Warum Geimpfte jetzt doch mehr Rechte als Ungeimpfte bekommen sollten

Corona. Die Zeiten haben sich seit dem Frühjahr geändert. Eine Impfung gegen Corona ist nun für jedermann verfügbar. Bis auf wenige Ausnahmen kann sich jeder erwachsene Mann oder jede Frau gegen Corona impfen lassen. Dennoch lassen sich viele nicht impfen. Die Impfquote sinkt, während die Inzidenzzahlen steigen. Im Frühjahr war die Lage noch anders. Es war damals nicht für jedermann ausreichend Impfstoff verfügbar. Der Impfstoff wurde an bestimmte vulnerablen Gruppen verteilt, alte und kranke Personen. Junge und gesunde Personen erhielten keine Chance auf eine Impfung. Damals wäre eine Bevorzugung von Geimpften ungerecht gegenüber jenen gewesen, die aus Rücksicht auf andere auf eine Impfung warten mussten. Jetzt gibt es aber keinen Grund mehr, sich und andere nicht mit einer Impfung vor einer Infektion und schweren Erkrankung zu schützen.

Die Pandemie ist noch längst nicht beendet. Auch weiterhin gilt, dass bislang die Impfung das einzige Mittel ist, mit dem die Pandemie wirksam bekämpft werden kann. Eine Herdenimmunität wird aber erst bei einer Impfquote von 85 Prozent erreicht, sagen Experten. Die große Gefahr geht von den Ungeimpften aus. Sie können den Virus weiterverbreiten. Wer sich jetzt weigert, sich impfen zu lassen, obwohl es keine zwingenden Impfhindernisse gibt, handelt meiner Meinung nach unsozial. Wer sich und andere vor einer Corona Erkrankung nicht schützt, der sollte meiner Meinung nach durchaus Nachteile in Kauf nehmen müssen. Zum Beispiel Einschränkungen beim Zugang von öffentlichen Verkehrsmitteln, Großveranstaltungen und Kontakteinschränkungen, solange die Pandemie noch im Gange ist. Corona-Tests sollten von diesen Leuten selbst bezahlt werden.