Alternativen zu Facebook, Twitter und WhatsApp?

Internet. Wenngleich ich durchaus Leute kenne , die Facebook nicht (mehr) nutzen, es bleibt mit 30 Millionen Nutzern in Deutschland das größte soziale Netzwerk. Auch  WhatsApp kommt heute kaum jemand vorbei. Fast jeder nutzt den Messenger, um anstelle einer SMS eine Nachricht zu versenden und Verabredungen mit seinem Verein, seiner Clique oder Kollegen zu treffen. Dabei würden nicht wenige lieber darauf verzichten, zumal WhatsApp bekanntlich Facebook gehört und die Daten angeblich auch vom Datenkonzern verwendet werden. Facebook ist neben Google und Amazon der größte Datensammler im Internet. Das Netzwerk ist so konzipiert, möglichst viele Daten über ihre Nutzer zu sammeln und gezielt Werbung zu platzieren. Ebenso verhält sich das bei Twitter, dem dritten großen sozialen Netzwerk. Ich benutzte den Kurznachrichtendienst sehr gerne, weil er für mich allen Interessenbereichen das größte Informationsangebot bietet. Gibt es Alternativen zu Facebook und Twitter? Ja, es gibt sie, aber sie sind noch unbekannt. Ich habe eine Alternative ausprobiert und mich bei Mastodon angemeldet.

Mastodon ähnelt ein wenig Twitter. Man kann Texte bis zu 500 Zeichen („Toots“) posten, Links zu anderen Seiten. Videos oder Bilder einbinden, anderen Nutzern folgen und sich mit ihnen privat austauschen. Alle Beiträge der Nutzer, die man folgt, werden chronologisch angezeigt. Mastodon manipuliert nach eigener Aussage weder die Anzeige von Inhalten noch verfolgt sie die Nutzung des Dienstes. Werbung gibt es auf der Plattform nicht.

Der Grund: Mastodon gehört nicht einer Firma sondern wird dezentral verwaltet. Die Software ist Open Source, darf also von jedermann kostenlos genutzt werden.  Jeder kann sie auf einen eigenen Server Mastadon installieren und eine eigene Einheit, eine sogenannte „Instanz“ des Sozialen Netzwerkes mit eigenen Regel verwalten. Dazu gehört auch, dass der Besitzer dieser Instanz sein Netzwerk moderieren, Benutzer blockieren und andere Instanzen blockieren kann. Auf diese Weise sollen Trolle ausgeschlossen werden können.

Es wurden schon eigene  Instanzen für Menschen, die in Bonn bzw. in Münster leben gegründet. Denkbar wäre auch ein eigenes Mastodon-Netzwerk von Bakumern für Bakumer. Das ist eine spannende Geschichte. Der Erfolg von Mastodon und ähnlichen Projekten ist davon abhängig, dass sie auch angenommen werden. Wer sich über Facebook aufregt, der sollte erwägen, ob er nicht einmal etwas neues ausprobieren möchte. Übrigens: Man kann sich überall auch wieder abmelden, wenn es nicht gefällt. Snapchat war eine Zeit mal angesagt. Mein Konto dort habe ich längst wieder gelöscht. Und Alternativen zu WhatsApp gibt es ebenfalls. Aber das ist ein neues Thema. Einen Haken hat aber die Sache: Das beste Netzwerk bringt wenig, wenn deine Freunde nicht dabei sind.

Infos: https://joinmastodon.org/
Mein Profil bei Mastodon: https://mastodon.social/@MrGR
hier habe ich mich angemeldet: https://mastodon.social