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bloggt aus Bakum und aus seiner Welt

Meine Tätigkeit als freier Mitarbeiter der OV endet

Heute ist ein historischer Tag in meinem Leben, denn heute wurde ich als freier Mitarbeiter der OV, heute OM-Medien, verabschiedet.

Ich begann meine Tätigkeit als Berichterstatter Anfang der 2000er Jahre. Der damalige Berichterstatter der OV, Werner Kuper, fragte mich, ob ich nicht seine Aufgabe übernehmen wollte. Seit ein paar Jahren hatte ich für den Handels- und Gewerbeverein Bakum eine viel beachtete Internetseite „Bakum-Shopping.de“ entwickelt, auf der ich Fotos und Berichten von Veranstaltungen aller Art aus allen Teilen der Gemeinde Bakum veröffentlichte. (Diese Website ist schon lange offline.)

Nach kurzer Zeit erhielt ich von dem damaligen Redaktionsleiter Klaus Esslinger einen Anstellungvertrag und berichtete auch für die Oldenburgische Volkszeitung. Unzählige Berichte wurden seit dieser Zeit aus Bakum von mir verfasst, vom Landvolk über CDU-Parteiveranstaltungen bis Gewerbeschauen, Generalversammlungen der Chöre und Musikvereine, Sänger- und Musikerfeste, Konzerte, Kirmes in Bakum, Lüsche und Carum und vieles mehr. Drei Mal durfte ich über den Besuch eines Bischofs berichten. Auch über die Einführungen von Priestern und Priesterjubiläen berichtete ich.

Der Job hat mir viele Jahre viel Freude bereitet und viele Freundschaften geschenkt. Oft wurde ich gebeten, etwas „in die Zeitung“ zu bringen. Überall war ich mit meiner Kamera ein gern gesehener Gast. Mittlerweile hat sich die Medienwelt radikal verändert. Viele lesen keine Zeitung mehr und die Medienbranche muss mit neuen digitalen Angeboten Kunden gewinnen. Auch der klassische Berichterstatter wird nicht mehr benötigt. Viele Vereine schicken ihre Fotos und Berichte direkt in die Redaktion oder nutzen ihre eigenen soziale Netzwerke.

Was anfangs interessant und spannend war, ist auch für mich längst Routine geworden. Zum Beispiel über einen Sportlerball zu berichten oder über die Kirmes. Dies waren alljährlich feste Termine in meinem Job. Aber ich habe auch über größere Veranstaltungen berichtet, Musikerbundesfeste und Pfingstzeltlager der Feuerwehren. Interessant war auch die Feier der Freisprechung der Lehrlinge in landwirtschaftlichen Berufen mit prominentem Festredner. Viele Jahre waren meine Wochenenden fest verplant, denn als freier Mitarbeiter der Zeitung arbeitet man meist an Wochenenden, wenn die Redaktion nur Sonntagsinnendienst macht. So manches mal war ich sonntags unterwegs, um am späten Sonntagnachmittag den Bericht samt Foto in die Redaktion zu schicken. Dabei konnte sich die Redaktion immer auf eine zuverlässige Zusammenarbeit mit mir verlassen.

Mittlerweile gehe auch ich „in Rente“ und habe neue Interessen, zum Beispiel die internationale Sprache Esperanto. Sofern es die Gesundheit zulässt, kann ich mir vorstellen, meine Wochenende auch woanders zu verbringen, zum Beispiel in einer anderen Stadt. Oder zum Beispiel öfter zu verreisen. Jede Aufgabe hat seine Zeit.

Übrigens hat auch der Heimatverein meines Ortes von meiner langjährigen Pressearbeit profitiert. Alle Bilder habe ich dem Archiv des Heimatvereins zur Verfügung gestellt, darunter tausende Bilder mit zeitgeschichtlicher Bedeutung. Genau wie diese Bilder bleiben auch die vielen Zeitungsartikel, die ich für die „OV“ geschrieben habe, wertvolle Zeitdokumente des Lokaljournalismus.

Bleibt zu wünschen, dass Lokaljournalismus eine Zukunft hat. Es ist wichtig, dass eine unabhängige und qualitativ gute Berichterstattung wirtschaftlich möglich bleibt. Das gelingt nur, wenn die Leser bereit sind, dafür auch zu bezahlen.

Beitragsbild: Mein letzter Besuch des OM-Medienhauses in Emstek als Freier Mitarbeiter von OM-Medien

Die Kleinstaaterei im Nahverkehr

Das ganze Land redet über das Deutschlandticket aber niemand redet mehr über die Reform des ÖPNV in Deutschland. In Deutschland gibt es über 60 Verkehrsverbünde und unzählige Verkehrsbetriebe in den Städten und Kreisen mit eigenen Tarifen, unzähligen Apps und Ticketssystemen. Das Deutschlandticket hat diese Realität nur verdeckt, weil man damt den Nahverkehr überregional in Deutschland über die Grenzen der Verkehrsverbünde nutzen kann.

Das Deutschlandticket hat aber die Kleinstaaterei im Nahverkehr keineswegs aufgehoben sondern den Fortbestand eher verstetigt. Über eine Reform des Nahverkehrs mit mehr Effizienz und weniger Kosten wird kaum diskutiert. Zuletzt hatte der damalige Verkehrsminister Wissing (FDP), unter dem auch das Deutschlandticket eingeführt wurde, dies gefordert. Seit dem Ende seiner Amtszeit ist dieses Thema wieder aus der öffentlichen Diskussion verschwunden.

Anders ist dies bei dem Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk. Dort diskutiert man längst über eine Reform und Straffung des Angebotes. Es wird auch darüber diskutiert, ob ARD und ZDF zusammen arbeiten sollen und einige der Landesrundfunkanstalten der ARD zusammengelegt werden sollen.

Dies würde auch bei den 60 Verkehrsverbünden sinnvoll sein. Allein im Flächenland Niedersachsen gibt es vier große Verkehrsverbünde, die die Regionen des Bundeslandes größtenteils abdecken und kleinere Verbünde. Gemeinsam mit dem Bundesland Bremen und eventuell den Bundesländern Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern würde ein gemeinsamer Nordverbund ausreichen. Auch in den anderen Teilen Deutschlands könnten die westlichen, die östlichen und südlichen Bundesländer zu jeweils einem Verkehrsverbund zusammengeschlossen werden

Dazu sollte es auch ein einheitliches deutschlandweit gültiges Tarifsystem und die Möglichkeit geben, neben dem monatlich abonnierbaren Deutschlandticket auch mit einer App oder noch einfacher mit der Kreditkarte oder dem Handy jedes Nahverkehrsangebot nutzen zu können. In den Niederlanden ist dies mit OV-Chipkaat und OV-Pay längst möglich.

Damit könnte dann auch jeder jederzeit den gesamten Nahverkehr bundesweit barrierefrei nutzen, der kein Deutschlandticket nutzen möchte.

Mini-AKW oder Windrad?

Im Augenblick ist Renaissance der Kernkraft. Von der Leyen will es nun auch, Kanzler Merz schwärmt schon länger von der Kernfusion und auch Herr Spahn und Herr Linnemann wollen sie. Angeblich wird dadurch „günstiger“ Strom im Überfluss produziert und man kann dann alle ungeliebten Windräder wieder ab montieren.

Fragt sich bloß, ob jemand lieber ein Mini-AKW oder ein Windrad in seiner Nähe haben möchte. Ich gehe mal von sehr viel Widerstand gegen AKW aus. Politisch ist die Kernkraft auch in „Miniatur“ in Deutschland nicht durchsetzbar.

Stattdessen macht man bei der Erneuerbaren Energie die Rolle rückwärts und behindert den Ausbau von privaten Solaranlagen, indem man dort die Förderung privater kleiner PV-Anlagen in eine Abgabe für ins öffentliche Stromnetz geladenen Solarstrom umwandelt. So will man der Bürgerenergie den Strom abstellen. Manchmal verstehe ich die Energiepolitik meiner eigenen Partei nicht!

Schließlich macht es die Energie-Sharing-Modellkomune Bakum vor, wie man mit selbst produzierter Bürgerenergie preiswert und umweltschonend Energie erzeugen kann. Wenngleich auch in der Gemeinde Bakum Widerstand gegen Windkraftanlagen existiert, vor allem in Lüsche und Vestrup, frage ich die Leute, ob sie lieber ein Mini-AKW oder ein paar Windkrafträder in ihrer Nähe haben wollen.

Ich sag da mal: AKW, nein danke! Dann lieber doch ein paar Windräder mehr. Und wenn jemand umbedingt Atomkraft möchte, sollte er auch bereit sein, ein Lager für den Müll in seiner Nähe zu akzeptieren. Herrn Ministerpräsident Söder schlage ich also vor, zuerst ein Endlager in Bayern zu errichten, wenn er ein Mini AKW in Bayern bauen möchte. Das ist dann zu Ende gedacht.

Versehentlich das Deutschlandticket zu früh bestellt

Eigentlich wollte ich das Deutschlandticket erst wieder ab Anfang April haben. Doch aus Versehen habe ich schon heute gekauft. Anders als bisher habe ich mich diesmal entschieden, es nicht als Chipkarte sondern per App zu kaufen. Ich ging davon aus, dass ich das Ticket erst zum kommenden Monat bekomme, wenn ich es heute bestelle. Ich entschied mich dieses Mal für die Fahrplaner App des Verkehrsverbundes Bremen-Niedersachsen (VBN).

Ich probierte die Bestellung mit der Fahrplaner App aus und sofort nach dem Kauf wurde das Deutschlandticket in meiner Fahrplaner App angezeigt und ist somit gültig. Ich kann das Deutschlandticket also ab sofort wieder nutzen! Dummerweise wird mir natürlich auch der Betrag von 63 Euro innerhalb der nächsten vier Tage abgebucht, für den halben Monat. Ich hatte das Deutschlandticket im Januar aus gesundheitlichen Gründen gekündigt.

Ich habe mich diesmal für die App und gegen die Chipkarte entschieden, weil ich das Deutschlandticket wahrscheinlich im Winter wieder abgestellen will. Der letzte Winter war teilweise so streng, dass ich bei dem schlechten Wetter nicht jede Woche nach Bremen oder Osnabrück oder eine andere Stadt fahren wollte. Für weniger Fahrten reicht auch meine Bahncard. Da ich mit der App nun doch flexibler bin, ist die App für mich praktischer als die Chipkarte. Außerdem funktioniert die App „Fahrplaner“ auch auf meinem GrapheneOS Handy.

Vechta führt Parkgebühren ein

Schnell und spontan in die benachbarte Kreisstadt fahren, einmal über die Große Straße bummeln oder etwas auf dem Wochenmarkt einkaufen, das wird man sich in Zukunft genauer überlegen. Denn die Stadt Vechta will nun auf allen Parkflächen Parkgebühren einführen. Auf vielen Parkplätzen konnte man bislang zwei Stunden kostenlos parken. Das ist bald vorbei.

Denn auf allen Parkplätzen sollen Parkautomaten aufgestellt werden. Damit wird es unattraktiver, mit dem Auto in die Kreisstadt zu fahren. Bislang war dies ein Werbeargument für Vechta. Bewusst hatte man die Einkaufsmeile Große Straße für den Autoverkehr freigegeben. Signal: Autofahrer sind in Vechta willkommen!

Allerdings erstickt Vechta im Autoverkehr. Nicht nur staut sich es in der Großen Straße, man findet in Vechta kaum einen Parkplatz. Außer in den Parkhäusern, in denen bislang schon Gebühren verlangt wurden. Besonders im Bereich des Krankenhauses muss man Geduld mitbringen, wenn man dort parken möchte. Mit der Erweiterung des Krankenhauses wird sich der Mangel an Parkplätzen noch weiter verschärfen. Deshalb zog die Stadt Vechta nun die Notbremse mit der Einführung der Gebühren.

Allerdings ist dies ein zweischneidiges Schwert. Denn besonders der Handel lebt von den Kunden, die mit Autos nach Vechta kommen. Viele Kunden dürften nun verstärkt in den zahlreichen Einkaufsmöglichkeiten vor der Stadt einkaufen, oder halt woanders. Es geht nicht nur um die Gebühren, sondern auch den Zeitaufwand, zum Parkautomaten zu rennen, um einen Parkschein zu holen. Oder die Park-App für die Bezahlung der Gebühren zu nutzen. Den einen oder anderen Kunden dürfte dies abschrecken, auch mich.

Die Alternative zum Auto ist eigentlich nur das Rad, da auch der Nahverkehr nur rudimentär ausgebaut ist. Den Anrufbus Moobil+ muss man eine Stunde vorher bestellen. Spontan mit dem Bus hin und zurück fahren funktioniert außerhalb der Stadt Vechta auch nur schlecht.

Kleiner Nachtrag: In Vechta gab es doch Skrupel für die flächendeckende Parkplatzbewirtschaftung. Der zuständige Bauausschuss des Stadtrates hat die Beratungen bis mindestens Mitte Mai vertagt, berichtet OM-Medien. Das Thema stößt viele vor den Kopf: den Einzelhandel, die Mitarbeiter von Vechtaer Unternehmen und die Kunden. Das Thema könnte sogar sich auf die Kommunalwahlen auswirken. Mit der Einführung von Parkgebühren macht sich keine Partei beliebt, wenngleich eine Parkplatzbewirtschaftung angesichts des zu knappen Angebotes Sinn macht. Wahrscheinlich wird man deshalb das Thema wohl erst nach den Kommunalwahlen wieder behandeln.

Skurriler Streit in der Community der Custom-Roms

Seit längerer Zeit nutze ich Smartphones ohne Google und Apple. Sie laufen mit Android Custom-Rom Betriebssystemen, ursprünglichen Android ohne Google Dateien. Zuerst begann ich /e/os zu nutzen, seit 2023 habe ich ein Smartphone mit GrapheneOS. Mit dem Graphene Handy kann ich fast alles machen, was ich mit Google oder Apple Handys machen kann. Ich kann surfen, diverse Apps aller Art nutzen, Musik hören, navigieren, Messenger nutzen etc.

Einiges geht aber bislang nicht. Banking Apps und Bezahlen mit dem Handy funktioniert mit Custom-ROMs nicht, weil dafür Google Play Integrity benötigt wird. Diese API wird nur von Google lizensierten Smartphones zur Verfügung gestellt. Auch die Krankenkassen App und die elektronische Patientenakte funktionieren nur auf Google oder Apple Geräten.

Eine Gruppe von Entwicklern verschiedener Google und Apple freier Betriebssysteme wollen eine Alternative zu Google Play Integrity entwickeln, Unified Attestation. Dazu zählen Volla, Murena und Iodé. Zum Artikel auf golem.de

Die Entwickler von GrapheneOS lehnen diese Intitiative ab und werfen murena, Volla und Iodé vor, Sicherheitsmängel zu haben. Sie sprechen diesen Betriebssystemen das Mitspracherecht ab, auf welchen Geräten Banking Apps laufen dürfen. Stattdessen sollten die europäische Banken Standarts vorgeben, nach denen die Betriebssysteme zertifiziert werden können.

GrapheneOS erhebt für sich den Anspruch, ein gehärtetes Android mit besonders hohen Sicherheitsstandarts zu haben. Wahrscheinlich werden Banken dieser Forderung wohl nicht nachkommen und es wird so bleiben, dass nur Apple und Google Geräte für Banking Software etc. zugelassen bleiben. Dann dürfte auch GrapheneOS außen vor bleiben,

Die Entwickler von GrapheneOS verhalten sich sektiererisch aggressiv gegenüber Entwickler anderer Systeme, denen sie Sicherheitsmängel vorwerfen. Außerdem werfen sie ihnen vor, ihrerseits GrapheneOS mit Lügen zu überziehen und negativ darzustellen.

Ich habe die Entwickler auch wegen der fatalen Wirkung ihrer Öffentlichkeitsarbeit auf Mastodon kritisiert. Danach wurde auch mir vorgeworfen, ich würde Lügen verbreiten. Am Ende hat man mich auf Mastodon sogar geblockt. Dieses Verhalten trübt meine ansonsten sehr positive Einstellung zu GrapheneOS. Das Betriebssystem halte ich, nach wie vor, für sehr gut und sicher. Aber die Öffentlichsarbeit (Krieg gegen Mitbewerber, Vorwurf von Lügen) von GrapheneOS halte ich für schädlich, nicht nur für GrapheneOS selbst sondern für alle Initiativen, die Alternativen zu US Big Tech entwickeln wollen.

Vechta ist auf den Hund gekommen

Das derzeit wichtigste Thema ist in meinem Landkreis Vechta nicht das Glatteis, das ungewöhnlich kalte Winterwetter, Trump oder Grönland sondern Kampfhund Sam. Der „American Bully XL“ – so die Bezeichnung der Hunderasse – soll seinen Halter tot gebissen haben. Nun ist das Tier im Tierheim bei Diepholz untergebracht und der Fall ist das Hauptthema in Medien aller Art. Vor allem auf Instagram sollen die wildesten Gerüchte um den Hund kursieren. Es gibt sogar eine Petition „Für Sam“.

Dieser Hund verdient eine faire, unabhängige Begutachtung. Er verdient Zeit. Sorgfalt. Menschlichkeit. Er verdient das Recht auf Leben. – Petition „für Sam“

Hat der Hund den Halter gar nicht getötet sondern aus „aus Verzweiflung“ nur nach dessen Versterben angeknabbert? Letztes wurde mittlerweile rechtsmedizinisch ausgeschlossen. Demnach hat der Hund den Halter eindeutig getötet. Was passiert mit dem Hund nach diesem Vorfall? Hat ein Hund ein Recht auf „Menschlichkeit“? Sogar ein Recht auf Leben? Zu meiner Jugendzeit hätte man eine klare Antwort darauf gegeben: Nein! Man hätte man nicht lange gefackelt. Vielleicht hätte das ein Jäger „erledigt“ und das Tier wäre als „Jagdunfall“ still und heimlich „entsorgt“ worden, oder so ähnlich! Man hätte in jeden Fall einen „kurzen Prozess“ mit dem Tier gemacht. Wahrscheinlich hätte man das Tier einschläfern lassen.

Doch heute ist der Hund für viele Zeitgenossen zum Menschen geworden, ein gleichrangiges Familienmitglied. Wenn ein Hund beißt, ist für sie nicht der Hund sondern der Mensch schuldig geworden. Die Verhältnisse haben sich quasi umgedreht. Für nicht wenige Menschen ist ihr Haustier wichtiger als ihre Mitmenschen geworden. Das drückt sich darin aus, dass das Hausier gehegt und gepflegt wird, koste, was es wolle. Man lässt den Hund auf den Bürgersteig „sein Geschäft“ erledigen. Wenn der Hund bellt, erwartet man von den Nachbarn, dass sie dies klaglos ertragen. Manche Menschen werden sehr aggressiv, wenn andere ihre Einstellung zum Haustier nicht tolerieren wollen.

Brüchig wird dieses Weltbild, wenn Halter ihre Hunde schnell ins Tierheim „entsorgen“, weil das Tier für sie zur Last wird. Dann ist es mit den „Familienbanden“ schnell vorbei. Die Allgemeinheit oder all jene, die aus vermeintlicher „Tierliebe“ dafür spenden, finanzieren dann die weitere Versorgung des Tieres bis zu seinem Ableben. Für mich ist das ein weiteres Phänomen einer falsch entwickelten Haltung zu Tieren. Wesentlich tiergerechter wäre es, wenn die Hunde (und Katzen!) nicht industriell zur Bedürfnisbefriedigung von Menschen gezüchtet würden, zum Teil mit entstellten Wesenseigenschaften, um sie zu vermarkten. Den „American Bully XL“ gäbe es wahrscheinlich nicht, wenn er nicht eigens für die degenerierten Wünsche bestimmter Halter gezüchtet worden wäre.

Ich mag Hunde sehr und habe mir lange überlegt, ob ich mir einen anschaffe. Sie haben mich immer fasziniert und berühren auch in mir tief meine Seele. Doch bleiben es Tiere. Da liegt der entscheidende Unterschied zu Menschen! Haustiere dienen nicht als Ersatz zu menschlichen Beziehungen. Dies ist für mich der Hauptgrund, keinen Hund anzuschaffen. Denn die Gefahr ist groß, sich von dem Tier in dieser falschen Ilusion fangen zu lassen. Gleichzeitig trägt man als Halter die Verantwortung für eine artgerechte Haltung, die gewährleistet, dass das Haustier für niemand zur Belästigung oder Gefahr werden kann.

Ich plädiere für ein Verbot der privaten Haltung von „gefährlichen“ Hunden. Ausnahmen mag es unter Auflagen für Jäger geben. Aber niemand braucht einen gefährlichen Vorstehhund oder ein anderes Tier, das zur Waffe werden kann. Dann würden auch Hunderassen wie die von Kampfhund Sam gar nicht gezüchtet werden. Tiere, die in starken Verdacht stehen, einen Menschen schwer verletzt oder gar getötet zu haben, sollten eingeschläfert werden.

Dafür braucht es wirklich einen kurzen Prozess. Es gibt wirklich wichtigere Themen als Hunde. Auch im Landkreis Vechta!

Die Abhängigkeit zu US-Big-Tech Unternehmen verringern!

Heute ist der Di.Day (Digital Independence Day, deutsch: Digitaler Unabhängigkeitstag). Er wurde vom Chaos Computer Cub ausgerufen und findet jeden ersten Sonntag im Monat statt. Mehr Infos …

Jeden ersten Sonntag auf die gute Seite wechseln!
Unser digitales Leben befindet sich in der Hand weniger Überreicher. Mit der Monopolstellung ihrer Unternehmen bestimmen Menschen wie Elon Musk, Jeff Bezos oder Mark Zuckerberg weltweit, wie wir uns online informieren, wie wir diskutieren, kommunizieren oder handeln. Einen solchen unkontrollierten Einfluss sollte kein Mensch und kein Unternehmen besitzen, weil wir dann nicht mehr in Freiheit leben können.

QUELLE: https://di.day/

Wir sind bereits in vielfältiger Weise von BIG-TECH abhängig. Unsere Smartphones und Apps laufen zum größten Teil auf Apple oder Google oder Microsoft Geräten. Wenn Apple, Microsoft und Google den Account sperren, verliert man sofort einen großen Teil seiner Bewegungsfreiheit. Die Geräte funktionieren nicht mehr, man kann keine Nachrichten (z.B. WhatsApp) austauschen, nicht telefonieren, verliert den Zugang zum Internet, kann nicht mehr bezahlen, navigieren, keine Bahntickets bestellen und keine Ebooks mehr lesen.

Je mehr digitalisiert wird, desto abhängiger wird man von den US-BIG-TECH Unternehmen. Das gleiche gilt für Amazon, welches auch ein US-Unternehmen ist. Das ganze wäre nicht so schlimm, wenn die US-BIG-TECH Unternehmen nicht stramm auf Trump Kurs fahren würden. Das Trump Regime in den USA ist aber mittlerweile zu einer Bedrohung nicht nur der Demokratie in den USA sondern auch in Europa geworden! Zum Beispiel unterstützt Trump rechtsradikale Parteien wie die AFD, um die EU zu spalten. Dafür werden auch die BIG-TECH Netzwerke von X und Meta zunehmend instrumentalisiert.

Deshalb ist es wichtig, dass wir uns alle unabhängiger davon machen. Wie das geht, wird auf https://di.day/ beschrieben. Am ersten Sonntag im Monat ist jeder aufgerufen, von einem Dienst eines US-BIG-TECH Unternehmen auf ein unabhängigen Dienst zu wechseln, zum Beispiel:

  • statt Gmail anderer Email Dienst
  • statt WhatsApp Signal Messenger benutzen
  • statt X, Instagram etc zu Mastodon, Pixelfed etc wechseln
  • statt Chrome Browser den Firefox Browser benutzen
  • statt Google eine andere Suchmaschine verwenden (ich benutze Brave)

Ich benutze neben meinem Apple IPad ein google- und applefreies GrapheneOS Handy. Wenn man aber nicht auf ein IPhone oder ein Google Android Handy verzichten möchte, kann man das Tracking durch viele kleine Einstellungen und Maßnahmen einschränken. Zum Beispiel indem man die Werbe-ID abschaltet, das Tracking unterbindet, die Standortfunktion nur anschaltet, wenn sie benötigt wird, das Internet abschaltet, wenn man es nicht braucht oder das Gerät einfach mal zu Hause „vergisst“ oder ausgeschaltet lässt, wenn man es nicht braucht.

Viele weitere Artikel zum Thema „Digitale Abhängigkeit und digitale Unabhängigkeit“ findet ihr in meiner Kategorie „Digitales“.

Weihnachten ohne Weihnachtsbaum und Krippe

Esperanto suben. Weihnachten fällt in diesem Jahr bei mir sehr schlicht aus, ohne Weihnachtsbaum und Krippe. Ich habe mir, aus persönlichem Grund, diesmal nicht die Mühe gemacht, einen Baum zu schmücken und die Krippe mühsam vom Speicher zu holen und aufzubauen. Das heißt aber nicht, das Weihnachten ausfällt.

Ich werde es in diesem Jahr nur anders feiern, ohne den äußeren Rahmen, aber mit viel Licht in Form meines Adventskranzes und Kerzen im Wohnzimmer. Heute morgen (Heiligabend) habe ich einen internationalen Internetgottedienst in Esperanto mitgefeiert. Gleich geht es in den Gottesdienst mit dem Musikverein in die Kirche, danach ein Abendessen.

Morgen werde ich lesen, beten, eine eigene Andacht halten und vielleicht irgendwo spazieren gehen. Am zweiten Weihnachtstag werde ich den Weihnachtsgottesdienst besuchen und ebenfalls ruhig den Tag verbringen. Das diesjährige Weihnachtsfest wird mehr innerlich gestaltet, aber sicher nicht weniger intensiv. Ich werde die Zeit nutzen, mich auf das Neue Jahr vorzubereiten, mit den kommenden Herausforderungen für mich persönlich, unser Land und für die Welt.

Esperanto: Ĉi-jare mi festos kristnakon en modesta maniero, sen kristnakarbo nek kripo. Tamen ne signifas, ke mi ne festos kristnakon. Mi nur festos alimaniere kun multaj lumoj kaj kandelo. Al

Dum hodiaŭa tago mi partoprenis al internacia retdiservo en Esperanto. Dum la Sankta Vespero mi partoprenos nia hejma katolika diservo kun nia vilaĝa orkestro. Morgaŭ kaj postmorgaŭ mi legu, preĝu kaj promenu. Estos verŝajne kvietaj festotagoj. Mi pretigos min por la nova jaro, por miaj personaj defioj kaj la aferoj de nia lando kaj nia tuta mondo.

Dit un Dat ut Baoken

Als Mitglied des Heimatvereins Bakum habe ich auch in diesem Jahr wieder die Broschüre „Dit un Dat ut Baoken“ erhalten. Seit sieben Jahren wird die Broschüre federführend von Hubert Kröger erstellt. Sie enthält unzählige Texte und Bilder aus der Geschichte meiner Heimatgemeinde Bakum. Dahinter steckt unfassbar viel Arbeit, besonders, aber nicht nur von Hubert Kröger, sondern auch von Leuten, die zum Beispiel die Namen der abgebildeten Personen haben. Die Seele der Broschüre ist allerdings Hubert Kröger, ohne den diese Broschüre sicher nicht in dieser Form möglich gewesen wäre.

Am Ende des Heftes verabschiedet sich Hubert Kröger von dieser ehrenamtlichen Tätigkeit und gibt die Verantwortung für die „Redaktionsleitung“ ab. Er verdient sich viel Dank und viel Respekt für sein langjähriges Engagement. „Dit un Dat in Baoken“ war und ist ein wichtiges Aushängeschild für den Heimatverein. Hubert Kröger hat allerdings weitaus mehr getan für den Heimatverein. Er hat die Website des Heimatvereins mit Leben gefüllt und Filme und Fotos bearbeitet. Man konnte ihn oft im Heimathaus im Archiv bei der Arbeit treffen.

Unser Heimatverein ist – wie viele andere Heimatvereine – im Umbruch. Die Gründergeneration tritt Schritt für Schritt ab, der Vorstand wird neu gewählt und nun muss sich eine neue Generation finden, die die Arbeit des bisherigen Teams weiter führt. Es geht weit mehr als nur um die Geschichte und Tradition einer Gemeinde und weit aus mehr als nur die Zukunft eines Heimatvereins. Es geht auch um die Zukunft einer Gemeinschaft und das Zusammenleben in einem Ort. Ich bin gespannt, wie die Geschichte des Heimatvereins und das Leben in unserer Gemeinde Bakum weiter geht.

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