus seiner Zeit als Soldat im 1. Weltkrieg. Die Postkarte war die E-Mail des Zeitalters, in der es noch kein Internet gab. Nicht nur in unserer Familie wurden unendlich viele Postkarten versandt. Alle Postkarten wurden in unserer Familie sorgsam aufbewahrt und verstaubten in einer Schublade eines Schranks, bis ich sie hervorgekramt und dem Heimatverein Bakum für heimatgeschichtliche Zwecke angeboten habe.

Mein Großvater hatte sich im 1. Weltkrieg als Sanitätshundeführer ausbilden lassen, wohl aus dem Grund, nicht an vorderster Front eingesetzt zu werden. Aus dieser Zeit hat er viele Postkarten nach Hause geschickt, um die Familie auf dem Laufenden zu halten.  Die Archivare des Heimatvereins Werner Kreutzmann und Hubert Kröger haben alle Karten, Fotos und Schriftstücke ausgewertet und historisch geordnet in ihre Sammlung aufgenommen.

Eine Auswahl davon wurden in einem Schaukasten im Eingangsflur des Heimathauses ausgestellt. Der Vorsitzende des Heimatvereins Franz-Josef Göttke freut sich über die „wertvollen Zeitdokumente“ aus dem 1. Weltkrieg, einer Zeit, aus der dem Heimatverein noch nicht so viel vorliegt . Außerdem schmücken weitere Karten und Bilder  meiner Grußmutter Paula Rosenbaum einen Spiegel aus, der ebenfalls im Flur hängt.

Ich freue mich, dass auf diese Weise das Andenken an meine Vorfahren einen würdigen Platz im Heimathaus gefunden hat. Es wäre schade gewesen, wenn die Zeitdokumente verlorengegangen wären. Es lohnt sich, das Heimathaus zu besuchen. Eine gute Gelegenheit dazu ist der Backtag am 8. April, eine Woche nach Ostern.