Achtung, Facebook Buttons!

In eigener Sache: Datenschutz hin und her, der Gesetzeswahn kennt keine Grenzen mehr. Nun hat der Europäische Gerichtshof alle Betreiber von Websites laut Urteil verpflichtet, ihre Leser davor zu warnen, dass ihre Daten an Facebook übertragen werden können, wenn sich auf ihrer Homepage Buttons von Facebook befinden. Schon seit einiger Zeit müssen sich ähnliche Hinweise über den Einsatz von Cookies auf den Internetseiten befinden.

Es gibt heute nahezu keine Internetseite mehr, auf der keine Cookies eingesetzt werden. Eigentlich sollte dies jedem Nutzer des Internets klar sein. Die Warnung vor den Cookies und vor den Facebook-Buttons ist daher eigentlich absurd. Wer verhindern möchte, dass seine Internetseite getrackt wird, sollte einen Browser benutzen, der diese Elemente systematisch blockiert. Leider ist dann aber ein vernünftiges Surfen im Internet nur noch sehr eingeschränkt möglich.

Die Alternative ist, auf das Internet ganz zu verzichten. Wenig Sinn macht es, Popup Buttons auf allen Seiten einzufügen, auf der jeder Nutzer bestätigt, vor den gefährlichen Datenübertragungen gewarnt worden zu sein. Merkwürdigerweise hat das Gericht die Einbindung dieser Facebook-Seiten weder verboten noch die Übertragung der Daten an Facebook eingeschränkt. Dies wäre meiner Meinung nach die einzige sinnvolle Lösung gewesen. Die Verpflichtung der Seitenbetreiber, die Leser extra davor zu „warnen“, ist m. E. absolut schwachsinnig. Der Hinweis in der Datenschutzerklärung auf der Homepage sollte dazu eigentlich ausreichen. Letztere liest sich allerdings auch auch kaum einer durch.