Die Brache mitten im Dorf

Bakum. Ich komme immer mehr ins Staunen. Nachdem vor einem Jahr die historischen Gasthäuser Alma Geising und Sefi Beckmann, sozusagen die Seelen des Bakumer Dorfkerns, abgerissen wurden, klafft eine große Wunde im Dorfkern. Vor unserer Pfarrkirche liegt die Brache weiterhin da, und nichts passiert.

Investoren erwarben die Grundstücke, die wieder bebaut werden sollen. Es soll ein Ensemble an Wohnungen und eine neue Gastwirtschaft mit Saal entstehen, die unserem toten Dorfkern neues Leben einhauchen sollen. Der Baubeginn wurde zuletzt auf Februar / März verschoben.

Viele Bakumer bedauern, dass das Grundstück wieder bebaut wird, bietet sich doch nun ein herrlicher Blick auf unsere schöne Pfarrkirche., die fast das letzte identitätsstiftende Gebäude (außer der Kornbrennerei Meistermann) noch bildet. Ein schöner Dorfplatz oder Park wäre doch ebenso schön, als die Fläche wieder mit Gebäuden vollzustellen, meinen einige Bakumer. Ich teile dies nicht.

Wir brauchen mehr Leben im Ortskern und Gebäude, die Wohnort und Treffpunkt sein können. Wenn man schon abreißt, was uns Bakumern Heimat gab, dann sollte man Neues schaffen, was unserem Ort ein Gesicht gibt. Ich fände es wunderbar, wenn es wieder eine Gaststätte gibt, wo Bakumer sich treffen, gemeinsam feiern und mal ein Bier trinken. Ja, Almas Zeiten sind endgültig vorbei. Ich durfte zuletzt noch einmal ein Bier trinken und werde das immer in meinem Herzen bewahren. Auch die Treffen mit Almas Jungs und dem Sportverein, bei deinen ich dabei sein durfte.

Da ist vorbei, endgültig aus und vorbei. Aber dafür soll etwas Nachhaltiges entstehen. Unsere Lokalpolitiker haben sich da Gedanken gemacht. Liegt es an Corona, das es nicht weitergeht? Oder geht es gar nächste Woche mit den Bauarbeiten los? Es tut uns gut, wenn der Stillstand endet. Die Corona Pandemie, die uns am Miteinander hindert. Und der Aufbruch zu Neuem, das Gemeinschaft schafft. Das brauchen wir bei uns in Bakum!