Die CDU Kreis Vechta (er)-findet sich neu!

CDU Kreis Vechta. Gemeinsam mit einigen Mitgliedern des CDU-Gemeindeverbandes Bakum nahm ich als Delegierter am CDU-Kreisparteitag in Handorf-Langenberg teil. Ich war schon auf einigen CDU-Kreisparteitagen dabei, aber diese Parteiversammlung unterschied sich von allen Parteitagen, die ich bislang erlebt hatte. Auf dieser Versammlung hatten nicht nur der Parteivorsitzende und „wichtige“ Prominente das Wort, sondern vor allen die Delegierten aus den Stadt- und Gemeindeverbänden. Zuerst wurden nach einer Begrüßung des Kreisvorsitzenden Dirk Lübbe und einem kurzen Grußwort von Silvia Breher (MdB) in einer halben Stunde alle notwendigen Formalien und Delegiertenwahlen durchgeführt.

Danach übernahm der 25-jährige stellvertretende Kreisvorsitzende Philipp Albrecht die Moderation. Thema des Abends wurde, wie sich die CDU für die Zukunft aufstellen soll und welche Themen auf den Nägeln brennen. Nach der Klatsche, die die CDU auch in der Hochburg Kreis Vechta mit enttäuschenden 48,93% bei der Europawahl erhielt, wurde ein solcher Neubeginn absolut notwendig. Die CDU muss sich neu aufstellen, damit sie hier die Volkspartei bleibt. Dazu gehört, die Themen aufzugreifen, mit denen die Bürger erreicht werden können.

Albrecht zeigte jeweils ein Bild zu den Themenbereichen Verkehr, Wohnbau, Gesundheit, Bildung, Landwirtschaft, Gewerbe und Industrie und Sicherheit. Jeder Delegierte durfte zu dem Thema einbringen, was ihm wichtig ist. Jede Meinung durfte frei geäußert werden. Und so entwickelte sich eine lebendige und vielseitige Diskussion, wie ich sie noch auf keiner CDU Versammlung erlebt habe.

Als erstes zeigte Albrecht ein Bild vom Stau auf einer Autobahn. Es kamen Wortmeldungen zum Thema Stau auf der Strecke Damme – Vechta, Ausbau der Autobahn und der Verkehrsanbindung im Kreis Vechta, Ausbau des öffentlichen Fern- und Nahverkehrs. Bei einem weiteren Bild, auf dem eine Szene aus einem Krankenhaus gezeigt wurde, wurde der Mangel an Hausärzten und Pflegepersonal sowie die Zukunft der Krankenhausversorgung thematisiert.

Ein wichtiges Thema war die Zukunft der Ernährungswirtschaft und des Handels und Gewerbes diskutiert. Wie kann der Strukturwandel so abgefedert werden, dass der Wohlstand unserer Region erhalten bleibt? Dabei wurde auch die Stärkung der kleinen Dörfer und Bauerschaften angesprochen. Ebenfalls diskutiert wurde auch über den Facharbeitermangel sowie die Flächenkonflikte zwischen Wohnbau, Landwirtschaft und Gewerbe.

Viele weitere Themen wurden angerissen. Wie positioniert sich die Kreis-CDU zum wichtigen Thema „Umwelt“? Welche Rolle spielt das C in der Politik? Wie kann das Ehrenamt gefördert werden? Wie kann sich die CDU auch für Neubürger und Migranten öffnen, die Bürgerbeteiligung intensiviert werden? Wie erreicht man die Jugend nach dem Rezo-Video? Wie schafft man mehr günstigen Wohnraum? Wie kann Kinderbetreuung flexibler gestaltet werden? Alles wichtige Themen einer CDU, die ihr Profil als die Partei aller Bürger in Südoldenburg weiter schärfen möchte.

Passend zur  Veranstaltung war auch der Ort, wo sie statt fand: Das Dorfgemeinschaftshaus „Zum Schanko eG“ in Langenberg. Es ist ein Vorzeigeprojekt. Hier haben Bürger gemeinsam angepackt, einen Treffpunkt für den Zusammenhalt in ihrem Dorf zu erhalten. Und der Zusammenhalt bei uns im Kreis Vechta, das hat sich die Kreis-CDU auf ihre Fahne geschrieben.