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bloggt aus Bakum und aus seiner Welt

Bakumer Chor sucht Leute, die beim nächsten Konzert mit singen

Die Chorgemeinschaft Cäcilia Bakum hatte vor wenigen Wochen noch ihren fantastischen Auftritt in der St. Johannes-Kirche in Bakum. Als nächstes plant sie ein Konzert mit Musical, Filmmusik und bekannten Schlagern und Hits. Es macht Spaß, in einem vielstimmigen Chor mit 50 Sängerinnen und Sängern zu singen. Wenn du Lust hast und gerne singst, bist du herzlich eingeladen, zu unserer Chorprobe, donnerstags um 20 Uhr in die St. Johannes-Schule zu kommen.

Hier wohnen Weltbürger – Ĉi tie loĝas mondanoj

Esperanto suben – Ich habe unser Türschild ausgewechselt. Es enthält neben Namen und Adresse die Begrüßung Willkommen in vielen Sprachen der Welt und der Zusatz, dass hier Weltbürger wohnen. Das weist darauf hin, dass die Bewohner des Hauses sich gegen Nationalismus und Rechtsextremismus aussprechen. Es ist ein klares Statment auch gegen die AfD und andere rechte Parteien in Europa.

Mi anstataŭigis nian pordosignon. Krom niaj nomoj kaj adreso, ĝi montras la saluton ‘Bonvenon’ en multaj lingvoj el la tuta mondo, kune kun la noto, ke ĉi tie loĝas mondcivitanoj. Tio celas reliefigi, ke la loĝantoj de la konstruaĵo kontraŭas naciismon kaj dekstrulan ekstremismon. Ĝi ankaŭ estas klara deklaro kontraŭ la AfD (Alternativo por Germanio) kaj aliaj dekstrulaj partioj en Eŭropo.

Von Twitter über Mastodon zu Eurosky und Bluesky

Lange war ich begeisteter Nutzer von Twitter. Dem Kurznachrichtendienst, der Nachrichten in Sekunden in die ganzen Welt welt verbreitet. Doch spätestens, als im Jahr 2022 Elon Musk Twitter kaperte, das Waschbecken in die Twitter-Zentrale trug und daraus eine Propaganda Plattform für ultrarechte Verschwörungstheoretiker machte, war für mich auf Twitter Schluss.

Längst hatte ich das Fediversum entdeckt. Seit 2018 bin ich dort auf verschiedenen Plattformen unterwegs, auf Mastodon, Hubzilla, Friendica, Pixelfed und Peertube. Mittlerweile hat sich das Fediversum gemausert. In der Anfangszeit waren dort nur ein paar Nerds, die von einer friedlichen Social Media Welt träumten, ohne Hass und mit hoher Netzkultur. Heute findet man auch viele Universitäten, interessante Personen und Organisationen dort. Andererseits fehlen andere VIPs, Medien und vor allem fehlt politische Meinungsvielfalt. Im Fediversum riecht es stark rot-grün. Liberale und konservative Standpunkte werden dort hart attakiert. Das ist eigentlich schade. Zum Teil herrscht im Fediversum immer noch eine Ausgrenzung von Neuen, die sich nicht an die dort geltenden Moderations-Regeln halten wollen. Das wirkt auf viele nicht einladend.

Lange habe ich mich geziert, Bluesky auszuprobieren. Schließlich handelt es sich auch hier um ein US- Internetangebot. Das heißt, die Daten werden in den USA gespeichert. Seit kurzer Zeit gibt es Eurosky. Es wird von einem europäischen Unternehmen betrieben und ermöglicht über das AT Protocol einen Zugang zum Bluesky Netzwerk. Die Daten werden aber nach europäischen Datenschutzgesetzen auf europäischen Servern gespeichert. Mich reizte es, dies auszuprobieren. Dazu habe ich ein Konto bei Eurosky registrieren lassen und wähle mich damit auf Bluesky ein.

Bluesky wirkt auf den ersten Blick wie Twitter zu seinen besten Zeiten. Auf den zweiten Blick war ich enttäuscht. Auch dort fehlen viele Meinungsmacher, Parteien, VIPs und Kreative, die anscheinend lieber auf X als auf Bluesky posten. Warum eigentlich ist das so? Accounts selbst von Bundesministerien wurden seit Monaten dort nicht mehr aktualisiert. Wozu richtet man einen Account ein, ohne ihn zu pflegen?! Das hat mich schon im Fediversum verwundert. Dennoch findet man auf Bluesky Organisationen und Leute, die man im Fediversum nicht findet. Damit wird es durchaus zu einer Alternative zum Fediversum und natürlich vor allem zu X. Die Möglichkeiten, Inhalt auf Bluesky zu entdecken, sind etwas verwirrend. Es gibt zum Beispiel Starterpakete und Feeds, die Nutzer selber erstellen und teilen können. Neue Nutzer können zum Beispiel ein Starterpaket „Grünes Startpaket“ auf Bluesky nutzen und mit einem Klick 150 Bluesky-Accounts mit grünen Politikern folgen.

Leider nutzt Eurosky die Infrastruktur von Bluesky. Bluesky und die Atmosphere, das Ökosystem um das zugrunde liegende ATProtokoll, sind immer noch USA orientiert. Die Algorythmen empfehlen meistens US-Kanäle. Eine eigene europäische Infrastruktur fehlt noch. Man findet aber schnell deutsche Influencer, die auch in den anderen sozialen Netzwerken aktiv sind, wie Sixtus, Perowinger, Manuel Honkhase Altug etc. Die Parteien (bis auf die Grünen) sind dort allerdings dort noch kaum aktiv, genauso wie sie bisher das Fediversum noch nicht entdeckt haben. Einige wichtige Medienportale und Journalisten nutzen Bluesky dagegen recht rege, zum Beispiel der Ukraine Berichterstatter Vassili Golod (golod.bsky.social), die Großbritannien Spezialistin Annette Dittert (annettedittert.bsky.social) oder die ZDF Ankerfrau Marietta Slomka (mariettaslomka.bsky.social). Auch einige Medien wie der NDR (ndr.de), der Spiegel (spiegel.de), die Zeit (zeit.de) und die Frankfurter Rundschau (fr-zeitung.bsky.social) sind im blauen Himmel aktiv. Englisch sprachliche Medien wie The Guardian (theguardian.bsky.social) nutzen Bluesky intensiv.

Schon jetzt habe ich eine interessante Liste an interessanten Accounts auf Bluesky gefunden, die ich seit meinem Abschied von Twitter vermisst habe – und leider im Fediversum nicht wieder gefunden habe. Freunde habe ich aber auf Bluesky nach so kurzer Zeit nicht gefunden. Meine Kommunikation findet hauptsächlich im Fediversum statt. Dort habe ich einige Freunde, mit denen ich immer mal wieder kommuniziere, streite oder austausche. Im Fediversum nutze ich hauptsächlich Mastodon. Um ein Netzwerk aufzubauen, eignet sich das Fediversum bislang besser. Man kann Posts nur an Follower richten, nicht sichtbar in öffentlichen Timelines und öffentlich, anders als auf Bluesky, wo jeder Post öffentlich ist. Die Leute im Fediversum sind auch kommunikativer als auf Bluesky, ist mein erster Eindruck. Die Stärke von Bluesky sind globale Timelines und die bessere Suchfunktion.

Es sollen mit dem AT Protokoll neue europäische Alternativen zu Instagram, Twitter und tiktok entstehen. Die ensprechenden Apps gibt es bereits. Mit meinem Eurosky Account könnte ich sie sofort nutzen, wenn ich wollte. Man kann mit seinem Eurosky oder Bluesky Account alle Apps in der Atmosphere nutzen.

Neben Eurosky soll auch W Social als europäisches Soziale Netzwerk aufgegebaut werden. Betreiber ist ein schwedisches StartUp. Die Nutzer sollen sich mit einem Ausweis identifizieren, um W Social nutzen zu können. Damit soll vermieden werden, das KI-Bots auf W Social entstehen. Ob das Sinn macht, hängt davon ab, wie viele Leute bereit sind, W Social zu nutzen, das auch das AT Protokoll nutzt. Falls es mit Bluesky oder Eurosky föderiert, werden die Nutzer von W Social auch mit KI generierten Inhalten konfrontiert werden. Ich bin gespannt, ob sich europäische Alternativen gegenüber den BigTech Netzwerken Twitter, Instagram und tiktok behaupten können.

Beitragsbild: Screenshot meines Bluesky Profils

Der Vechtaer Landrat plädiert für Maß und Mitte

Wenn man den Vechtaer Tobias Gerdesmeyer trifft, trifft man einen Menschen, mit dem man gerne ein Bier trinken geht. Der freundliche Lohner ist ein Mensch, der Geselligkeit liebt, gerne lacht und sich unterhält. Er mag Spaß und liebt den Schützenverein, Stoppelmarkt und Borussia Dortmund. Bei letzterem scheiden sich ein wenig die Geister, die meisten Südoldenburger sind Werder Bremen Fans. Aber das nimmt Tobias Gerdesmeyer niemand übel.

Beliebt war Gerdesmeyer schon als Lohner Bürgermeister. Und nun ist er schon seit einigen Jahren als Landrat quasi Bürgermeister vom Landkreis Vechta. Viele Menschen im Landkreis Vechta kennen Gerdesmeyer, und auch er kennt viele Südoldenburger. Er repräsentiert den Landkreis und leitet die Kreisverwaltung. Klassische Aufgaben eines Hauptverwaltungsbeamten. Im Herbst sind Kommunalwahlen in Niedersachsen und auch Landrat Gerdesmeyer stellt sich wieder zur Wahl. Auf dem CDU-Kreisparteitag in Lohne hielt er eine Impulsrede zum Auftakt des Wahlkampfes.

Die CDU sei die Partei, die für Maß und Mitte stehe. Es gehe um das Wohl der Bürger. Und hier sei die CDU in Südoldenburg erfolgreich gewesen. Mit der Politik der CDU sei es gelungen, Wohlstand in unserer Region zu sichern. Grundlage für diesen Erfolg sei eine starke mittelständische Wirtschaft. Und für eine positive Haltung zu Wirtschaft und Landwirtschaft steht Gerdesmeyer. Ein weitere wichtige Grundlage für unsere Lebensqualität in Südoldenburg sei das Prinzip der Subsidiarität, wofür die CDU stehe, die weitgehende Selbstbestimmung der Bürger in der Gsellschaft. Der Staat müsse den Menschen vertrauen und ihnen den Rahmen geben, ihre Vorhaben zu realisieren. Die Kreisverwaltung soll Dienstleister für die Bürger sein. Die Vereine müssten gefördert werden, da sie unsere Gesellschaft bereichern.

Bei vielen Argumenten seiner Impulsrede bekam Gerdesmeyer Beifall von den CDU-Mitgliedern. Weniger ideologischer Streit und stattdessen mehr Gemeinschaft, das spricht vielen CDU‘ lern aus der Seele. Auch die ständige Unzufriedenheit in der Gesellschaft bringe uns nicht voran, sagte Gerdesmeyer und appellierte, sich stattdessen selber aktiv in der Gesellschaft und der Partei, natürlich der CDU, zu engagieren. Und am Ende soll man natürlich auch nicht das gemeinsame Feiern vergessen. Die Gemeinschaft hält unsere Gesellschaft zusammen. Und genau das macht Südoldenburg aus.

Gemeinsam mit anderen Bakumern nahm ich mit anderen Bakumern am CDU-Kreisparteitag teil.

Bild CDU Bakum: Bakumer CDU-Mitglieder mit der Vorsitzenden der CDU Bakum Martina Spille und Landrat Tobias Gerdesmeyer im Lohner Innovations Center

Tag des Lokaljournalismus

Heute, der 5. Mai, ist der Tag des Lokaljournalismus. Viele Zeitungen beteiligen sich daran. Lokaljournalismus ist heute gefährdet. Die Abonnentenzahlen und Auflagebei den Zeitungen sinken. Eine gedruckte Zeitung ist heute ein Produkt der Vergangenheit. Druck und Vertrieb sind heute kaum noch bezahlbar und realisierbar. Vor allem, weil die Nachfrage nach einem solchen Produkt im Zeitalter der KI und mobilen Internets nicht mehr existiert. Nachrichten werden häufig schneller digital verbreitet, als sie gedruckt werden können. Eine gedruckte Zeitung ist immer von gestern.

Zeitungsverlage müssen deshalb den Schritt zu digitalen Angeboten schaffen und deutlich schneller werden, ohne an Qualität und Hintergrundinformation zu verlieren. Die Produkte der Zukunft sind Newsportale, Epaper, Podcasts, Lokalblogs etc. Die Medienhäuser brauchen Kunden, die diese Angebote nachfragen. Wird es sie in Zukunft geben, das ist die Kernfrage.

Ich habe über zwanzig Jahre als freier Mitarbeiter bei der Oldenburgischen Volkszeitung und als Lokalblogger (Bakum-Shopping.de) lokale Berichterstattung betrieben. Auf der anderen Seite braucht es einen unabhängigen Journalismus. Wir dürfen den KI Bots, den asozialen Netzwerken und Tech-Milliardären nicht das Nachrichtengeschäft überlassen. Es braucht einen unabhängigen Journalismus, der kritisch berichtet, und nicht von Algorithmen gesteuert wird.

Die Medienhäuser müssen sich aber auch selbst kritisch hinterfragen. Jahrelang sind sie auf der Welle asozialer Netzwerke wie Facebook mit geschwommen, in der Hoffnung, damit neue Leser zu erreichen. Derzeit setzen auch sie immer mehr Künstliche Intelligenz für die Produktion ihrer Inhalte ein, um Kosten zu sparen. Dabei drohen sie von dieser Entwicklung aufgefressen zu werden.

Werden in Zukunft Computer Lokalnachrichten in Rechenzentren von Redaktionsnetzwerken irgendwo in Deutschland oder Ausland per KI erstellen? Das kann es nicht sein! Die Kunst bleibt, die Handschrift des Lokaljournalismus zu erhalten erhalten. Dazu braucht es auch in Zukunft Menschen, die vor Ort berichten, die die Leute kennen, die Zusammenhänge recherchieren und auch ansprechbar für die Leser sind. Das geht aber nur, wenn auch Kunden bereit sind, für den Lokaljournalismus zu bezahlen.

Vortrag Bastian Ernst: Wie verteidigungsbereit sind wir in Europa?

Im Bürgerhaus Holdorf sprach auf Einladung der Europa-Union Deutschland, Kreisverband Vechta, der Bundestagsabgeordnete Bastian Ernst (CDU) zum Thema Verteidigung. Ernst ist Bundestagsabgeordneter für Delmenhorst, der Wesermarsch und Oldenburg-Land. Außerdem ist er Mitglied im Verteidigungsausschuss und seit kurzer Zeit Vorsitzender des Reservistenverbandes.

Sein Plädoyer war, Europa müsse schnellstmöglich wieder verteidigungsfähig werden. Die Werte der Freiheit und der Demokratie würden durch Russland erheblich bedroht. Die Bundeswehr sei eine wichtige Stütze der Demokratie, sei aber aufgrund einer verfehlten Politik nicht mehr verteidigungsfähig. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion glaubte man sich nur noch von Freunden umgeben. An Ausrüstung wurde immer mehr gespart, die Bundeswehr wandelte sich von einer Verteidigungsarmee zu einer Armee für internationale Einsätze. Die Wehrpflicht wurde ausgesetzt, was die Bundeswehr weiter personell geschwächt habe. Nicht nur die miltärische Ausrüstung, sondern auch die Infrastruktur sei ausverkauft worden. Grundstücke und Kasernen wurden in Wohngebiete und Wohnungen verwandelt.

Mit dem aggressiven militärischen Angriff Russlands auf die Ostukraine und der militärischen Annexion der Krim im Jahr 2014 und spätestens mit dem Ausbruch des Krieges in der Ukraine im Jahr 2022 sei es zu einem schrittweisen Umdenken in Deutschland gekommen. Verstärkt werde dieser Prozess durch die veränderte weltpolitische Lage. Das transatlantische Verhältnis zur USA habe sich unter Präsident Trump gewandelt. Deutschland könne sich nicht mehr uneingeschränkt auf den Schutz durch die USA verlassen, sondern müsse selbst für seine Verteidigungsfähigkeit sorgen. Ernst plädierte aber dafür, dass die Europäische Union (EU) sich aus einer Position der Stärke weiterhin für den Fortbestand der transatlantischen Sicherheitspartnerschaft einsetzt.

Eine starke und geeinte EU bleibe für die USA im eigenen Interesse ein unverzichtbarer Partner. Deshalb müsse der atomare Schutzschirm müsse auch in Zukunft von den USA gewährleistet werden, betont Ernst und sprach sich gegen eine atomare Aufrüstung Deutschlands und der EU aus. Deutschland habe aber eine besondere Verantwortung und müsse eine Führungsrolle in Europa übernehmen: „Die Länder um uns herum erwarten von Deutschland einen Beitrag für die Verteidigungsfähigkeit,“ sagte Ernst.

Entscheidend sei aber, dass Deutschland in seine Verteidigung investiert. Dazu müsse für die notwendige Infrastruktur, eine moderne Ausrüstung und ausreichend militärisches Personal gesorgt werden. Laut Ernst braucht die Bundeswehr 260.000 aktive Soldaten und ca. 200.000 Reservisten. Dies soll zunächst durch den freiwilligen Wehrdienst gewährleistet werden. Falls dies nicht gelingt, müsse auch die Wehrpflicht wieder eingeführt werden, fordert Ernst. Außerdem muss die Reserve für den Heimatschutz wieder aufgebaut werden.

Die Bundeswehr wird in den nächsten Jahren wieder deutlicher präsent werden, so Ernst. Die Bevölkerung müsse sich auf mehr Übungen von Nato-Soldaten einstellen. Die allgemeine Haltung der Bevölkerung zur Bundeswehr habe sich in jüngster Zeit erfreulich positiv entwickelt. Aber in großen Teilen der Gesellschaft fehle es in Deutschland noch an der Bereitschaft, selbst etwas die eigene Verteidigung Verantwortung zu übernehmen. Ganz anders sei dies in den skandinavischen, baltischen Staaten und dem Nachbarland Polen. Dort meldeten sich viele freiwillig zur Armee, im Bewusstsein, dass sie sich und ihre Angehörigen vor Russland schützen müssten. Die Polen und die Balten seien ein Vorbild für Deutschland, meinte Ernst.

Beeindruckt war Ernst auch von seinen Erfahrungen, die er in der Ukraine sammelte. In Lemberg und in Kiew sah er selber die Einwirkungen des Krieges auf die Menschen und verbrachte auch einige Nächte im Schutzraum. Russland führe seinen Krieg gegen die Bevölkerung und zerstöre Wohnhäuser und Krankenhäuser. Trotz ihres Leidens hielten die Ukrainer aber daran fest, ihre Heimat gegen den Agressor zu verteidigen, berichtete Ernst.

Im Anschluss der Rede wurde mit dem Abgeordneten Ernst noch angeregt über die sicherheitspolitische Lage diskutiert.

Beitragsbild: Bundestagsabgeordnerter Bastian Ernst beim Vortrag der Europa-Union Deutschland, Kreisverband Vechta. (Foto: Rosenbaum)

Kann alkoholfreies Bier eine Alternative sein?

Eigentlich gehört Alkohol zum Bier wie Koffein im Kaffee. Zuviel des Guten ist allerdings schädlich. Mit zunehmendem Alter muss man maßvoll mit Genussmittel sein. Fettarmes Essen, weniger Alkohol, weniger Zucker und maßvoller Genuß von koffeinhatigen Getränken ist spätestens nach dem Eintritt von ernsthaften gesuchheitlichen Problemen angesagt. Ich bin gerade auf der Suche nach alkoholfreiem Bier, das mir schmeckt und habe ein paar Biersorten ausprobiert. Wenn man, wie ich, passionierter Biertrinker ist, ist alkoholfreies Bier schon eine Herausforderung. Ein leckeres Alkoholfrei zu entdecken, erweist sich für mich als nicht so einfach, wie unten stehende Liste zeigt. Natürlich ist das Geschmackssache und daher ein rein subjektiver Meinungsbeitrag von mir. Daher soll dies keinesfalls ein Werbebeitrag für eine bestimmte Marke sein. Im Geschmack scheiden sich bekanntlich die Geister. Und nun zu meinen Test:

Krombacher 0,0%

hat mich nicht überzeugt. Mag ich nach der zweiten Flassche nicht mehr trinken

Störtebecker Frei-Bier

Ich trinke sehr gerne das alkoholhaltige Atlantic-Ale von Störtebecker. Herb, frisch und rund. Aber beim Frei Bier fehlt mir die Note.

Neumarkter Lammsbräu Bio alkoholfrei

Nach etwas Gewöhnung gefällt mir das Lammsbräu vom Geschmack her bei den alkoholfreien Bieren bislang am besten.

Jever Fun

Wer herbes Jever mag, mag sicher auch das frische Jever Fun. Zur Erfrischung trinke ich mal gerne eins, aber nicht unbedingt mehr, dafür ist es mir zu herb und mir fehlt es dann doch an Note.

Bitburger 0.0% alkoholfrei

Isotonisch, Vitaminhaltig, Alkoholfrei. Das ist die Werbung für Bitburger 0,0%. Nun erwartet niemand von Bier, dass es ein Vitamingetränk ist. Mehrere alkoholfreie Biere werben wie Bitburger damit, dass es isotonisch sei, also die Flüssigkeit gut verdaulich sei. Das ist schön, aber deshalb trinkt niemand das Genussmittel Bier.

Oettinger alkoholfrei

Oettinger alkoholfrei stillt den Durst. Nach einer Flasche bin ich satt, habe aber auch genug. Kann man trinken, aber sticht für mich nicht heraus.

Becks alkoholfrei

Das Becks alkoholfrei ist auch relativ geschmacksfrei. Besonders, wenn das Bier wärmer wird, weil man es nicht so schnell trinkt, schmeckt es nicht mehr.

Pülleken alkoholfrei

Letztens war eine Vermarktung von Pülleken Bier. Dort bekam ich eine Flasche alkoholfrei geschenkt. Ich mag durchaus mal so eine kleine Knubbelflassche mit eine der alkoholhaltigen Sorten, aber das alkoholfreie Bier spricht mich nicht an.

Erdinger alkoholfrei

Erdinger alkoholfrei gibt es oft auf Festen oder in Gastwirtschaften als alkoholfreie Alternative. Es wird teilweise sehr hochgelobt. Allerdings ist es auch durchaus süffig und malzig.

Ols 0,0% nüchtern

Als gebürtiger Oldenburger und Fan der Oldenburger Brauerei trinke ich gerne mal eine Flasche erfrischendes alkoholhaltiges Ols Bier naturtrüb. Das hat eine frische Hopfenwürze aber auch einen angenehmen Malzgeschmack. Beides fehlt mir aber bem Ols nüchtern, als alkoholfreie Alternative fällt es bei mir durch.

Flensburger Frei

Gebraut mit Küstengerste und Wasser der Flensburger Gletscherquelle, eben ein echtes Flensburger Pilsener, nur ohne Alkohol, so wird dafür geworben. Ich ziehe auf den ersten Schluck das Flens mit Alkohol vor. Das Flensburger Frei sagt mir, ein echtes Flensburger braucht Alkohol. Obwohl, auf den zweiten Schluck ist es gar nicht so schlecht. Es ist ganz gut trinkbar, wenn man dazu was isst.

Fazit

Kann alkoholfreies Bier eine Alternative zu echtem Bier sein? Nicht wirklich. So richtig begeistert hat mich kein Bier ohne Alkohol. Andererseits – wenn man kein Alkohol trinken darf oder möchte, bleibt nur wenig andere Alternativen zum alkoholfreien Bier. Niemand trinkt einen ganzen Abend Apfelsaftschorle oder Saft. Geschweige denn Sprudel oder Cola. Wegen des Zuckergehaltes sind letztere Getränke die noch schlechtere Alternative. Am besten unter den Alkoholfreien gefielen mir bis jetzt am ehesten das Neumarkter Lammsbräu, das Flensburger Frei und das Erdinger Alkoholfrei. Ich werde noch weiter testen. Vielleicht wird dann ja ein alkoholfreies Bier doch zur Alternative zum „echten“ Bier.

Warum WhatsApp kein sicherer und privater Messenger Dienst ist

WhatsApp wird heute gerne genutzt, um etwas bekannt zu geben. Informationen werden gerne in Gruppen geteilt. Dabei wird oft vergessen, dass WhatsApp längst kein privater Messengerdienst ist sondern ein soziales Netz. Beiträge auf WhatsApp können jederzeit an Dritte weiter geleitet werden. Dies gilt übrigens nicht nur für Beiträge in Gruppen sondern auch für Beiträge in jedem privaten Chat.

Leider hat WhatsApp schon seit längerer Zeit abgestellt, den Namen des originalen Verfassers geteilten Beiträgen hinzuzufügen. So erhielt ich über ein Mitglied meiner Gruppe eine geteilte Bekanntmachung, dass der Dinklager Bürgermeister Putthoff zurückgetreten sei. Signiert wurde sie angeblich vom Ratsvorsitzenden Robert Blömer.

Auf Nachfrage teilte unser Gruppenmitglied mit, dass er diesen Beitrag von einem „zuverlässigen“ Bekannten erhalten habe, also gar nicht von Robert Blömer selber. Falls Blömer selber diesen Beitrag per WhatsApp in seine Gruppe geteilt hat, kann er nicht mehr kontrollieren, ob dieser Beitrag außerhalb seiner Gruppe weiter verbreitet wird. Umgekehrt können die Empfänger, denen der Beitrag weitergeleitet wurde, nicht sicher sein, dass Robert Blömer tatsächlich Verfasser dieses Beitrags war. Der Name des ursprünglichen Verfasser steht nicht im geteiltem Beitrag.

Man kann die Weiterleitung von Beiträgen in WhatsApp nicht global verhindern. Deshalb sollte man Informationen, die nicht außerhalb einer WhatsApp Gruppe verbreitet werden sollen, nie auf WhatsApp verbreiten. Und man sollte geteilte Beiträge immer mit Misstrauen entgegennehmen. Wer hat den Beitrag verfasst? Ist der Inhalt wirklich wahr?

In diesem Falle handelt es sich offenbar um keine Falschnachricht. Der Dinklager Bürgermeister hat laut OM-Medien tatsächlich seinen Rücktritt erklärt. (Oldenburgische Volkszeitung vom 27. April). Ob Robert Blömer aber tatsächlich Verfasser dieses in der WhatsApp geteilten Beitrags war, bleibt offen.

Beitragsbild: Screenshot des weiter geleiteten WhatsApp Beitrags, angeblich von Robert Blömer signiert.

Anruf von der Bank, die mal hier zu Hause war

Meine Bank hat die Filiale in meinem Dorf längst geschlossen, sie schließt zunehmend auch die letzte Filiale in der näheren Umgebung. Ihr wisst sicher schon, welche Bank ich meine. Die Bank mit dem grünen Logo. Wenn ich mit der Bank Kontakt aufnehmen möchte und nicht in die Filiale in die Stadt fahren will, muss ich das Internet benutzen oder eine Hotline anrufen. Mein langjähriger Kundenberater, mit dem ich bislang meine Geldanlagen geregelt habe, wurde nun offenbar auch ausgewechselt. Dies erfuhr ich per Zufall, durch einen Telefonanruf. Mein alter Bankberater hat sich bislang nicht bei mir verabschiedet. Auch ein Schreiben von der Bank, dass ich ab sofort von einem neuen Berater betreut werde, bekam ich nicht. Das ist der Rest von einem persönlichen Service dieser Bank.

Letztens erhielt ich einen Anruf vom CallCenter meiner Bank. Eine freundliche Dame rief an und fragte, ob ich einen Termin mit meinem Kundenberater Herrn Sowieso wünsche. Ich antwortete, dass ich Herrn Sowieso nicht kenne. Mein richtiger Kundenberater ist der Herr MitAnderemNamen. Die CallCenterAgentin war nun ganz verwirrt. Offenbar wusste sie nicht, dass der Herr Sowieso erst ganz kurzfristig von der Bank mir zugeteilt wurde. Ich bat sie, sich mal darum zu kümmern, wer mein Kundenberater ist, und legte auf. Darauf hin schaute ich in meine aktuellen Bankauszüge und stellte fest: Die Telefon-Agentin hatte offenbar tatsächlich Recht! Auf den Auszug, den ich tags vorher in meinem Online Banking zugestellt bekam, stand der Name des neuen zuständigen Beraters!

Der neue Stil der Bank ist, ihre Kunden mit CallCentern zu „betreuen“, um mit den Bankkunden Termine mit ihren Beratern vermitteln, die dann die Geldanlagen an die Kunden verkaufen sollen. Das ist nicht mein Stil! Ich habe lieber persönlichen Kontakt. Bislang rief mein alter Kundenberater selber bei mir an, um mit mir einen Termin zu vereinbaren. Nun macht dies das CallCenter aus der Stadt. Allerdings; Weiß ich, ob meine Bank oder ein Krimineller anruft? Wenn ein wildfremder Mensch anruft, kann man nie sicher sein. Selbst Telefonnummern können täuschen. Ich bin Boomer und damit Zielgruppe von Kriminellen, die gerne mich überzeugen wollen, dass mein Geld, am besten bar, bei ihnen in besten Händen ist!

Das Telefon wird mir immer suspekter. Immer häufiger werden Telefonanrufe für kriminelle Aktivitäten missbraucht, zum Teil wird berichtet, dass sogar mit KI Stimmen gefälscht werden. Theoretisch ist es denkbar, dass man von einem Bankmitarbeiter enen Anruf bekommt, der mit Hilfe künstlicher Intelligenz gefälscht wurde. So kann man sich nicht darauf verlassen, dass ein Telefonanruf sicher ist.

Ich habe darum nun wieder alle Anrufbeantworter für Festnetz- und Mobilnummer angeschaltet. Freunde und natürlich auch mein neuer Bankberater können mir gerne eine Nachricht auf meine Mailbox aufsprechen. Ich rufe dann selber bei meinen Freunden oder bei der OLB zurück. CallCenter und Kriminelle lieben Anrufbeantworter nicht. Jedenfalls sprechen sie keine Nachricht drauf. Damit bleiben sie dann außen vor. Alle anrufenden Nummern werden von mir regelmäßig gecheckt. Unbekannte Vorwahlen und Nummern, die nach Callcentern aussehen, werden von mir gesperrt.

Beitragsbild: Das Haus, in dem viele Jahre lang die OLB-Filiale war, wird heute von einem Gastronomiebetrieb genutzt. (Foto: Rosenbaum

Den Autoposern die Show stehlen

Seit Tagen sind Autoposer das Thema der Kreisstadt Vechta. Sie demonstrieren ihre Autos nicht nur lautstark sondern führen laut Bericht von OM Medien auch Autorenen durch, sogar in der Großen Straße. Beliebt als Treffpunkte für Autofanatiker warem Parkplätze von Einkaufszentren. In Vechta stehen schon fast auf allen Parklätzen von Supermärkten und Discountern Schilder mit Einfahrtsverbot von Motorrädern und Autos von 22 bis 6 Uhr. Dies soll laut Bericht gewirkt haben, die Autoposer Scene wurde dort weitgehend verdrängt. Dennoch treiben sie weiter ihr Unwesen in Vechta und treffen sich anscheinend woanders.

„Die Autoposer wollen gesehen werden. Und Vechta bietet die Bühne“, heißt es im Artikel. Ich verstehe nicht, dass man diese Bühne den Autoposern nicht entzieht, indem man abends die Straßen für den öffentlichen Verkehr sperrt. Nur Anlieger dürfen dann die Vechtaer Einkaufsmeile befahren. Damit würden die Autoposer auch aus der Großen Straße verdrängt. Man könnte das mit Nachdruck auch durchsetzen, indem man Poller nachts ausfährt, zum Beispiel am Neuen Markt oder an der Einmündung Marschstraße in die Große Straße (Gastwirtschaft Banane). Wenn man den Bereich, wo das Nachtleben stattfindet, den Autoverkehr unterbindet, ist auch die Show mit den Autoposern verbei.

Wer beim nächtlichen Autorennen durch die Stadt erwischt wird, sollte nach meiner Meinung für eine längere Zeit den Führerschein abgeben. Dann hat derjenige Gelegenheit, das Anrufbussystem Moobil plus in Vechta auszuprobieren. Das entschleunigt ungemein! Nachts rollt kein Anrufbus durch Vechta.

Ich glaube aber nicht, dass daraus was wird. Denn ein bisschen lebt Vechta ja auch vom Nimbus der autofreundlichen Stadt, in der man sich gerne auch mit dem Auto zeigen darf. Sehen und sich sehen lassen bringt Leute und Leben in die Stadt. Sonst würde man die Große Straße viel stärker verkehrsberuhigen. Da gäbe es durchaus Möglichkeiten, zum Beispiel mit Bodenschwellen und häufigere Nutzung als Fussgängerzone. Denn auch tagsüber rollen gerne Möchtegernstarke mit ihren PS-Boliden durch die Vechtaer Einkaufsmeile, um Aufmerksamkeit bei dem Publikum zu erregen. Gerne lässt man dabei auch mal den Motor aufheulen, um Kante zu zeigen.

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