Kanalisation in Bakum bereits nach kurzem Starkregen überfordert

Katastrophenschutz. 100 Kameraden mehrerer Feuerwehren waren am vergangenen Sonntag im Einsatz. Ein zweistündiges Starkregenereignis sorgte dafür, dass das Abwassersystem in Teilen der Gemeinde Bakum überfordert wurde. Straßen waren bis zu 40 cm überflutet und mehrere Keller liefen voll. Die Kanalisation konnte das Wasser nicht mehr abführen. Die Oldenburgische Volkszeitung berichtet am 24. August, dass das Wasser im Regenrückhaltebecken im Kiebitzmoor nicht mehr abfließen konnte, weil der Pegel des Bakumer Bachs bereits zu hoch war. Und dies nach einem nur zweistündigen Gewitter!

Die Feuerwehren leisteten hervorragende Arbeit. Ohne die Mithilfe von Bernd Stricker und Martin Hoin, die mit großen Güllefässern Wasser abtransportierten, wäre der Schaden aber noch größer gewesen, heißt es im Zeitungsbericht. Es soll laut dem Bericht im Bereich „Tierärztliche Hochschule“ ein weiteres Regenrückhaltebecken gebaut werden. Löst dies das Problem? Das beste Rückhaltebecken nützt wenig, wenn es voll ist und das Wasser nicht mehr abließen kann. Was ist, wenn es nicht zwei Stunden sondern tagelang Starkregen gibt und dies nicht nur in Teilen des Ortes Bakum? Wenn die Feuerwehr Bakum keine Unterstützung anderer Hilfskräfte erwarten kann und das Wasser tagelang nicht abläuft, die Abwasserentsorgung, Wasser- und Stromversorgung komplett ausfällt? Ein Horrorscenario, das hoffentlich nie eintritt.

Ich habe so ein Ereignis wie am vergangenen Sonntag noch nie erlebt. Mein Parkplatz stand zum Teil bis zu 30 cm unter Wasser. Auch die Loher Straße war teilweise überflutet. Der Starkregen war so extrem, wie ich es in den letzten 30 Jahren nicht erlebt habe, seit ich hier wohne. Es häufen sich die Starkregenereignisse und wir müssen damit rechnen, dass sie noch schlimmer und länger ausfallen können.

Hintergrund:
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So viel Wasser habe ich noch nie vor meinem Haus gesehen. Die Feuerwehr war mehrfach im Einsatz. Foto: Rosenbaum