Warum Leute aus Wut Hunde vergiften wollen

Hunde. Großes Geschrei gibt es in Sozialen Netzwerken, wenn irgendwo ein Hund durch Giftköder vergiftet wurde. Leider denken wenige Hundehalter darüber nach, warum Menschen so wütend über Hunde werden können. Die Gedankenlosigkeit einiger Hundehalter ist grenzenlos!

Nicht, dass ich Giftköder verlegen würde, aber der Gedanke kam mir heute durchaus, als ich auf dem Weg von der Kirche zur Schule einen Hundehaufen direkt vor meinem Grundstück liegen sah. Dabei mag ich eigentlich Hunde wirklich gerne. Begegnet mir ein Hund, hat er meine Aufmerksamkeit schon gefangen und gerne streichele ich einen Hund.

Dieser Gedanke neutralisiert meine Mordgedanken gegen Hunde sofort wieder. Die Schuld liegt ja auch nicht bei den Tieren, sondern bei den zweibeinigen Schweinen am anderen Ende der Leine. Wie würden die das wohl finden, wenn ich direkt vor deren Haustür sch**en würde? Nichts anderes machen sie mit ihren Haustieren bei anderen Leuten. Hunde machen das eigentlich nicht. Von Natur aus suchen sie sich einen anderen geschützten Platz und verscharren den Kot wieder.

Bei den zweibeinigen Schweinen sind sie aber an der Leine und müssen dort ihre Notdurft hinterlassen, wo der Hundeführer gerade lang läuft. Nun handelt es sich vor meinem Haus um einen öffentlichen Weg. Wie ich in der Nachbarschaft erfahre, ist der ganze Bereich rund um die Kirche ein Hundeklo. Die Nachbarn an der anderen Seite der Kirche fegen regelmäßig den Kot fremder Hunde weg. Pietät kennen die Besitzer solcher Hunde nicht. Rund um die Kirche wurden früher Menschen beerdigt. Dass unter der Erde vielleicht Verstorbene liegen könnten, interessiert sie nicht.

Vielleicht sollte man nicht die Hunde sondern die zweibeinigen Schweine …? Besser nicht. Die bessere Alternative ist, den Hundekot wie den anderen Müll, der auf dem Weg liegt, einfach liegen lassen. Schließlich handelt es sich um einen öffentlichen Weg. Als Anlieger bin ich nicht verpflichtet, den Dreck anderer Leute zu beseitigen!

Foto Rosenbaum: Hundekot führt zu großer Verärgerung und möglicherweise zu Kurzschlussreaktionen