Diese Konsequenzen ziehe ich aus dem Facebook-Skandal

facepalm

Screenshot: Bei Facebook logge ich mich nur ein, solange ich es benutze

persönlich|Internet. Nach dem Datenskandal von Facebook gibt es im Internet unter dem hashtag #deleteFacebook eine große Kampagne, den Facebook Account zu löschen.

Wie viele Menschen tatsächlich Facebook gelöscht haben, ist nicht bekannt. Mir fällt aber auf, dass in meinem Bekanntenkreis die Leute noch vorsichtiger mit Facebook sind, als sie es vorher waren.

Auch ich habe mir überlegt, wie ich mich in Zukunft verhalte und habe mich gefragt, ob es ein Leben ohne Facebook für mich gibt. Ganz möchte ich allerdings nicht darauf verzichten, schließlich gibt es auf Facebook immer wieder Interessantes aus unserer Gemeinde Bakum und Umgebung, was man sonst nicht erfährt.

Zum Beispiel posten aus unserem Dorf der Tennisverein, die Landjugend, der Musikverein und der Sportverein immer aktuelle Neuigkeiten auf Facebook. Für mich ebenfalls lesenswert sind die Beiträge auf der Facebookseite „AfD Cloppenburg Vechta up’n Kieker“. Hin und wieder poste ich auch etwas auf die Seite. Und dann betreibe ich noch die Fanpages für unsere Chorgemeinschaft und fürs Volksfest.

Dennoch: Auch ich bin nun vorsichtiger geworden und bin wie folgt vorgegangen:

  1. Facebook-Archiv herunterladen: Als erstes habe ich überprüft, welche Daten Facebook von mir gespeichert hatte. Dies geht so …. Obwohl ich regelmäßig alle Aktivitäten lösche, fand ich doch allerhand Informationen, die mich erstaunten. Zum Beispiel Kontaktdaten von Menschen, die gar nicht auf Facebook sind. Sie hat Facebook über die Apps „Facebook“ und „Messenger“ aus meinem Adressbuch auf Google importiert. Facebook konnte sich auch durch die vielen Seiten, die ich abonniert („Gefällt mir“) habe, ein gutes Bild über meine Interessen machen. Mein Geburtsdatum kennt Facebook sowieso, das muss man bei der Anmeldung angeben. Alle anderen persönlichen Angaben (Beruf, Schule, Beziehungsstatus) hatte ich schon vorher lange entfernt.
  2. Facebook entschlacken: Daraufhin habe ich erst einmal allerhand Daten und Angaben aus meinem Profil entfernt: die synchronisierten Kontakte, Abonnements von Seiten, die nicht mehr aktiv sind oder mich nicht mehr interessieren. Meine Angaben über meine Interessen und Vorlieben bei Musik, Filme etc. Es werden nur noch Seiten oder Gruppen abonniert, die mich aktuell interessieren.
  3. Apps entfernen: Ich habe sowohl auf meinem Tablet als auch auf meinem Smartphone die Facebook- und die Messenger- App entfernt. Ich benutze Facebook nur noch über meinen Internetbrowser. Auch mit dem Tablet und sogar dem Handy kann man Facebook prima über den Intenetbrowser nutzen. Dadurch hat Facebook keinen Zugriff mehr auf andere Apps auf meinen Geräten und andere Apps können über meine Facebook-Apps keine Daten mehr transferieren. Ein weiterer Vorteil: Es blinken und piepsen keine nervenden Push-Meldungen von Facebook mehr auf meinem Handy herum: „Ihre Freundin xy interessiert sich für diese Veranstaltung“ oder “ Sie haben schon seit drei Wochen nicht mehr auf Volksfest Bakum gepostet“.
  4. Facebook Logout: Ich logge mich bei Facebook nur ein, wenn ich es auch tatsächlich benutze. So wird auch das Tracking von Facebook meiner Besuche auf anderen Internetseiten eingeschränkt. Außerdem lösche ich regelmäßig die Cookies, den Verlauf und Website-Daten aus dem Cache meines Browsers.

Zugegeben, es hat ein wenig Mühe gemacht, aber es hat sich gelohnt. Ich habe mir danach mein Facebook-Archiv noch einmal heruntergeladen und festgestellt, dass erheblich weniger Informationen von mir darin enthalten sind. Die Daten, die Facebook nun vor mir speichern kann, sind wesentlich geringer. Die Facebook-Entschlackungskur werde ich nun regelmäßig wiederholen.

Facebook bekommt möglichst nur die Daten, die ich bei Facebook auch eingebe, das ist mein Ziel. Und ich versuche, die Verwendung meiner Daten ein wenig zu kontrollieren. Ich weiß, das ist nur ein Kompromiss, mehr kann man nicht machen. Wer sich völlig vor den „Datensaugern“ im Internet schützen möchte, dem bleibt nur eines: Komplett auf das Internet verzichten.

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