Neues Radwegleitsystem mit Knoten, Haken und Ösen

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Nummerierte Knotenpunkte verbinden die Wege in alle Richtungen verbinden

Landkreis Vechta. Neue merkwürdige grüne Schilder mit großen Zahlen wurden jetzt in der Gemeinde Bakum und dem ganzen Landkreis Vechta aufgehängt. Sie gehören zum neuen Radwegleitsystem, dass am 15. April in Lohne offiziell vorgestellt wurde. Bakumer Radfahrer, unter ihnen auch ich, waren bei diesem Event. (Zum Bericht).

Anschließend habe ich von  Lohne aus gleich einmal das neue Radnetz getestet und fuhr eine Tour über Vechta nach Bakum. Das Radwegnetz wird durch zentrale Knotenpunkten miteinander verbunden. Diese Knotenpunkte haben Nummern. Wenn man eine Tour plant, merkt man sich die Nummern der jeweiligen Knoten, die auf dem Weg liegen.

Meine Tour begann in der Lohner Stadtmitte. Das erste Problem besteht darin, überhaupt erst einmal zum ersten Knotenpunkt zu gelangen. Er befindet sich am Industriemuseum, das liegt ein wenig außerhalb des Zentrums. Für nicht ortskundige Radwanderer ist dies schon mal gar nicht so einfach zu finden, denn es gibt kaum Schilder, die ihn dorthin leiten. Vom Industriemuseum aus wird man über wunderschöne Radwege sehr gut von Knoten zu Knoten Richtung Vechta geleitet. Doch an der Stadtgrenze beginnt dann das gleiche Problem wie in Lohne. Es fehlen Schilder, die die Richtung zum nächsten Knoten in der Stadt Vechta zeigen.

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Zentraler Radwegknoten am Markt in Vechta

Der nächste Knoten befindet sich in Vechta am Marktplatz. Von dort aus weist ein Schild in Richtung Bakum. Ich wollte diese Tour nun weiter fahren. Die Strecke führt durch die Innenstadt bis zum Petersburger Kreisel, von dort aus dann merkwürdigerweise in die Theodor-Heuss-Straße bis zum Hochzeitswald. Dann wird die Strecke immer verworrener. Die Strecke ist zwar wirklich sehr schön. Sie führt  durch Wälder und Wiesen.

Schließlich fuhr ich bei meiner Tour auf einem Weg wohl parallel an einer großen Straße und wusste schließlich gar nicht mehr, wo ich mich befand. Ich landete auf dem Kamps Rieden in Vechta beim Reiseunternehmen Höffmann! Da wollte ich nun gar nicht hin. Zunächst folgte ich der Strecke noch ein wenig weiter, bis ich ein Schild Richtung Bakum mit einer Entfernung von 7,9 km fand. Entnervt brach ich nun die Radtour ab und suchte mir dann einen direkten Weg nach Hause.

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Fehlende Nummer: Wohin führt dieser Radweg?

Das Problem des Radwegleitsystems: Die zentralen Knotenpunkte haben zwar Nummern, unterwegs auf der Strecke gibt es aber nur Schilder ohne Nummern, die auf einen Radweg hinweisen. So kann man schnell den Überblick verlieren, wo man sich befindet. Sinnvoll wäre es, zumindest auf einige dieser Schilder die Nummern zu den nächsten Knotenpunkten hinzuzufügen. Auch die Karte hilft da nicht unbedingt weiter.

Facit: Das Konzept des neuen Radwegleitsystem ist im Grunde super. Im benachbarten Landkreis Cloppenburg gibt es das gleiche Netz schon länger. Es sollte aber im Kreis Vechta noch besser umgesetzt werden. Dazu sollte es unterwegs mehr nummerierte Richtungsschilder geben, die zum nächsten Knoten hinweisen.  Damit kann man sich noch besser orientieren und fühlt sich auf seiner Tour sicherer.

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