Vortrag „20 Jahre Euro“ im Bakumer Heimathaus

Heimatverein Bakum. Auf großes Interesse stieß ein Vortrag im Heimathaus über den Euro, der von der Europa Union Kreisverband Vechta veranstaltet wurde. Dr. Kai Brakhage zog eine Bilanz über den Euro, der vor 20 Jahren zunächst als Buchgeld, im Jahr 2002 dann auch als Bargeld als Gemeinschaftswährung von zunächst 15 europäischen Ländern eingeführt wurde.

Beim Euro scheiden sich die Geister. Die einen sehen in ihm einen wichtigen Baustein zur europäischen Einigung, die anderen sehen in ihm den Ausverkauf deutscher Interessen und befürchten, die Deutschen müssten für die Schulden anderer Länder aufkommen. Brakhage führte die Vorteile und Probleme auf, die aus der  europäischen Gemeinschaftswährung resultieren. Der Euro sei eine sehr stabile Währung, sogar stabiler als die DM. Bis zum Jahre 2009, in der die europäische Bankenkrise ausbrach, habe der Euro zu mehr Wohlstand in ganz Europa, sinkender Inflation und zur Verbesserung des internationalen Handels beigetragen. Die sogenannte Euro-Krise ab dem Jahr 2009 sei nicht durch die Gemeinschaftswährung sondern durch die Bankenkrise, die Staatsschuldenkrise und durch Probleme in den Volkswirtschaften einiger Länder verursacht worden. Es wurde sehr lebhaft über die Zukunft des Euros und der Europäischen Union debattiert. Der Vorsitzende der Europa Union Vechta Wolfgang Zapfe appellierte an alle Teilnehmer, an der Europawahl am 26. Mai teilzunehmen, damit Europa ein starkes Gewicht bekommt.

Alle Europafreunde fühlten sich im Bakumer Heimathaus sehr wohl. Dass ein Heimatverein und Europa eng zusammen gehören, machte der Vorsitzende des Heimatvereins Franz-Josef Göttke deutlich. Er verwies auf die vielen Dokumente aus beiden Weltkriegen, die verdeutlichen, wie wichtig der Frieden in Europa für unsere Heimat ist. (Fotogalerie offline)