Bürgermeister Averbeck schließt „Sturzflut“ in Bakum aus

Kommunalwahlkampf. Eine Hochwasserkatastrophe wie in Nordrhein-Westfalen und in Rheinland-Pfalz schließt Bürgermeister Tobias Averbeck aus. Dies schrieb er mir als Reaktion zu meinem Beitrag Wahlkampfthema Katastrophenmanagement in Bakum. Er schrieb mir eine „Sammlung von Gedanken“ zu diesem Thema, die ich hier veröffentlichen darf:

  • in Bakum seien die geographischen Bedingungen anders als im Süden und Westen der Republik. Auf 78 Quadratkilometer Gemeindefläche ist ein maximaler Höhenunterschied von 13 Metern. „Dies alleine wird dafür sorgen, dass es in unser Gemeinde niemals derartige Sturzfluten geben kann“, schrieb Averbeck.
  • Bei dem Starkregen vor ca. drei Jahren (Juni 2018) in der Gemeinde Bakum seien in Teilen der Gemeinde ca. 90 Liter / Quadratmeter in einer halben Stunde Wasser gefallen. Es seien zahlreiche Keller vollgelaufen und das Hallenbad 14 Tage außer Betrieb gewesen. Die Feuerwehr sei 6 bis 8 Stunden im Einsatz gewesen. Mehr Schaden sei allerdings nicht entstanden. Dies sei auf die vielen Regenwasser-Rückhaltebecken und Freiflächen zurückzuführen, die das Wasser aufnehmen konnten.
  • In Bakum sei man also in „gewisser Weise erprobt“ mit solchen Ereignissen erprobt, auf die man sich aber nicht vollständig und umfänglich vorbereiten könne. „Dies ist bei den Mengen, die im Westen und Süden niedergegangen sind, meines Erachtens, auch unmöglich, schrieb der Bürgermeister.
  • Der Wiesenweg sei damals überschwemmt worden, weil die Kanalisation in der Harmer Straße zu „klein bemessen“ war und das Wasser der höher gelegenen Ackerflächen nicht abgeleitet werden konnte und sich im Wiesenweg staute. Dies sei nach der „Vergrößerung der Kanalisation“ nicht mehr vorgekommen.
  • Vor vier Jahren hätten die Hauptverwaltungsbeamten und die „Kreisspize“ im Landkreis Vechta gemeinsam an einer Fortbildungsveranstaltung des Bundes in Ahrweiler teilgenommen. Dabei sei man vier Tage lang für den Notfall geschult worden, um sich auf den Notfall vorzubereiten, der hoffentlich niemals eintritt.
Bürgermeister Tobias Averbeck äußert sich zum Thema Katastrophenschutz in Bakum (Foto: Rosenbaum)