bloggt aus Bakum und aus seiner Welt

Etikedo: AfD

Warum ich temporär wieder Instagram benutze

Die Instagram App ist eigentlich seit langer Zeit von meinen Geräten verbannt. Doch seit heute habe ich sie bis zu den Kommunalwahlen in Niedersachsen im September installiert. Ich benutze sie nur, um mich über den kommunalen Wahlkampf zu informieren und meine Aktion AfD freie Zone zu verbreiten.

Warum Insta?

Ich nutze ansonsten nur Signal und WhatsApp für lokale Kontakte. Da ich dort nur ganz wenige Menschen aus meinem lokalen Umfeld in meinen Kontakten habe, kann ich damit wenig erreichen. Bei Instagram folgen mir immerhin 30 Leute, obwohl ich mein Konto dort eigentlich inaktiv ist. Ich hatte dort nur ein altes Reel veröffentlicht. Das habe ich aber inzwischen wieder gelöscht. Außer auf Insta poste ich natürlich auch auf Mastodon und Bluesky. Die beiden sozialen Netzwerke werden aber in meinem lokalen Umfeld kaum benutzt, daher kann ich im kommunalen Wahlkampf dort auch kaum Leute erreichen.

Daher ist Instagram für meine Aktion AfD freie Zone alternativlos.

Was will ich auf Insta posten?

Ich habe meinen Flyer und den von mir entworfenen Aufkleber dort veröffentlicht. Außerdem habe ich ein neues Reel erstellt, in dem ich auffordere, aktiven Wahlkampf gegen die AfD zu machen. Zum Beispiel bei Freunden. Oder ein Plakat gegen die AfD aufzuhängen.

Wen will ich erreichen?

Zunächst mal natürlich die 30 Follower. Darüber hinaus hoffe ich, über die hashtags #noafd und #afd vielleicht noch weitere Nutzer zu erreichen.

Was will ich auf Instagram erreichen?

Ich möchte die Leute motivieren, aktiv zu werden, in welcher Form auch immer. Sie dürfen zum Beispiel meinen Flyer ausdrucken und verteilen. Außerdem habe ich sie eingeladen, meinen Aufkleber bei spreadshirt.de zu bestellen. Ganz wichtig ist mir, ein Zeichen gegen Rechts zu geben und mich aktiv gegen die AfD einzusetzen. Mir ist klar, dass ich möglicherweise wenig mit meinen Postings erreiche. Aber ein Versuch ist es für mich wert.

Nach der niedersächsischen Kommunalwahl werde ich mein „Insta“ wieder in den Dämmerschlaf versetzen, die App löschen und mich nur über den Browser einloggen, wenn ich dort mal was nachschauen möchte.

Aktion: AfD-freie Zone – kampanjo: AfD libera zono

Esperanto suben. Ich lade dich zur gemeinsamen Aktion „AfD-freie Zone“ ein. Du kannst mitmachen. Sprich mit Freunden, hänge Plakate gegen die AfD auf, verteile Flyer, verfasse oder teile Posts gegen die AfD in Sozialen Netzwerken.

Der Kommunalwahlkampf in Niedersachsen beginnt, die ersten Wahlplakate hängen bereits. Am 13. September werden in Niedersachsen Landräte, Kreistage und Gemeinderate neu gewählt, auch in Bakum! Daher wird es wieder Zeit, die Aktion AfD-freie Zone zu starten. Ich erkläre meinen Bereich als AfD-Freie Zone und kämpfe dafür, dass die AfD in Bakum möglichst keinen Fuß fasst. Bei den letzten Kommunalwahlen wurde die AfD aus dem Bakumer Gemeinderat wieder abgewählt. So soll es auch diesmal sein. Falls dies nicht gelingt, bleibt zumindest mein Wohn- und Lebensbereich AfD-freie Zone.

Ich hoffe, dass sich möglichst viele anschließen und das Gleiche machen. Sich klar und deutlich von der AfD distanzieren.

In Zeiten des Rechtsrucks ist eine Positionierung gegen Rechtspopulismus und Rechtsextremismus wichtig. Diese Partei will einen nationalistischen Staat und ist eine rassistische und fremdenfeindliche Partei. Sie will die EU zerstören. Unser Wohlstand beruht auf einen internationalen Austausch und Handel. Als Europäer bin ich überzeugt, dass wir Wohlstand und Frieden nur in einem freien Deutschland und geeinten Europa gewährleisten können. Auch den Wohlstand bei uns im Oldenburger Münsterland!

Auch im Oldenburger Münsterland greift der Rechtspopulismus um sich. Ich höre dies in meinem Bekanntenkreis immer wieder, dass Menschen mit der AfD zumindest inhaltlich sympathisieren, zum Teil auch aus Enttäuschung zu den etablierten Parteien. Die AfD bringt uns keinesfalls die guten alten Zeiten zurück. Unser Oldenburger Münsterland profitiert vom Handel und Wandel in Europa und der Welt, gerade die Unternehmen in der Agrarwirtschaft. Die AfD gefährdet unseren Wohlstand, auch im Oldenburger Münsterland!

Kommunal hat die AfD bislang nichts zu unserem Oldenburger Münsterland beigetragen. Dies bestätigen mir immer wieder Kreistags- und Gemeinderatsmitglieder. Häufig zeichneten sie sich für Desinteresse an kommunalen Themen aus und blieben Ratssitzungen sogar fern. Ihr Hauptinteresse liegt darin, Macht in Berlin zu gewinnen. Daher können wir auf diese Partei bei uns im Oldenburger Münsterland gerne verzichten.

Als Christ, Europäer und als Esperantist spreche ich mich gegen Nationalismus und einseitigen Patriotismus aus. Die AfD ist demokratieschädlich, antisemitisch und völkisch. Letztendlich ist sie auch anti-christlich, denn sie will den Einfluss der christlichen Kirchen erheblich einschränken. Die Kirchen haben mehrfach vor der AfD gewarnt. Das alles passt nicht zum Oldenburger Münsterland,

Download: AfD Abstieg für Deutschland (Broschüre der CDU)

Esperanto: La 13-an de septembro en Malsupra Saksio (federacia lando en Germanio) okazos elektoj por elekti distriktajn administrantojn, distriktajn konsiliojn kaj lokajn konsiliojn – inkluzive en Bakum, kie mi loĝas! Do denove estas tempo lanĉi la kampanjon “AfD-Libera Zono”. Mi deklaras mian regionon AfD-Libera Zono kaj batalos por certigi, ke la AfD ne akiros piedtenon en Bakum, se entute eblas. AfD estas la ekstrema dekstra partio Alternativo por Germanio.

Kiel kristano, eŭropano kaj esperantisto, mi kontraŭas naciismon kaj unuflankan patriotismon. La AfD estas malutila al demokratio, antisemita kaj etno-naciisma.

En mia germana artikolo mi malkaŝe kaj rekte invitas ĉiun leganton engaĝiĝi en la kampanjo kontraŭ AfD. Ĉiu devus paroli pri ĝi kun siaj amikoj, disdoni flugfoliojn kaj afiŝi en sociaj retoj kontraŭ la AfD.

Beitragsbild: Keine Stimme für die AfD – Anwohner gegen Rechts
Blogbildo (supren): Neniu voĉdono por AfD – loĝantoj kontraŭ dekstremuloj

Abstieg für Deutschland – die Anti – AfD Kampagne der CDU

Die CDU hat eine Broschüre herausgegeben, in der sie sich ganz klar von der AfD abgrenzt. Download: Abstieg für Deutschland (pdf).

In diesem Dokument stellt die CDU klar, dass die AfD keine bürgerliche Partei und kein konservativer Wettbewerber ist. Sie ist sogar demokratieschädlich und will Europa spalten. Die Broschüre stellt in einer Klarheit, die ich lange bei der CDU vermisst habe, dar, dass es keinerlei Berührungspunkte zwischen Christdemokraten und der AfD gibt. Daher kann es auch keinerlei Zusammenarbeit der CDU mit der AfD geben. Dieses Papier schließt also eine Zusammenarbeit prinzipiell aus, die bei einigen Mitgliedern und Verbänden der CDU in den östlichen Bundesländern schon geben soll. Folgende Punkte nennt das Papier:

  • Die AfD ist demokratiefeindlich
  • Die AfD ist antisemitisch und will die Verantwortung für unsere Geschichte tilgen
  • Die AfD ist völkisch und ausländerfeindlich

Das Papier bietet viele Argumente dagegen, die AfD zu wählen oder in irgendeiner Form zu unterstützen. Auch bei uns steigt die Zahl der Leute, die die AfD wählen, weil sie mit der aktuellen Politik unzufrieden sind. Wer nicht möchte, das Leute in unsere Gemeinderäte gewählt werden, die zu keiner Lösung eines Problems beitragen, sollte in seinem Umfeld die Menschen mit guten Argumenten überzeugen, dass die AfD nicht nur für den Abstieg von Deutschland sondern auch für den Abstieg unserer bislang erfolgreichen Heimat Südoldenburg steht: Gemeinschaft statt Spaltung – Gastfreundschaft und Zusammenarbeit mit fremden Menschen – wirtschaftlicher Erfolg und Wohlstand weit über unsere Grenzen hinaus. Ein starker Grund, dass unser Südoldenburg bislang so erfolgreich ist, dass es Rechtsextremismus keine Chance lies. Dafür steht auch unsere CDU in Südoldenburg!

Dieser Beitrag ist auch Teil meiner Kampagne AfD-freie Zone

Ich unterstütze die CDU-Plattform Compass Mitte

Seit wenigen Tagen gibt es die CDU-Plattform Compass Mitte. Sie will das Profil der CDU als bürgerliche Partei der Mitte schärfen. Vor allem will sie, dass die CDU sich klar von der rechtsextremen Partei AfD abgrenzt.

Als Christdemokrat unterstütze ich die Haltung, dass das „C“ in der CDU nicht nur in Sonntagsreden benutzt wird sondern wieder mehr Maßstab politischen Handelns der CDU sein muss. Die CDU ist keine konservative oder gar nationalistische Partei. Sie basiert auf konservativen, liberalen UND sozialen Grundsätzen, auf Basis des christlichen Menschenbildes. Die CDU ist und bleibt eine Europapartei und steht für weltweiten Austausch in Handel, Wissenschaft und Kultur.

Deshalb ist jede Form von Zusammenarbeit mit der rechtsextremen AfD ausgeschlossen. Die CDU darf auch keine Anträge stellen, die nur mit Stimmen der AfD mehrheitsfähig sind. Und vor allem: Die CDU Politik darf in keinerlei Weise ein Steigbügelhalter für die AFD werden, das gilt vor allem in der Ausländer- und Migrationspolitik. Das heißt nicht, dass die Ordnung der Migration grundsätzlich falsch ist. Sie muss aber klarer kommuniziert werden. Wir brauchen eine geordnete Migration und werden Einwanderungsland bleiben. Vor allem aber wollen wir ein Europa ohne Binnengrenzen, sowie ein weltoffenes Land bleiben, das sich nicht abschottet sondern international mit anderen Ländern zusammenarbeitet. Darauf basiert unser Wohlstand.

Die Tatsache, dass in Teilen unseres Landes die AfD bereits stärker als die CDU ist und in einigen CDU-Verbänden der Ruf nach einem Ende der Brandmauer und einer Zusammenarbeit gefordert wird, ist besorgniserregend. Hier müssen alle Christ-Demokraten Einspruch erheben!

ls Christdemokrat habe ich mich schon seit vielen Jahren im Rahmen meiner Aktion AfD-freie Zone klar und eindeutig eingesetzt. Mir geht es wie tausenden Parteifreundinnen und Parteifreunden der CDU. Sollte es in irgendeiner Form zu einer Zusammearbeit der CDU mit der AfD kommen, würde ich meine christ-demokratische Heimat in der CDU verlieren. Deshalb habe ich auch meine Unterschrift als Unterstützer der Plattform Compass Mitte gegeben. Infos und die Möglichkeit, sich an der Initiative mit seiner Unterschrift zu beteiligen, gibt es unter https://www.compassmitte.net

Ist Südoldenburg noch eine AfD-freie Zone?

Südoldenburg stand einmal für den Kampf gegen den Nationalsozialismus und eine rechtsextremistische, menschenfeindliche Ideologie. Unsere Region stand mal für den Kreuzkampf. An diesem Abend scheint eine historische Wende stattgefunden zu haben. Erste Wahlkprognosen für den Landkreis Vechta und den gesamten Wahlkeis Cloppenburg-Vechta 32 zeigen, dass die AfD in beiden Landkreisen weit mehr als 20% der Stimmen bekommen hat und damit sogar über den Bundestrend liegt. Selbst in Bakum erreichte die AfD ein Ergebnis weit über 10%. Also ist auch unser Dorf keineswegs mehr AfD-frei.

Die CDU als stärkste Partei kann nicht mehr anderen Parteien die Verantwortung für diese Entwicklung allein zuschieben. Der Schwerpunkt des Wahlkampfes auf Migrationspolitik hat der CDU wenig genutzt. Der CDU gelang es nicht, damit den starken Zuwachs der AfD zu verhindern. Es bleibt zu analysieren, aus welchen Gesellschaftsschichten die AfD gewonnen hat und warum die CDU diese Wähler nicht erreicht. Das Ziel von Merz, die AfD zu halbieren, ist mit dieser CDU-Strategie gescheitert.

Lange hat die CDU sich einer klaren Abgrenzung entzogen, erst relativ spät haben CDU Vertreter die Unterschiede klar heraus erarbeitet: Das klare Bekenntnis zur NATO und zur Europäischen Union, die eindeutige Abgrenzung zu einer Russland freundlichen Politk. Leider steht mittlerweile seibst die NATO, die transatlantische Partnerschaft mit den USA und damit der Grundpfeiler der bisherigen Sicherheitspolitik in Europa infrage. Auch dies wirkt sich auf das Wahlverhalten der Leute aus. Die CDU muss sich auch außenpolitisch neu aufstellen. Dies kann man der CDU nicht vorwerfen, aber sie muss eine Antwort auf diese Lage finden.

Zurück zu den Gründen, warum die AfD auch bei uns erfolgreich werden konnte: In Südoldenburg hat sich die Bevölkerungsstruktur in den letzten Jahren radikal verändert. Es sind Menschen nach Südoldenburg gezogen, die zu den Werten, die hier einmal dominierten, keine Beziehung haben. Das christliche Menschenbild und die Bindung an den Dogmen und Werten christlicher Kirchen ist verloren gegangen. Damit ist auch die Stimmhoheit der CDU sowohl im Kreis Vechta wie im Kreis Cloppenburg rissig geworden. Im Wahlkreis 32 Cloppenburg Vechta liegt die CDU deutlich unter 50%.

Jede Stimme für die AfD ist gleichzeitig eine dicke Backpfeife auch gegen die CDU. Auch die lokale CDU muss hier endlich aufwachen und ganz klar die AfD politisch bekämpfen. Sie muss Position beziehen. Dazu zählt ein klares Bekenntnis zur kontrollierten Migration, zu einem gemeinsamen Europa, zu einer vielfältigen und bunten Gesellschaft und Menschen aus vielen Ländern, die bei uns leben und arbeiten.

Wahlergebnis Bundestagswahlkreis 32 : mehr …

Aktion: AfD-freie Zone

In Zeiten des Rechtsrucks ist eine Positionierung gegen Rechtspopulismus und Rechtsextremismus wichtig. Ich spreche mich ganz klar gegen die AfD aus. Diese Partei will einen nationalistischen Staat und ist eine rassistische und fremdenfeindliche Partei. Sie will die EU zerstören. Unser Wohlstand beruht auf einen internationalen Austausch und Handel. Als Europäer bin ich überzeugt, dass wir Wohlstand und Frieden nur in einem freien Deutschland und geeinten Europa gewährleisten können.

Anlässlich der Bundestagswahl starte ich wieder meine „Aktion AfD-Freie Zone.“

Europa in der Krise – wir brauchen junge Leute, die sich für ein geeintes Europa einsetzen

Die Europäische Union wurde gegründet, damit die Nationen und Staaten in Europa mehr und mehr zusammenwachsen. Vor 80 Jahren wurde mitten in Europa Krieg geführt, verursacht vom faschistischen Deutschland. Als Folge der beiden Weltkriege des letzten Jahrhunderts entschlossen sich mutige Bürger und Politiker, sich für ein gemeinsames friedliches Europa einzusetzen.

Heute breiten sich Rechtspopulismus und Nationalismus überall in Europa mehr und mehr aus, die Europäische Union wird in Frage gestellt, indem das gemeinsame europäische Recht ausgehöhlt wird, einige Länder beteiligen sich seit Jahren nicht an einer gemeinsamen Regelung der Migration.

Aber auch bei uns in Deutschland schwindet zunehmend die Begeisterung für ein gemeinsames Europa. Es fehlen Leute, die sich für das gemeinsame Europa einsetzen. Stattdessen gewinnen rechtspopulistische Parteien immer mehr Wähler, besonders unter jungen Menschen. Viele Menschen halten die Vorteile, die das gemeinsame Europa bietet, entweder für selbstverständlich oder sie sehen sogar mehr Nachteile als Vorteile. Die EU steht für viele für ein bürokratisches Monster, das wenig mit ihrem Leben zu tun hat. Der EU wird die Schuld für die ungeregelte Migration gegeben.

Für die ältere Generation, der ich angehöre, stand dagegen das gemeinsame Europa einmal für Fortschritt und Freiheit. Wir können uns noch an Grenzen, Mauern und Stacheldraht erinnern. Wir haben uns in unserer Jugend nach Freiheit gesehnt. Nach einer Welt ohne Grenzkontrollen und einer Welt der Freundschaft unter den Nationen. Die Welt hat sich zum Erschrecken meiner Generation drastisch umgedreht.

Heute ist wieder Krieg in Europa. Auch unsere Sicherheit steht auf dem Spiel. Die Weltmächte China und Russland bedrohen auch die Freiheit und Demokratie in Europa, sie tun alles, um ein geeintes Europa zu spalten. Auch in den USA besteht die Gefahr, dass der Trumpismus die Weltordnung nachhaltig nach Rechts verschiebt. „America first“ könnte bedeuten, dass die USA sich von der transatlatischen Partnerschaft abwendet. Ein gespaltenes Europa wäre dann schutzlos den globalen Weltmächten ausgeliefert, wirtschaftlich und militärisch.

Gerade im Interesse der jungen Menschen müsste es sein, dass sie sich für einen gemeinsamen europäischen Bundesstaat einsetzen. 

Seit mehreren Jahren gehöre ich der überparteilichen Europa-Union an. In meinem Kreisverband, der zu den größten Verbänden in Niedersachsen zählt, sind viele ältere Europafreunde. Doch ist unser Kreisverband leider längst hoffnungslos überaltert. Es gibt nur wenig junge Mitglieder in unserem Kreisverband. Dabei müsste es genau umgekehrt sein! Gerade für die jungen Leute ist das gemeinsame Europa so wichtig! Denn nur das gemeinsame Europa kann Frieden, Freiheit und Wohlstand sichern. Die jungen Europäer aller Länder müssen sich dringend für die Reform und Vertiefung der europäischen Einigung einsetzen, im ureigensten Interesse. Wir älteren Semester können die EU nicht retten und schon gar nicht verbessern, was dringend notwendig ist. Die Kompetenzen der EU müssen nicht verringert sondern erweitert und klarer definiert werden.

Dazu seid ihr, die Jugend, gefragt. Wir brauchen eine „Europe for future“-Bewegung, die von europabegeisterten jungen und engagierten Leuten getragen wird. Die Europa-Union und die europäische Begeisterung sollte von der Jugend, nicht von Rentnern getragen werden. Sonst hat Europa keinerlei Zukunft.

Die neue Un-Kultur in Politik und Gesellschaft

Bei den Grünen ist nicht nur der Parteivorstand zurückgetreten. Auch der komplette zehnköpfige Vorstand der grünen Jugendorganisation ist zurückgetreten – und nun kommt es: Er ist sogar komplett aus der Partei ausgetreten!

Eine Pressemitteilung des Vorstandes habe ich auf der Homepage der Grünen Jugend zwar nicht gefunden, aber das Deutschlandradio berichtet über das Schreiben des Vorstandes:

In dem Schreiben heißt es, die Entscheidung sei bereits vor der Bekanntgabe des Rücktritts des Parteivorstandes getroffen worden. Zur Begründung hieß es, der Vorstand der „Grünen Jugend“ gehe nicht davon aus, dass eine personelle Neuaufstellung zu einer inhaltlichen und strategischen Neuausrichtung der Partei im gewünschten Sinne führe.

Deshalb sei es besser, getrennte Wege zu gehen. Man glaube – Zitat – „dass es mittelfristig keine Mehrheiten in der Partei für eine klassenorientierte Politik gibt, die soziale Fragen in den Mittelpunkt rückt und Perspektiven für ein grundsätzlich anderes Wirtschaftssystem aufzeigt.“ (Deutschlandradio)

Das ist schon eine Hausnummer, wenn man sogar als Vorstandsmitglied aus einer Partei austritt, wenn man seine politischen Ziele dort nicht durchsetzen kann. In diesem Fall will nicht nur ein einzelnes Vorstandsmitglied sondern sogar der komplette Vorstand aus der Partei austreten. Weiterhin wird in anderen Medien berichtet, die ehemaligen Vorstandsmitglieder wollten eine neue linke Kraft „mit aufbauen“, also eine Gegenpartei der Grünen, die die Menschen „begeistern“ würde.

Natürlich ist es völlig legitim für ein jedes Parteimitglied, aus seiner Partei auszutreten, wenn es sich dort nicht mehr vertreten fühlt. Auch ich habe mir schon oft einen Austritt aus meiner Partei erwogen, weil ich so manche Mehrheitsentscheidung meiner Partei nicht mitgetragen habe. Aber als Parteimitglied respektiere ich auch andere Mehrheiten in meiner Partei. Ich schließe dennoch einen Austritt nie völlig aus. Aber so ein Schritt ist schon gravierend, besonders dann, wenn man ein Amt ausübt.

Letztendlich geht es immer auch um Grundüberzeugungen, die man als Mitglied einer Partei mit trägt. Ich bin überzeugt, dass unser Land Volksparteien wie die CDU (und eigentlich auch die SPD) braucht, Parteien, die unterschiedliche gesellschaftliche Schichten und Interessen bündeln. Interessenskonflikte innerhalb von Parteien gehören zum Alltag. Als Demokrat muss man für seine Ziele um Mehrheiten kämpfen, auch innerhalb einer Partei. Einfach Amt hinschmeißen und austreten ist kein demokratisches Verhalten.

Leider gibt es zu viele prominente Vorbilder für dieses undemokratische Verhalten, mit Oskar Lafontaine und Sarah Wagenknecht seien nur zwei genannt. Beide traten aus ihren Parteien aus, weil sie ihren „Kopf“ nicht dursetzen konnten. Das Érgebnis ist „ihre“ eigene Partei, das Bündnis Sarah Wagenknecht. Schon deshalb würde ich eine Partei, die ausgerechnet Frau Wagenknecht zum Programm macht, nicht gerade unterstützen, weder als Mitglied noch mit meiner Stimme.

Allen Parteien weht der Wind derzeit kalt ins Gesicht. Partei- und Demokratieverdrossenheit macht sich überall breit. In allen Parteien und Gesellschaftsschichten. Bei Wahlen erhalten Splittergruppen zunehmend Stimmen. Populistische Parteien (wie zum Beispiel die Wagenknecht-Partei (BSW) entstehen aus dem Nichts, über deren Ziele und Programm außer ein paar globalen Ansprachen von Frau Wagenknecht niemand etwas weiß, gewinnen auf einen Schlag mehr als 10% Stimmen. Die klassischen Parteien straft man ab, indem man eine rechtspopulistische Partei (AfD) mit bekanntermaßen faschistischen Protagonisten wählt, ohne zu bedenken, dass so eine Partei unseren Frieden und Wohlstand gefährdet.

Unsere Demokratie steht derzeit auf dem Prüfstand und alle Parteien müssen um den gesellschaftlichen Zusammenhalt kämpfen. Demokratie bedeutet, sich aktiv an der Meinungsbildung zu beteiligen, aber auch Mehrheitsentscheidungen zu respektieren.

Der Tag nach der Wahl in Sachsen und Thüringen

Der gestrige Wahlsonntag war ein einschneidend historischer Tag in der Geschichte Nachkriegsdeutschlands. Erstmals ist in einem Bundesland, in Thüringen, bei einer Landtagswahl eine rechtsradikale Partei zu stärksten Kraft gewählt worden. Erschreckend, denn Thüringen war auch das Land, in dem der Aufstieg der NSDAP begann. Es wurde zum „Mustergau“ der Nazis. Jetzt strebt AfD-Mann Höcke nach dem Ministerpräsidentenamt. Die AfD war zuvor vom Landesverfassungsschutz als rechtsextrem bezeichnet worden, das hat aber mehr als 30% der Wähler nicht davon abgehalten, die AfD zu wählen. Die CDU erhielt 24% der Wählerstimmen und wurde nur zweitstärkste Kraft.

In Sachsen blieb die CDU unter dem bisherigen Ministerpräsident Kretschmer bei den Landtagswahlen stärkste Kraft, muss aber mit der Wagenknechtpartei und den Linken koalieren, um die fast gleich starke AfD von der Regierung fernzuhalten.

Die Ampelparteien wurden gnadenlos in die Bedeutungslosigkeit abgewählt. Die stolze SPD, deren Wurzeln auch in der vor 155 Jahren im Thüringischen liegenden Eisenach gegründeten Sozialdemokratischen Arbeiterpartei liegen, erhielt in ihrem Stammland Thüringen nur noch schlappe 6% Stimmen. Grüne und FDP flogen aus dem Thüringer Landtag heraus. In Sachsen flog die FDP aus dem Landtag raus, die SPD erreichte 7% und die Grünen 5%.

Die Wagenknechtpartei BSW und die AfD hätten die Möglichkeit, die Macht in Thüringen zu übernehmen. Beides Parteien, die keine Waffen mehr in die Ukraine liefern und mit Putin „verhandeln“ wollen. Beides Parteien, die Arbeitsplätze und den Wohlstand in unserem Land massiv gefährden und die extrem fremdenfeindlich sind. Die CDU muss mit der Wagenknechtpartei eine Koalition bilden, um die AfD von der Macht auszuschließen. Dabei muss sie die Kröte schlucken, mit Wagenknecht zusammen zu arbeiten, während sie ursprünglich jede Koalition mit der Linken ausgeschlossen hatte. Wagenknecht war Mitglied der kommunistischen Plattform der Linken, bevor sie ihre eigene Partei gründete. Wie die CDU mit Wagenknecht zusammenarbeiten könnte, bleibt nicht nur mir ein Rätsel.

Das Klima in unserem Land wird sich nach dieser Wahl maßgeblich ändern. Die AfD hat einen Dammbruch erreicht. Wird die „Brandmauer“ der CDU zur AfD über kurz oder lang fallen? Auf regionaler Ebene soll sie ja schon längst im Osten gefallen sein. Die Bundespartei betont, dass es keine Zusammenarbeit mit der AfD geben wird. Wenn die Brandmauer tatsächlich fallen würde, würde dies auch für die CDU gewaltige Konsequenzen haben. Die CDU muss sich aus ihrer Zwickmühle befreien, von der AfD nach rechts treiben zu lassen. Sie hat in weiten Teilen des Ostens ihre Basis verloren und ist teilweise gar nicht mehr im Osten vertreten. Verloren gegangenes Vertrauen muss in der Bevölkerung neu aufgebaut werden, um ihren Anspruch als „Volkspartei“ gerecht zu werden.

Welche Konsequenzen ziehen die anderen Parteien, um den Rechtsruck und die Fremdenfeindlichkeit in Deutschland zu bekämpfen, die sich nicht nur in Ostdeutschland breit macht? Unser aller Wohlstand hängt davon ab, denn Deutschland ist auf Handel und Wandel mit anderen Ländern angewiesen. Deutschland braucht das gemeinsame Europa und auch transkontinentale Beziehungen, denn nur dann können Frieden, Freiheit und Wohlstand auch in Zukunft für unsere Nachkommen gesichert werden, nur dann können wir die Herausforderung der Klimakrise meistern.

Für mich als Christ und Demokrat darf es keine Zusammenarbeit mit einer rassistischen und fremdenfeindlichen Partei geben, die vom Verfassungsschutz mehrfach als rechtsextrem bezeicnnet wurde. Eine Kooperation mt einer Partei, in der es überzeugte Nazis gibt, die die sogenannte Remigration zum Ziel haben, ist für mich ausgeschlossen.

AfD-freie Zone auf dem Europa-Platz!

Liebe Stadt #Vechta! Muss es sein, dass gefühlt an jedem Samstag Vormittag die rechtspopulistische #AfD ausgerechnet den Europa-Platz, den zentralen Platz in der Vechtaer Innenstadt besetzt? Der Name dieses Platzes steht für ein freies, vereintes #Europa und für die Europäische Union. Für Vielfalt und Einheit europäischer Nationen. Die #NoAfD steht genau für das Gegenteil: Nationalismus, Fremdenfeindlichkeit, und Rassismus. Die #NoAfD ist für die Abschaffung der gemeinsamen Euro Währung, für die Abschaffung der Europäischen Union und gegen einen gemeinsamen Bundesstaat Europäische Union.

Damit hat die #NoAfD auf dem Europa-Platz auch eigentlich nichts verloren. Zwar hat auch die rechtspopulistische Partei ein Recht darauf, ihre populistischen alternativen Fakten in der Öffentlichkeit zu verbreiten. Allerdings hat sie kein Recht darauf, als kleine Minderheit in unserer Region das Stadtbild zu dominieren und fast jeden Samstag den zentralen Platz der Stadt Vechta zu besetzen. Man könnte der Partei durchaus auch einen anderen Ort zuweisen.

Es ist sicher auch nicht im Interesse der Geschäfte und Anlieger, dass die #NoAfD in Vechta so starke Präsenz zeigen darf, obwohl sie nur eine ganz kleine Minderheit in #Südoldenburg repräsentiert. Wir sollten gemeinsam dafür alles tun, damit das so bleibt. Südoldenburg ist Teil des gemeinsamen Europas und braucht das gemeinsame Europa! Denn die Europäische Union garantiert Freiheit und Wohlstand für alle Bürger. Lasst uns dafür gemeinsam einsetzen, dass der Europa-Platz eine #AfDfreieZone bleibt!

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