bloggt aus Bakum und aus seiner Welt

Monato: Majo 2026

Der Vechtaer Landrat plädiert für Maß und Mitte

Wenn man den Vechtaer Tobias Gerdesmeyer trifft, trifft man einen Menschen, mit dem man gerne ein Bier trinken geht. Der freundliche Lohner ist ein Mensch, der Geselligkeit liebt, gerne lacht und sich unterhält. Er mag Spaß und liebt den Schützenverein, Stoppelmarkt und Borussia Dortmund. Bei letzterem scheiden sich ein wenig die Geister, die meisten Südoldenburger sind Werder Bremen Fans. Aber das nimmt Tobias Gerdesmeyer niemand übel.

Beliebt war Gerdesmeyer schon als Lohner Bürgermeister. Und nun ist er schon seit einigen Jahren als Landrat quasi Bürgermeister vom Landkreis Vechta. Viele Menschen im Landkreis Vechta kennen Gerdesmeyer, und auch er kennt viele Südoldenburger. Er repräsentiert den Landkreis und leitet die Kreisverwaltung. Klassische Aufgaben eines Hauptverwaltungsbeamten. Im Herbst sind Kommunalwahlen in Niedersachsen und auch Landrat Gerdesmeyer stellt sich wieder zur Wahl. Auf dem CDU-Kreisparteitag in Lohne hielt er eine Impulsrede zum Auftakt des Wahlkampfes.

Die CDU sei die Partei, die für Maß und Mitte stehe. Es gehe um das Wohl der Bürger. Und hier sei die CDU in Südoldenburg erfolgreich gewesen. Mit der Politik der CDU sei es gelungen, Wohlstand in unserer Region zu sichern. Grundlage für diesen Erfolg sei eine starke mittelständische Wirtschaft. Und für eine positive Haltung zu Wirtschaft und Landwirtschaft steht Gerdesmeyer. Ein weitere wichtige Grundlage für unsere Lebensqualität in Südoldenburg sei das Prinzip der Subsidiarität, wofür die CDU stehe, die weitgehende Selbstbestimmung der Bürger in der Gsellschaft. Der Staat müsse den Menschen vertrauen und ihnen den Rahmen geben, ihre Vorhaben zu realisieren. Die Kreisverwaltung soll Dienstleister für die Bürger sein. Die Vereine müssten gefördert werden, da sie unsere Gesellschaft bereichern.

Bei vielen Argumenten seiner Impulsrede bekam Gerdesmeyer Beifall von den CDU-Mitgliedern. Weniger ideologischer Streit und stattdessen mehr Gemeinschaft, das spricht vielen CDU‘ lern aus der Seele. Auch die ständige Unzufriedenheit in der Gesellschaft bringe uns nicht voran, sagte Gerdesmeyer und appellierte, sich stattdessen selber aktiv in der Gesellschaft und der Partei, natürlich der CDU, zu engagieren. Und am Ende soll man natürlich auch nicht das gemeinsame Feiern vergessen. Die Gemeinschaft hält unsere Gesellschaft zusammen. Und genau das macht Südoldenburg aus.

Gemeinsam mit anderen Bakumern nahm ich mit anderen Bakumern am CDU-Kreisparteitag teil.

Bild CDU Bakum: Bakumer CDU-Mitglieder mit der Vorsitzenden der CDU Bakum Martina Spille und Landrat Tobias Gerdesmeyer im Lohner Innovations Center

Tag des Lokaljournalismus

Heute, der 5. Mai, ist der Tag des Lokaljournalismus. Viele Zeitungen beteiligen sich daran. Lokaljournalismus ist heute gefährdet. Die Abonnentenzahlen und Auflagebei den Zeitungen sinken. Eine gedruckte Zeitung ist heute ein Produkt der Vergangenheit. Druck und Vertrieb sind heute kaum noch bezahlbar und realisierbar. Vor allem, weil die Nachfrage nach einem solchen Produkt im Zeitalter der KI und mobilen Internets nicht mehr existiert. Nachrichten werden häufig schneller digital verbreitet, als sie gedruckt werden können. Eine gedruckte Zeitung ist immer von gestern.

Zeitungsverlage müssen deshalb den Schritt zu digitalen Angeboten schaffen und deutlich schneller werden, ohne an Qualität und Hintergrundinformation zu verlieren. Die Produkte der Zukunft sind Newsportale, Epaper, Podcasts, Lokalblogs etc. Die Medienhäuser brauchen Kunden, die diese Angebote nachfragen. Wird es sie in Zukunft geben, das ist die Kernfrage.

Ich habe über zwanzig Jahre als freier Mitarbeiter bei der Oldenburgischen Volkszeitung und als Lokalblogger (Bakum-Shopping.de) lokale Berichterstattung betrieben. Auf der anderen Seite braucht es einen unabhängigen Journalismus. Wir dürfen den KI Bots, den asozialen Netzwerken und Tech-Milliardären nicht das Nachrichtengeschäft überlassen. Es braucht einen unabhängigen Journalismus, der kritisch berichtet, und nicht von Algorithmen gesteuert wird.

Die Medienhäuser müssen sich aber auch selbst kritisch hinterfragen. Jahrelang sind sie auf der Welle asozialer Netzwerke wie Facebook mit geschwommen, in der Hoffnung, damit neue Leser zu erreichen. Derzeit setzen auch sie immer mehr Künstliche Intelligenz für die Produktion ihrer Inhalte ein, um Kosten zu sparen. Dabei drohen sie von dieser Entwicklung aufgefressen zu werden.

Werden in Zukunft Computer Lokalnachrichten in Rechenzentren von Redaktionsnetzwerken irgendwo in Deutschland oder Ausland per KI erstellen? Das kann es nicht sein! Die Kunst bleibt, die Handschrift des Lokaljournalismus zu erhalten erhalten. Dazu braucht es auch in Zukunft Menschen, die vor Ort berichten, die die Leute kennen, die Zusammenhänge recherchieren und auch ansprechbar für die Leser sind. Das geht aber nur, wenn auch Kunden bereit sind, für den Lokaljournalismus zu bezahlen.

Vortrag Bastian Ernst: Wie verteidigungsbereit sind wir in Europa?

Im Bürgerhaus Holdorf sprach auf Einladung der Europa-Union Deutschland, Kreisverband Vechta, der Bundestagsabgeordnete Bastian Ernst (CDU) zum Thema Verteidigung. Ernst ist Bundestagsabgeordneter für Delmenhorst, der Wesermarsch und Oldenburg-Land. Außerdem ist er Mitglied im Verteidigungsausschuss und seit kurzer Zeit Vorsitzender des Reservistenverbandes.

Sein Plädoyer war, Europa müsse schnellstmöglich wieder verteidigungsfähig werden. Die Werte der Freiheit und der Demokratie würden durch Russland erheblich bedroht. Die Bundeswehr sei eine wichtige Stütze der Demokratie, sei aber aufgrund einer verfehlten Politik nicht mehr verteidigungsfähig. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion glaubte man sich nur noch von Freunden umgeben. An Ausrüstung wurde immer mehr gespart, die Bundeswehr wandelte sich von einer Verteidigungsarmee zu einer Armee für internationale Einsätze. Die Wehrpflicht wurde ausgesetzt, was die Bundeswehr weiter personell geschwächt habe. Nicht nur die miltärische Ausrüstung, sondern auch die Infrastruktur sei ausverkauft worden. Grundstücke und Kasernen wurden in Wohngebiete und Wohnungen verwandelt.

Mit dem aggressiven militärischen Angriff Russlands auf die Ostukraine und der militärischen Annexion der Krim im Jahr 2014 und spätestens mit dem Ausbruch des Krieges in der Ukraine im Jahr 2022 sei es zu einem schrittweisen Umdenken in Deutschland gekommen. Verstärkt werde dieser Prozess durch die veränderte weltpolitische Lage. Das transatlantische Verhältnis zur USA habe sich unter Präsident Trump gewandelt. Deutschland könne sich nicht mehr uneingeschränkt auf den Schutz durch die USA verlassen, sondern müsse selbst für seine Verteidigungsfähigkeit sorgen. Ernst plädierte aber dafür, dass die Europäische Union (EU) sich aus einer Position der Stärke weiterhin für den Fortbestand der transatlantischen Sicherheitspartnerschaft einsetzt.

Eine starke und geeinte EU bleibe für die USA im eigenen Interesse ein unverzichtbarer Partner. Deshalb müsse der atomare Schutzschirm müsse auch in Zukunft von den USA gewährleistet werden, betont Ernst und sprach sich gegen eine atomare Aufrüstung Deutschlands und der EU aus. Deutschland habe aber eine besondere Verantwortung und müsse eine Führungsrolle in Europa übernehmen: „Die Länder um uns herum erwarten von Deutschland einen Beitrag für die Verteidigungsfähigkeit,“ sagte Ernst.

Entscheidend sei aber, dass Deutschland in seine Verteidigung investiert. Dazu müsse für die notwendige Infrastruktur, eine moderne Ausrüstung und ausreichend militärisches Personal gesorgt werden. Laut Ernst braucht die Bundeswehr 260.000 aktive Soldaten und ca. 200.000 Reservisten. Dies soll zunächst durch den freiwilligen Wehrdienst gewährleistet werden. Falls dies nicht gelingt, müsse auch die Wehrpflicht wieder eingeführt werden, fordert Ernst. Außerdem muss die Reserve für den Heimatschutz wieder aufgebaut werden.

Die Bundeswehr wird in den nächsten Jahren wieder deutlicher präsent werden, so Ernst. Die Bevölkerung müsse sich auf mehr Übungen von Nato-Soldaten einstellen. Die allgemeine Haltung der Bevölkerung zur Bundeswehr habe sich in jüngster Zeit erfreulich positiv entwickelt. Aber in großen Teilen der Gesellschaft fehle es in Deutschland noch an der Bereitschaft, selbst etwas die eigene Verteidigung Verantwortung zu übernehmen. Ganz anders sei dies in den skandinavischen, baltischen Staaten und dem Nachbarland Polen. Dort meldeten sich viele freiwillig zur Armee, im Bewusstsein, dass sie sich und ihre Angehörigen vor Russland schützen müssten. Die Polen und die Balten seien ein Vorbild für Deutschland, meinte Ernst.

Beeindruckt war Ernst auch von seinen Erfahrungen, die er in der Ukraine sammelte. In Lemberg und in Kiew sah er selber die Einwirkungen des Krieges auf die Menschen und verbrachte auch einige Nächte im Schutzraum. Russland führe seinen Krieg gegen die Bevölkerung und zerstöre Wohnhäuser und Krankenhäuser. Trotz ihres Leidens hielten die Ukrainer aber daran fest, ihre Heimat gegen den Agressor zu verteidigen, berichtete Ernst.

Im Anschluss der Rede wurde mit dem Abgeordneten Ernst noch angeregt über die sicherheitspolitische Lage diskutiert.

Beitragsbild: Bundestagsabgeordnerter Bastian Ernst beim Vortrag der Europa-Union Deutschland, Kreisverband Vechta. (Foto: Rosenbaum)

Kann alkoholfreies Bier eine Alternative sein?

Eigentlich gehört Alkohol zum Bier wie Koffein im Kaffee. Zuviel des Guten ist allerdings schädlich. Mit zunehmendem Alter muss man maßvoll mit Genussmittel sein. Fettarmes Essen, weniger Alkohol, weniger Zucker und maßvoller Genuß von koffeinhatigen Getränken ist spätestens nach dem Eintritt von ernsthaften gesuchheitlichen Problemen angesagt. Ich bin gerade auf der Suche nach alkoholfreiem Bier, das mir schmeckt und habe ein paar Biersorten ausprobiert. Wenn man, wie ich, passionierter Biertrinker ist, ist alkoholfreies Bier schon eine Herausforderung. Ein leckeres Alkoholfrei zu entdecken, erweist sich für mich als nicht so einfach, wie unten stehende Liste zeigt. Natürlich ist das Geschmackssache und daher ein rein subjektiver Meinungsbeitrag von mir. Daher soll dies keinesfalls ein Werbebeitrag für eine bestimmte Marke sein. Im Geschmack scheiden sich bekanntlich die Geister. Und nun zu meinen Test:

Krombacher 0,0%

hat mich nicht überzeugt. Mag ich nach der zweiten Flassche nicht mehr trinken

Störtebecker Frei-Bier

Ich trinke sehr gerne das alkoholhaltige Atlantic-Ale von Störtebecker. Herb, frisch und rund. Aber beim Frei Bier fehlt mir die Note.

Neumarkter Lammsbräu Bio alkoholfrei

Nach etwas Gewöhnung gefällt mir das Lammsbräu vom Geschmack her bei den alkoholfreien Bieren bislang am besten.

Jever Fun

Wer herbes Jever mag, mag sicher auch das frische Jever Fun. Zur Erfrischung trinke ich mal gerne eins, aber nicht unbedingt mehr, dafür ist es mir zu herb und mir fehlt es dann doch an Note.

Bitburger 0.0% alkoholfrei

Isotonisch, Vitaminhaltig, Alkoholfrei. Das ist die Werbung für Bitburger 0,0%. Nun erwartet niemand von Bier, dass es ein Vitamingetränk ist. Mehrere alkoholfreie Biere werben wie Bitburger damit, dass es isotonisch sei, also die Flüssigkeit gut verdaulich sei. Das ist schön, aber deshalb trinkt niemand das Genussmittel Bier.

Oettinger alkoholfrei

Oettinger alkoholfrei stillt den Durst. Nach einer Flasche bin ich satt, habe aber auch genug. Kann man trinken, aber sticht für mich nicht heraus.

Becks alkoholfrei

Das Becks alkoholfrei ist auch relativ geschmacksfrei. Besonders, wenn das Bier wärmer wird, weil man es nicht so schnell trinkt, schmeckt es nicht mehr.

Pülleken alkoholfrei

Letztens war eine Vermarktung von Pülleken Bier. Dort bekam ich eine Flasche alkoholfrei geschenkt. Ich mag durchaus mal so eine kleine Knubbelflassche mit eine der alkoholhaltigen Sorten, aber das alkoholfreie Bier spricht mich nicht an.

Erdinger alkoholfrei

Erdinger alkoholfrei gibt es oft auf Festen oder in Gastwirtschaften als alkoholfreie Alternative. Es wird teilweise sehr hochgelobt. Allerdings ist es auch durchaus süffig und malzig.

Ols 0,0% nüchtern

Als gebürtiger Oldenburger und Fan der Oldenburger Brauerei trinke ich gerne mal eine Flasche erfrischendes alkoholhaltiges Ols Bier naturtrüb. Das hat eine frische Hopfenwürze aber auch einen angenehmen Malzgeschmack. Beides fehlt mir aber bem Ols nüchtern, als alkoholfreie Alternative fällt es bei mir durch.

Flensburger Frei

Gebraut mit Küstengerste und Wasser der Flensburger Gletscherquelle, eben ein echtes Flensburger Pilsener, nur ohne Alkohol, so wird dafür geworben. Ich ziehe auf den ersten Schluck das Flens mit Alkohol vor. Das Flensburger Frei sagt mir, ein echtes Flensburger braucht Alkohol. Obwohl, auf den zweiten Schluck ist es gar nicht so schlecht. Es ist ganz gut trinkbar, wenn man dazu was isst.

Fazit

Kann alkoholfreies Bier eine Alternative zu echtem Bier sein? Nicht wirklich. So richtig begeistert hat mich kein Bier ohne Alkohol. Andererseits – wenn man kein Alkohol trinken darf oder möchte, bleibt nur wenig andere Alternativen zum alkoholfreien Bier. Niemand trinkt einen ganzen Abend Apfelsaftschorle oder Saft. Geschweige denn Sprudel oder Cola. Wegen des Zuckergehaltes sind letztere Getränke die noch schlechtere Alternative. Am besten unter den Alkoholfreien gefielen mir bis jetzt am ehesten das Neumarkter Lammsbräu, das Flensburger Frei und das Erdinger Alkoholfrei. Ich werde noch weiter testen. Vielleicht wird dann ja ein alkoholfreies Bier doch zur Alternative zum „echten“ Bier.

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