Probesitzen im Tesla bei Nextmove

Elektromobilität. Seit längerer Zeit interessiere ich mich für Elektromobilität. Eigentlich bin ich schon seit zwei Jahren elektrisch mobil: Mit meinem Ebike habe ich insgesamt 3192 km zurück gelegt. Mit dem Rad eben von Bakum nach Vechta? Kein Problem. Ich habe mit meinem  an einem Tag auch schon 100 km zurückgelegt. Das Ebike (genauer: Pedelec) ist schon lange bei uns in Südoldenburg selbstverständlich. Oft rasen durch unser schönes Oldenburger Münsterland ganze Horden von Senioren ohne Helm mit 25 Sachen über 2 Meter schmale Radwege, so erlebe ich es regelmäßig.

Dem Elektroauto stehen die meisten Südoldenburger allerdings noch sehr skeptisch gegenüber. In Südoldenburg kenne ich nur wenige Emobilisten. Einen von ihnen traf ich schon vor Jahren mit seinem Tesla regelmäßig auf einem Parkplatz beim Altenheim. Schon damals faszinierte es mich, wie er mit seinem Wagen lautlos ankam und ebenso lautlos davon rauschte.  Er beteuerte mir, dass Autofahren völlig unproblematisch mit dem Tesla sei. Es fährt sich wie jedes Automatikauto. Auch Langstrecken habe er problemlos damit bewältigt. Bei meinem Fahrprofil sind allerdings Langstrecken äußerst selten. Meistens fahre ich nicht mehr als 20 km am Tag. Die meisten Elektroautos bewältigen heute spielend bis zu 300 km ohne Aufladung, wie man das Tanken bei Elektroautos bezeichnet. Da ein Auto zu 95 Prozent seiner Existenz steht, gibt es jede Menge Zeit, so ein Auto aufzuladen, zum Beispiel in der Garage. Und unterwegs lässt sich ein Auto nach 200 km an einer Schnellladestation in einer halben Stunde wieder „auftanken“. Daher ist ein Elektroauto für mich durchaus eine attraktive Alternative geworden.

In Hannover gibt es die Autovermietung Nextmove. die sich auf die Vermietung von Elektroautos spezialisiert hat. Ich fuhr dort hin, um mir die Autos mal in Augenschein zu nehmen. Die Autovermietung Nextmove liegt mitten in der Stadt auf dem Gelände des Energieversorgers Enercity in der Glockseestraße. Ich fragte den Pförtner von Enercity nach Nextmove. Er antwortete, dass ich 10 Minuten warten müsse, weil ein Angestellter der Autovermietung erst noch kommen müsse. Nach wenigen Minuten kam ein Streetscooter. Zwei junge Männer begrüßten mich und zeigten mir mehrere Elektroautos, die verfügbar waren. Ich besichtigte einen Hyundai Kona Electric, ein SUV. Ich setzte mich rein. Mir gefiel das Auto sehr. Ich durfte sogar eine Runde auf dem Gelände damit drehen. Die beiden Männer zeigten mir auch noch, wie man das Auto an eine Ladestation schließt. Anschließend setzte ich mich auch noch in einen Nissan Leaf und ein Tesla Modell S.  Bei Nextmove kann man Elektroautos für eine kurze oder für eine längere Zeit mieten und auf diese Weise Elektroautos real testen.

Toll fand ich, dass die beiden jungen Herren von Nextmove sich so viel Zeit für mich nahmen, um mir alles zu erklären. Ich habe vor, mir so ein Elektroauto mal für ein Wochenende zum Ausprobieren zu mieten. Wer daran interessiert ist, dem zeige ich dann das Auto gerne einmal oder nehme ihn auf eine kleine Ausfahrt mit.