Haus Beckmann: Gibt es einen Wirt, der uns Bakumer vom Sofa lockt?

Gemeinde Bakum. Die Würfel sind gefallen. Lange haben wir Bakumer gerätselt, was aus dem Haus Beckmann wohl werden wird. Gemeinsam mit der Wirtschaft und dem Laden von Alma Geising wird der ortsprägende Gebäudekomplex im Spätherbst abgerissen. Ein Investoren-Trio baut ein neues Gebäude mit Gastronomie und 12 Wohnungen sowie Parkplätzen im Erdgeschoss, berichtet die Oldenburgische Volkszeitung in ihrer heutigen Ausgabe. Das Haus Beckmann hat eine lange und einzigartige Geschichte. Die Wirtschaft mit Saalbetrieb war vor Jahrzehnten der Ort vieler Feste und Bälle. Viele Jahre stand es leer. Die Wirtin verstarb vor einigen Jahren. Die Alleinerbin, ihre Tochter, verschenkte das in seiner Substanz ziemlich baufällige Haus an die Gemeinde Bakum. Die Bakumer warteten lange auf den Beschluss, was mit dem Gebäude geschieht, doch alle Ratsmitglieder sowie der Bürgermeister hielten bis zum Ende dicht. Nun ist es also raus, was aus unserem Bakumer Ortskern werden soll.

Ganz wird das Thema aber noch nicht im Dorf beendet sein. Die Gemeinde Bakum versucht, an diesem Ort eine Gastronomie zu erhalten. Viele Bakumer haben Zweifel, ob das gelingt. Der letzte Saalbetrieb schloss vor mehreren Jahren, die letzte Kneipe im Ortskern ebenfalls. Die Bakumer gehen lieber woanders aus, zum Beispiel in Vechta oder auf den vielen Festen in ihrer Clique. Wer das Wagnis eingeht, die neue Wirtschaft im Ort zu übernehmen, sind wir Bakumer gespannt. Wir sind ja alle etwas zwiespältig: Einerseits beklagt jeder, dass in Bakum nichts mehr los ist. Aber kaputt geredet wird auch vieles. Wer Gastronomie möchte, muss sie auch nutzen. Ob das wirklich gelingen kann? Gibt es einen Wirt, der es schafft, uns Bakumer vom Sofa in die Dorfkneipe zu locken?

Linktipp: Bakum im Wandel der Zeit – Heimatverein Bakum

Haus Beckmann

Die frühere Gastwirtschaft mit Saalbetrieb (rotes Gebäude) Beckmann abgerissen. Foto: Rosenbaum