Emobilität: Das vernetzte Auto

Elektromobilität. Seit einiger Zeit beschäftige ich mich mit dem Thema Elektromobilität. Vor einigen Tagen besichtigte einige moderne Elektrofahrzeuge bei Nextmove in Hannover. Heute habe ich mal eine Ladestation für Elektroautos am Motorpark in Lohne besichtigt. Der Motorpark befindet sich in Nähe der Autoabfahrt Lohne an der Autobahn 1 zwischen Bremen und Osnabrück. Um einmal ein Feeling zu bekommen, wie Elektromobilität funktioniert, installierte ich Android Auto auf mein Handy und ließ mich dorthin navigieren.

Auf einem Parkplatz befindet sich eine Schnellladestation für Elektroautos mit dem CHADEMO-Stecker und CCS-Stecker jeweils 50kw Gleichstrom und dem Typ 2-Stecker für 22kw Wechselstrom von Allegro. Außerdem ist dort ein Supercharger für Tesla mit acht Stalls.  Theoretisch gibt es also Lademöglichkeiten für acht Teslas sowie ein bis zwei Elektroautos anderer Modelle. Das spricht schon für sich. Sollte sich die Elektromobilität wirklich verbreiten, dann muss noch einiges geschehen. Denn die meisten Leute werden sich keinen teuren Tesla leisten. Ein einsamer Tesla aus Wiesbaden stand dort und lud gerade Strom. Eine Person saß in dem Auto und wartete wohl die halbe Stunde, um 200-300 km weiter fahren zu können. Es gibt am Motodrom außer einem China Restaurant und ein Burger Lokal nichts Attraktives zum Verweilen. Schnellladestationen sind vor allem für Langstreckenfahrer wichtig. Die meisten Emobilisten laden ihr Auto an ihrer heimischen Wallbox, wenn das Auto sowieso gerade in der Garage steht.

Mit Android Auto ließ ich mich dann noch woanders hin navigieren. Die meisten modernen Autos sind heute digital vernetzt. In vielen Autos kann auch Android Auto oder Apple Car genutzt werden. Die Systeme bieten die Möglichkeit, sich bequem navigieren zu lassen, Musik von Spotify oder Podcasts anzuhören oder sogar während der Fahrt zu telefonieren, per Sprachfunktion WhatsApp – Mitteilungen zu senden oder Radio zu hören. Mein Auto ist schon 7 Jahre alt und die Navigationssoftware ist leider auch nicht mehr aktuell. Da ist es verlockend, stattdessen Android Auto zu verwenden.

Allerdings hat die Vernetzung des Autos auch Schattenseiten. Big Brother Google is watching you – auf Deutsch: Google erfährt jeden Standort und jede Bewegung. In meinem Falle fuhr ich zum Motopark. Dort gibt es mehrere Restaurants und die Ladestationen. Google könnte daraus schließen, dass ich ein Elektroauto fahre oder gerne Burger esse. Anschließlich ließ ich ich mich zu Dehlwisch, einem Getränkehaus, führen. Auch daraus könnte Google wieder Bausteine für mein Verhalten ableiten. Mit einem ständig vernetzten Auto macht man sich also sehr gläsern für die Datenkraken im Internet. Ich werde also vorerst weiter die Navigation meines Autos weiter nutzen, wenn ich sie benötige, und auf Googles freundliche Unterstützung erst einmal verzichten.