Ein Neophyt wuchert in meiner „wilden Ecke“

Naturgarten. Wer glaubt, ein Naturgarten macht keine Arbeit, täuscht sich. Seit einiger Zeit beobachte ich, welche Pflanzen sich so in meinem Garten ausbreiten. Seit zwei Jahren habe ich eine Ecke in meinem Garten der Natur weitgehend überlassen und staune immer wieder über neue Tiere und Pflanzen, die sich ansiedeln. So entdeckte ich heute zufällig einen Falter, der durch den Garten flog und sich auf eine Pflanze niederließ. Ein Blick in meine App „Seek“ klärte mich auf, dass es sich um einen Ampfer-Falter handelte, eine Schmetterlingsart.

Nicht ganz so begeistert war ich, als ich mit meiner App „Fora Incognita“ erfuhr, dass in meiner „wilden Ecke“ ein Neophyt sich ausgebreitet hat. Das „kleine Springkraut“ wucherte im schattigen Bereich des Gartens und wucherte sogar durch die Totholzhecke. Dort wo es wächst, wächst kein anderes Kraut mehr. Die Pflanze mit gelben Blüten verbreitet ihre Samen meterweit, wenn man sie nicht rausreißt. Das habe ich natürlich so gut wie möglich getan. Das Kraut wird nun auf der Deponie entsorgt.

Nicht ganz geklärt ist, wie schädlich die Pflanze ist. Es heißt, die Pflanze breite sich vor allem dort aus, wo sich andere Pflanzen nicht verbreiten könnten. Ich fand allerdings, dass sie sich extrem bei mir verbreitet hat und auch die Pflanzen verdrängen könnte, die ich im Frühjahr ausgesät habe. Eindeutig handelt es sich um eine stark wuchernde nicht heimische Pflanze, die eigentlich nicht in unsere Gegend gehört. Deshalb werde ich sie in meinen Garten bekämpfen.

Das „kleine Springkraut“ wuchert förmlich in meiner wilden Ecke