bloggt aus Bakum und aus seiner Welt

Etikedo: USA

Vortrag Bastian Ernst: Wie verteidigungsbereit sind wir in Europa?

Im Bürgerhaus Holdorf sprach auf Einladung der Europa-Union Deutschland, Kreisverband Vechta, der Bundestagsabgeordnete Bastian Ernst (CDU) zum Thema Verteidigung. Ernst ist Bundestagsabgeordneter für Delmenhorst, der Wesermarsch und Oldenburg-Land. Außerdem ist er Mitglied im Verteidigungsausschuss und seit kurzer Zeit Vorsitzender des Reservistenverbandes.

Sein Plädoyer war, Europa müsse schnellstmöglich wieder verteidigungsfähig werden. Die Werte der Freiheit und der Demokratie würden durch Russland erheblich bedroht. Die Bundeswehr sei eine wichtige Stütze der Demokratie, sei aber aufgrund einer verfehlten Politik nicht mehr verteidigungsfähig. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion glaubte man sich nur noch von Freunden umgeben. An Ausrüstung wurde immer mehr gespart, die Bundeswehr wandelte sich von einer Verteidigungsarmee zu einer Armee für internationale Einsätze. Die Wehrpflicht wurde ausgesetzt, was die Bundeswehr weiter personell geschwächt habe. Nicht nur die miltärische Ausrüstung, sondern auch die Infrastruktur sei ausverkauft worden. Grundstücke und Kasernen wurden in Wohngebiete und Wohnungen verwandelt.

Mit dem aggressiven militärischen Angriff Russlands auf die Ostukraine und der militärischen Annexion der Krim im Jahr 2014 und spätestens mit dem Ausbruch des Krieges in der Ukraine im Jahr 2022 sei es zu einem schrittweisen Umdenken in Deutschland gekommen. Verstärkt werde dieser Prozess durch die veränderte weltpolitische Lage. Das transatlantische Verhältnis zur USA habe sich unter Präsident Trump gewandelt. Deutschland könne sich nicht mehr uneingeschränkt auf den Schutz durch die USA verlassen, sondern müsse selbst für seine Verteidigungsfähigkeit sorgen. Ernst plädierte aber dafür, dass die Europäische Union (EU) sich aus einer Position der Stärke weiterhin für den Fortbestand der transatlantischen Sicherheitspartnerschaft einsetzt.

Eine starke und geeinte EU bleibe für die USA im eigenen Interesse ein unverzichtbarer Partner. Deshalb müsse der atomare Schutzschirm müsse auch in Zukunft von den USA gewährleistet werden, betont Ernst und sprach sich gegen eine atomare Aufrüstung Deutschlands und der EU aus. Deutschland habe aber eine besondere Verantwortung und müsse eine Führungsrolle in Europa übernehmen: „Die Länder um uns herum erwarten von Deutschland einen Beitrag für die Verteidigungsfähigkeit,“ sagte Ernst.

Entscheidend sei aber, dass Deutschland in seine Verteidigung investiert. Dazu müsse für die notwendige Infrastruktur, eine moderne Ausrüstung und ausreichend militärisches Personal gesorgt werden. Laut Ernst braucht die Bundeswehr 260.000 aktive Soldaten und ca. 200.000 Reservisten. Dies soll zunächst durch den freiwilligen Wehrdienst gewährleistet werden. Falls dies nicht gelingt, müsse auch die Wehrpflicht wieder eingeführt werden, fordert Ernst. Außerdem muss die Reserve für den Heimatschutz wieder aufgebaut werden.

Die Bundeswehr wird in den nächsten Jahren wieder deutlicher präsent werden, so Ernst. Die Bevölkerung müsse sich auf mehr Übungen von Nato-Soldaten einstellen. Die allgemeine Haltung der Bevölkerung zur Bundeswehr habe sich in jüngster Zeit erfreulich positiv entwickelt. Aber in großen Teilen der Gesellschaft fehle es in Deutschland noch an der Bereitschaft, selbst etwas die eigene Verteidigung Verantwortung zu übernehmen. Ganz anders sei dies in den skandinavischen, baltischen Staaten und dem Nachbarland Polen. Dort meldeten sich viele freiwillig zur Armee, im Bewusstsein, dass sie sich und ihre Angehörigen vor Russland schützen müssten. Die Polen und die Balten seien ein Vorbild für Deutschland, meinte Ernst.

Beeindruckt war Ernst auch von seinen Erfahrungen, die er in der Ukraine sammelte. In Lemberg und in Kiew sah er selber die Einwirkungen des Krieges auf die Menschen und verbrachte auch einige Nächte im Schutzraum. Russland führe seinen Krieg gegen die Bevölkerung und zerstöre Wohnhäuser und Krankenhäuser. Trotz ihres Leidens hielten die Ukrainer aber daran fest, ihre Heimat gegen den Agressor zu verteidigen, berichtete Ernst.

Im Anschluss der Rede wurde mit dem Abgeordneten Ernst noch angeregt über die sicherheitspolitische Lage diskutiert.

Beitragsbild: Bundestagsabgeordnerter Bastian Ernst beim Vortrag der Europa-Union Deutschland, Kreisverband Vechta. (Foto: Rosenbaum)

Die Abhängigkeit zu US-Big-Tech Unternehmen verringern!

Heute ist der Di.Day (Digital Independence Day, deutsch: Digitaler Unabhängigkeitstag). Er wurde vom Chaos Computer Cub ausgerufen und findet jeden ersten Sonntag im Monat statt. Mehr Infos …

Jeden ersten Sonntag auf die gute Seite wechseln!
Unser digitales Leben befindet sich in der Hand weniger Überreicher. Mit der Monopolstellung ihrer Unternehmen bestimmen Menschen wie Elon Musk, Jeff Bezos oder Mark Zuckerberg weltweit, wie wir uns online informieren, wie wir diskutieren, kommunizieren oder handeln. Einen solchen unkontrollierten Einfluss sollte kein Mensch und kein Unternehmen besitzen, weil wir dann nicht mehr in Freiheit leben können.

QUELLE: https://di.day/

Wir sind bereits in vielfältiger Weise von BIG-TECH abhängig. Unsere Smartphones und Apps laufen zum größten Teil auf Apple oder Google oder Microsoft Geräten. Wenn Apple, Microsoft und Google den Account sperren, verliert man sofort einen großen Teil seiner Bewegungsfreiheit. Die Geräte funktionieren nicht mehr, man kann keine Nachrichten (z.B. WhatsApp) austauschen, nicht telefonieren, verliert den Zugang zum Internet, kann nicht mehr bezahlen, navigieren, keine Bahntickets bestellen und keine Ebooks mehr lesen.

Je mehr digitalisiert wird, desto abhängiger wird man von den US-BIG-TECH Unternehmen. Das gleiche gilt für Amazon, welches auch ein US-Unternehmen ist. Das ganze wäre nicht so schlimm, wenn die US-BIG-TECH Unternehmen nicht stramm auf Trump Kurs fahren würden. Das Trump Regime in den USA ist aber mittlerweile zu einer Bedrohung nicht nur der Demokratie in den USA sondern auch in Europa geworden! Zum Beispiel unterstützt Trump rechtsradikale Parteien wie die AFD, um die EU zu spalten. Dafür werden auch die BIG-TECH Netzwerke von X und Meta zunehmend instrumentalisiert.

Deshalb ist es wichtig, dass wir uns alle unabhängiger davon machen. Wie das geht, wird auf https://di.day/ beschrieben. Am ersten Sonntag im Monat ist jeder aufgerufen, von einem Dienst eines US-BIG-TECH Unternehmen auf ein unabhängigen Dienst zu wechseln, zum Beispiel:

  • statt Gmail anderer Email Dienst
  • statt WhatsApp Signal Messenger benutzen
  • statt X, Instagram etc zu Mastodon, Pixelfed etc wechseln
  • statt Chrome Browser den Firefox Browser benutzen
  • statt Google eine andere Suchmaschine verwenden (ich benutze Brave)

Ich benutze neben meinem Apple IPad ein google- und applefreies GrapheneOS Handy. Wenn man aber nicht auf ein IPhone oder ein Google Android Handy verzichten möchte, kann man das Tracking durch viele kleine Einstellungen und Maßnahmen einschränken. Zum Beispiel indem man die Werbe-ID abschaltet, das Tracking unterbindet, die Standortfunktion nur anschaltet, wenn sie benötigt wird, das Internet abschaltet, wenn man es nicht braucht oder das Gerät einfach mal zu Hause „vergisst“ oder ausgeschaltet lässt, wenn man es nicht braucht.

Viele weitere Artikel zum Thema „Digitale Abhängigkeit und digitale Unabhängigkeit“ findet ihr in meiner Kategorie „Digitales“.

Englisch bekommt Kratzer als internationale Verkehrssprache – la malneŭtrala angla lingvo

Esperanto suben. Das Video von der Demütigung des ukrainischen Präsidenten Vlodomir Zelensky durch den amerikanischen Präsidenten Donald Trump wurde in den letzten Tagen wohl unendlich mal in den Medien wiederholt. Gemeinsam mit dem Vizepräsidenten schrie Trump Selensky in englischer Sprache zusammen. Selenski wehrte sich so gut wie möglich, ebenfalls in englisch. Jedem wurde deutlich, dass sich hier nicht auf gleicher Höhe unterhalten wurde. Sprache wurde zum Machtmittel. Der Kommentator Marc van Oostendorp des niederländischen „de Volkskrant“ kommentiert es in seiner Kolumne so:

Die Sprache diente US-Präsident Donald Trump und Vizepräsident JD Vance bei ihrem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Zelenski am Freitag als Machtinstrument. Die Amerikaner setzten alles daran, ihren ukrainischen Amtskollegen einzuschüchtern und auszumanövrieren. Und die Tatsache, dass das Gespräch auf Englisch stattfand, kam ihnen dabei zugute.

Weiter heißt es im Kommentar, dass Zelenksy zwar sein Englisch wohl verbessert habe, die Amerikaner aber klar im Vorteil gewesen seien. Zelensky habe einige Sekundenbruchteile gebraucht, um reagieren zu können. Die Welt habe sich daran gewöhnt, dass Englisch die Sprache der Weltordnung sei. Da sei jemand, dessen Muttersprache die Weltordnung sei, klar im Vorteil, heißt es im niederländischen Kommentar. Die Mehrheit der Menschen müsse sich abmühen, die Sprache der Weltordung zu beherrschen, heißt es weiter.

Jedoch hat sich die Weltordnung maßgeblich verändert, seitdem die USA nicht mehr die Werte einer liberalen Demokratie teilt, langjährige transatlantische und internationale Werte über Bord wirft und eine knallharte nationalistische Politik vertritt. Der MAGA Nationalismus steht einer internationalen Weltsprache im Weg, in der alle Nationen auf Augenhöhe kommunizieren.

Dabei stand Englisch einmal für Weltoffenheit, liberalität, Demokratie, Freiheit, RocknRoll, Jazz und Blues. Ich selber liebte diese englische und amerikanische Kultur der Freiheit, der Lebensfreude und Völkerverbindung. Davon ist wenig übrig geblieben. Die Engländer haben sich seit ihrem Brexit auf ihrer kleinen Insel zurückgezogen. Kulturell kommt von dort nur noch wenig rüber. Und Amerika geht in den Cowboy Manieren des Trumpistentums unter. Vize-Präsident DJ Vance gab eine deutliche Duftmarke davon auf der Münchener Sicherheitskonferenz, Elon Musk mit seiner Unterstützung der AfD gab ein eindeutiges Signal von oben herab auf uns Europäer.

Natürlich braucht es eine gemeinsame Sprache, heißt es im Kommentar des Volkskrant. Aber diese Sprache müsse wirklich neutral sein. Vielleicht solle man Esperanto vorschlagen. Die Sprache, die Ende des 19. Jahrhunderts vom polnischen Augenarzt Ludwig Leizer Zamenhof entwickelt wurde, sei eines Sprache, die niemandes Muttersprache sei und deshalb allen gehöre. Eine Sprache, in der nicht Russen mit Engländern sondern Menschen mit Menschen zusammenkommen würden.

Zamenhofs Idee würde und werde bis heute gerne lächerlich gemacht, in einer Welt, in der Englisch dominiert, schreibt der Oostendorp weiter. Aber vielleicht sei die Idee gar nicht so verrückt: Eine Sprache, die verbindet anstatt zu trennen. Und eine Sprache, die zwar zugegebenermaßen von einer kleinen Gruppe erprobt worden sei, in der man allerdings alles tun könne, was man brauche, fluchen, Reden halten und Romane schreiben. Nur auf einer ehrlicheren Basis.


Resumo en Esperanto: Konsiderante la ŝanĝitan mondan ordon, la angla lingvo fariĝis armilo por la devigo de potenco, komeontis nederlanda ĵurnalisto Marc van Oostendorp en la ĵurnalo “De Volkskrant” kaj proponis Esperanto’n kiel neŭtralan internacian pontan lingvon.

Bv. legi komenton de Marc von Oostendorp (Esperanto) klaku jen …

Twitter-Account nach der Vance-Rede deaktiviert

Der Tag nach der Vance-Rede ist der Tag, an dem ich meinen Twitter Account endgültig deaktiviert habe. Meinen Facebook Account und meinen Insta Account behalte ich zwar vorerst noch, aber auch diese amerikanischen Dienste sehe ich sehr kritisch. Wenn die USA uns einerseits vorwirft, dass unsere Demokratie nicht mehr funktionieren würde und andererseits die Pressefreiheit im eigenen Land unter Trump gefährdet ist, muss man sich fragen, ob man US-amerikanische Dienste noch nutzen kann.

Der neue US-Vice-Prösident Vance hatte bei seiner Rede auf der Münchener Sicherheitskonferenz den europäischen Staaten Mängel in der Demokratie vorgeworfen. Ich habe mich noch nie so weit von den USA entfernt gefühlt wie jetzt! Bei Twitter war ich mehr als 10 Jahre Mitglied, bei Facebook bin ich noch länger dabei.

Natürlich ist mir klar, dass dies nur eine Symbolhandlung ist. Denn ich bin Mitglied noch bei mehreren Meta-Diensten (WhatsApp, Facebook, Instagram) und ich habe einen Google und einen Apple Account. Während ich Google nur noch selten nutze, läuft mein iPad, mit dem ich diesen Beitrag schreibe, auch über einen Apple Account. WordPress ist eine amerikanische OpenSource Software, mit der dieser Blog läuft. Die Software ist zwar auf einem deutschen Server installiert, aber auch mit Google verknüpft. Ganz aus der amerikanischen Nummer kommt keiner raus!

Dennoch müssen wir Europäer nicht nur militärisch, sondern uns auch technisch von den USA unabhängiger machen. Das ist die Konsequenz, die wir nach der Vance-Rede in München ziehen müssen. Wir brauchen eigene europäische Soziale Netzwerke und eigene Betriebssysteme, die unserem Verständnis von Demokratie und Datenschutz entsprechen.

Zeitenwende – Nova Epoko

Esperanto suben. Die Nachrichten überschlagen sich. Die westliche Wertegemeinschaft zerbröckelt. Trump-MAGA-USA kündigt die transatlantische Partnerschaft mit markigen Worten auf: „Europa muss für seine Sicherheit selbst sorgen.“ US-Politiker und Technokraten stellen auch unsere Demokratie infrage und machen mehr oder weniger direkt Wahlwerbung für Populisten.

Trump-USA verhandeln mit Putin-Russland über die Köpfe der Ukrainer und Europa hinweg über die Zukunft der Ukraine und der Sicherheit in Europa.

Was bedeutet dies für Europa?

Europa hat nur eine Zukunft, wenn es sich vereinigt. Die Europäische Union hat 450 Millionen Einwohner. Gemeinsam könnte es einen Wirtschaftsraum mit mächtiger Stimme werden. Dazu muss es sich aber zu einem gemeinsamen Bundesstaat mit gemeinsamer Außen- und Verteidigungspolitik und einer Armee der Europäer weiter entwickeln.

Wenn diese Vereinigung aller 27 europäischen Staaten in der EU nicht gelingt, müsste sich ein Kerneuropa der Staaten bilden, die einen solchen gemeinsamen Bundersstaat bilden wollen.

Das größte Fiasko wäre ein Auseinanderbrechen Europas

Die Weltmächte Trump-USA, China und Russland haben kein Interesse an einem starken Europa. Es wäre in ihrem Interesse, wenn die Europäische Union zerfallen würde. Nationalstaaten wie Deutschland, Frankreich und das Vereinigte Königreich hätten dann keine Bedeutung mehr im globalen Weltgeschehen.

Europa braucht eine neue Sprache

Der Rückzung von Trump-USA und Brexit-Britannien aus der westlichen Wertegemeinschaft aufgrund nationaler Interessen hat auch zur Konsequenz, dass die angloamerikanische Sprache und Kultur ihren internationalen und völkerverbindenden Charakter verliert. Die englische Sprache verliert zunehmend ihre globale Rolle als Brückensprache. Längst sprechen Europäer und Amerikaner nicht mehr die neue Sprache. Europa braucht eine neue Sprachregelung. Hierbei könnte die neutrale internationale Sprache Esperanto eine wichtige völkerverbindende und identitätsstiftende Rolle spielen. Die Sprache basiert auf Elementen vieler europäischer Nationalsprachen, sie ist von keiner nationalen Kultur abhängig und sie ist sehr leicht und schnell erlernbar. Esperanto soll nicht die Nationalsprachen der euroäischen Staaten ersetzen, sie könnte aber Englisch als Brücken- und Wirtschaftssprache ersetzen.

Esperanto: La mesaĝoj ruliĝas. La komunumo de okcidentaj kaj demokratiaj valoroj falas. Trump-Maga-Usono nuligas la transatlantikan partnerecon kun teruraj vortoj: “Eŭropo devas certigi ĝian sekurecon mem.” Usonaj politikistoj kaj teocokratoj ankaŭ pridubas niajn demokratiojn en Eŭropo Unio kaj pli-malpli rekte reklamas por populistoj. Trump-Usono negocas kun Putin-Rusio sen la registraroj de ukrainoj kaj de Eŭropaj statoj pri la estonteco de Ukrainio kaj sekureco en Eŭropo.

Eŭropo nur havas estontecon se la eŭropaj statoj kuniĝas kaj fariĝas unu komuna federacia Ŝtato. Eŭropa Unio havas 450 milionojn da loĝantoj. Kune ĝi povus fariĝi ekonomia areo per potenca voĉo. Por fari tion, tamen, ĝi devas disvolviĝi en komuna ŝtato kun komuna eksterlanda kaj defenda politiko kaj armeo de eŭropanoj. La rezignoj de Trump-USA kaj Brexit-Britain de la okcidenta komunumo de valoro pro naciaj interesoj ankaŭ havas konsekvencon, ke la anglo-usona lingvo kaj kulturo perdas siajn internaciajn rolojn.

La angla lingvo pli kaj pli perdas sian tutmondan rolon kiel ponto -lingvo. Eŭropanoj kaj usonanoj ne plu parolas la saman lingvon. Eŭropo bezonas novan lingvan reguladon: la neŭtrala internacia lingvo Esperanto povus ludi gravan kaj identigan rolon ĉi tie.

la traduko devos korekti

Europa in der Krise – wir brauchen junge Leute, die sich für ein geeintes Europa einsetzen

Die Europäische Union wurde gegründet, damit die Nationen und Staaten in Europa mehr und mehr zusammenwachsen. Vor 80 Jahren wurde mitten in Europa Krieg geführt, verursacht vom faschistischen Deutschland. Als Folge der beiden Weltkriege des letzten Jahrhunderts entschlossen sich mutige Bürger und Politiker, sich für ein gemeinsames friedliches Europa einzusetzen.

Heute breiten sich Rechtspopulismus und Nationalismus überall in Europa mehr und mehr aus, die Europäische Union wird in Frage gestellt, indem das gemeinsame europäische Recht ausgehöhlt wird, einige Länder beteiligen sich seit Jahren nicht an einer gemeinsamen Regelung der Migration.

Aber auch bei uns in Deutschland schwindet zunehmend die Begeisterung für ein gemeinsames Europa. Es fehlen Leute, die sich für das gemeinsame Europa einsetzen. Stattdessen gewinnen rechtspopulistische Parteien immer mehr Wähler, besonders unter jungen Menschen. Viele Menschen halten die Vorteile, die das gemeinsame Europa bietet, entweder für selbstverständlich oder sie sehen sogar mehr Nachteile als Vorteile. Die EU steht für viele für ein bürokratisches Monster, das wenig mit ihrem Leben zu tun hat. Der EU wird die Schuld für die ungeregelte Migration gegeben.

Für die ältere Generation, der ich angehöre, stand dagegen das gemeinsame Europa einmal für Fortschritt und Freiheit. Wir können uns noch an Grenzen, Mauern und Stacheldraht erinnern. Wir haben uns in unserer Jugend nach Freiheit gesehnt. Nach einer Welt ohne Grenzkontrollen und einer Welt der Freundschaft unter den Nationen. Die Welt hat sich zum Erschrecken meiner Generation drastisch umgedreht.

Heute ist wieder Krieg in Europa. Auch unsere Sicherheit steht auf dem Spiel. Die Weltmächte China und Russland bedrohen auch die Freiheit und Demokratie in Europa, sie tun alles, um ein geeintes Europa zu spalten. Auch in den USA besteht die Gefahr, dass der Trumpismus die Weltordnung nachhaltig nach Rechts verschiebt. „America first“ könnte bedeuten, dass die USA sich von der transatlatischen Partnerschaft abwendet. Ein gespaltenes Europa wäre dann schutzlos den globalen Weltmächten ausgeliefert, wirtschaftlich und militärisch.

Gerade im Interesse der jungen Menschen müsste es sein, dass sie sich für einen gemeinsamen europäischen Bundesstaat einsetzen. 

Seit mehreren Jahren gehöre ich der überparteilichen Europa-Union an. In meinem Kreisverband, der zu den größten Verbänden in Niedersachsen zählt, sind viele ältere Europafreunde. Doch ist unser Kreisverband leider längst hoffnungslos überaltert. Es gibt nur wenig junge Mitglieder in unserem Kreisverband. Dabei müsste es genau umgekehrt sein! Gerade für die jungen Leute ist das gemeinsame Europa so wichtig! Denn nur das gemeinsame Europa kann Frieden, Freiheit und Wohlstand sichern. Die jungen Europäer aller Länder müssen sich dringend für die Reform und Vertiefung der europäischen Einigung einsetzen, im ureigensten Interesse. Wir älteren Semester können die EU nicht retten und schon gar nicht verbessern, was dringend notwendig ist. Die Kompetenzen der EU müssen nicht verringert sondern erweitert und klarer definiert werden.

Dazu seid ihr, die Jugend, gefragt. Wir brauchen eine „Europe for future“-Bewegung, die von europabegeisterten jungen und engagierten Leuten getragen wird. Die Europa-Union und die europäische Begeisterung sollte von der Jugend, nicht von Rentnern getragen werden. Sonst hat Europa keinerlei Zukunft.

Verdrängt Englisch bald die deutsche Sprache? Ĉu la angla anstataŭas la germana?

Resumo en esperanta lingvo ĉe la fino

Längst wird an Universitäten, internationalen Organisationen und Unternehmen in Deutschland englisch gesprochen. Wer Karriere in Deutschland machen möchte, muss die englische Sprache beherrschen, denn auf internationaler Ebene ist Englisch die Wirtschafts- und Verhandlungssprache. Aber auch auf allen anderen Ebenen ersetzen englische Begriffe zunehmend deutsche Worte.

Mit der Begründung, dass Deutschland ein internationaler Wirtschaftsstandort sei, hat das Bundesministerium kürzlich Englisch als Gerichtssprache eingeführt. Außerdem soll an „Comercial Courts“ (Wirtschaftsgerichtshöfe) Verfahren rechtsmäßig in englischer Sprache durchgeführt werden. Dies ist ein weiterer Schritt, das Englische als Nationalsprache neben dem Deutschen einzuführen.

Dabei beherrscht nur ein kleiner Bruchteil der Bevölkerung Englisch besser als auf dem A-Sprachnivau, trotz intensiver Beschulung. Mit diesem Sprachniveau könnten sie an keinem Gerichtssprozess aktiv teilnehmen.

Fraglich ist, ob Englisch überhaupt als internationale Verständigungsprache geeignet ist, denn es wird hauptsächlich in Teilen der westlichen Welt gebraucht. Auch nimmt die wirtschaftliche Rolle Großbritanniens und Nordamerika tendenziell eher ab, während China und Asien zunehmend dominieren. Sollten wir vielleicht eher chinesisch oder indisch erlernen?

Ich erlerne seit einem Dreivierteljahr die internationale Verständigungssprache und beherrsche sie mindestens genauso gut wie Englisch, das ich von der fünften bis zur zehnten Klasse in der Schule hatte. Zur Zeit lese ich mein erstes Esperanto Buch zu Ende. Es wird nicht mein letztes sein.

Frankfurter Allgemeine Zeitung: Die deutsche Justiz spricht jetzt englisch!

Esperanto:

La angla estas delonge parolata en universitatoj, internaciaj organizaĵoj kaj kompanioj en Germanio. Se vi volas fari karieron en Germanio, vi devas regi la anglan lingvon, ĉar en internacia nivelo la angla estas la ekonomia kaj intertraktada lingvo. Sed eĉ sur ĉiuj aliaj niveloj, anglaj terminoj pli kaj pli anstataŭas germanajn vortojn.

La angla nuntempe estas eĉ enkondukita kiel kortuma lingvo en Germanio. Ĉi tio pravigis la fakton, ke Germanio estis internacia komerca loko.

Esperanto estas multe pli facile lernebla. Ĝi nur prenis al mi tri kvaronojn de jaro por regi ĝin same kiel la anglan lingvon.

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