Im Augenblick ist Renaissance der Kernkraft. Von der Leyen will es nun auch, Kanzler Merz schwärmt schon länger von der Kernfusion und auch Herr Spahn und Herr Linnemann wollen sie. Angeblich wird dadurch „günstiger“ Strom im Überfluss produziert und man kann dann alle ungeliebten Windräder wieder ab montieren.
Fragt sich bloß, ob jemand lieber ein Mini-AKW oder ein Windrad in seiner Nähe haben möchte. Ich gehe mal von sehr viel Widerstand gegen AKW aus. Politisch ist die Kernkraft auch in „Miniatur“ in Deutschland nicht durchsetzbar.
Stattdessen macht man bei der Erneuerbaren Energie die Rolle rückwärts und behindert den Ausbau von privaten Solaranlagen, indem man dort die Förderung privater kleiner PV-Anlagen in eine Abgabe für ins öffentliche Stromnetz geladenen Solarstrom umwandelt. So will man der Bürgerenergie den Strom abstellen. Manchmal verstehe ich die Energiepolitik meiner eigenen Partei nicht!
Schließlich macht es die Energie-Sharing-Modellkomune Bakum vor, wie man mit selbst produzierter Bürgerenergie preiswert und umweltschonend Energie erzeugen kann. Wenngleich auch in der Gemeinde Bakum Widerstand gegen Windkraftanlagen existiert, vor allem in Lüsche und Vestrup, frage ich die Leute, ob sie lieber ein Mini-AKW oder ein paar Windkrafträder in ihrer Nähe haben wollen.
Ich sag da mal: AKW, nein danke! Dann lieber doch ein paar Windräder mehr. Und wenn jemand umbedingt Atomkraft möchte, sollte er auch bereit sein, ein Lager für den Müll in seiner Nähe zu akzeptieren. Herrn Ministerpräsident Söder schlage ich also vor, zuerst ein Endlager in Bayern zu errichten, wenn er ein Mini AKW in Bayern bauen möchte. Das ist dann zu Ende gedacht.