bloggt aus Bakum und aus seiner Welt

Aŭtoro: MrGR (Page 1 of 14)

Versehentlich das Deutschlandticket zu früh bestellt

Eigentlich wollte ich das Deutschlandticket erst wieder ab Anfang April haben. Doch aus Versehen habe ich schon heute gekauft. Anders als bisher habe ich mich diesmal entschieden, es nicht als Chipkarte sondern per App zu kaufen. Ich ging davon aus, dass ich das Ticket erst zum kommenden Monat bekomme, wenn ich es heute bestelle. Ich entschied mich dieses Mal für die Fahrplaner App des Verkehrsverbundes Bremen-Niedersachsen (VBN).

Ich probierte die Bestellung mit der Fahrplaner App aus und sofort nach dem Kauf wurde das Deutschlandticket in meiner Fahrplaner App angezeigt und ist somit gültig. Ich kann das Deutschlandticket also ab sofort wieder nutzen! Dummerweise wird mir natürlich auch der Betrag von 63 Euro innerhalb der nächsten vier Tage abgebucht, für den halben Monat. Ich hatte das Deutschlandticket im Januar aus gesundheitlichen Gründen gekündigt.

Ich habe mich diesmal für die App und gegen die Chipkarte entschieden, weil ich das Deutschlandticket wahrscheinlich im Winter wieder abgestellen will. Der letzte Winter war teilweise so streng, dass ich bei dem schlechten Wetter nicht jede Woche nach Bremen oder Osnabrück oder eine andere Stadt fahren möchte. Für weniger Fahrten reicht auch meine Bahncard. Da ich mit der App nun doch flexibler bin, ist die App für mich doch praktischer als die Chipkarte. Außerdem funktioniert die App „Fahrplaner“ auch auf meinem GrapheneOS Handy.

Vechta führt Parkgebühren ein

Schnell und spontan in die benachbarte Kreisstadt fahren, einmal über die Große Straße bummeln oder etwas auf dem Wochenmarkt einkaufen, das wird man sich in Zukunft genauer überlegen. Denn die Stadt Vechta will nun auf allen Parkflächen Parkgebühren einführen. Auf vielen Parkplätzen konnte man bislang zwei Stunden kostenlos parken. Das ist bald vorbei.

Denn auf allen Parkplätzen sollen Parkautomaten aufgestellt werden. Damit wird es unattraktiver, mit dem Auto in die Kreisstadt zu fahren. Bislang war dies ein Werbeargument für Vechta. Bewusst hatte man die Einkaufsmeile Große Straße für den Autoverkehr freigegeben. Signal: Autofahrer sind in Vechta willkommen!

Allerdings erstickt Vechta im Autoverkehr. Nicht nur staut sich es in der Großen Straße, man findet in Vechta kaum einen Parkplatz. Außer in den Parkhäusern, in denen bislang schon Gebühren verlangt wurden. Besonders im Bereich des Krankenhauses muss man Geduld mitbringen, wenn man dort parken möchte. Mit der Erweiterung des Krankenhauses wird sich der Mangel an Parkplätzen noch weiter verschärfen. Deshalb zog die Stadt Vechta nun die Notbremse mit der Einführung der Gebühren.

Allerdings ist dies ein zweischneidiges Schwert. Denn besonders der Handel lebt von den Kunden, die mit Autos nach Vechta kommen. Viele Kunden dürften nun verstärkt in den zahlreichen Einkaufsmöglichkeiten vor der Stadt einkaufen, oder halt woanders. Es geht nicht nur um die Gebühren, sondern auch den Zeitaufwand, zum Parkautomaten zu rennen, um einen Parkschein zu holen. Oder die Park-App für die Bezahlung der Gebühren zu nutzen. Den einen oder anderen Kunden dürfte dies abschrecken, auch mich.

Die Alternative zum Auto ist eigentlich nur das Rad, da auch der Nahverkehr nur rudimentär ausgebaut ist. Den Anrufbus Moobil+ muss man eine Stunde vorher bestellen. Spontan mit dem Bus hin und zurück funktioniert auch nur schlecht.

Skurriler Streit in der Community der Custom-Roms

Seit längerer Zeit nutze ich Smartphones ohne Google und Apple. Sie laufen mit Android Custom-Rom Betriebssystemen, ursprünglichen Android ohne Google Dateien. Zuerst begann ich /e/os zu nutzen, seit 2023 habe ich ein Smartphone mit GrapheneOS. Mit dem Graphene Handy kann ich fast alles machen, was ich mit Google oder Apple Handys machen kann. Ich kann surfen, diverse Apps aller Art nutzen, Musik hören, navigieren, Messenger nutzen etc.

Einiges geht aber bislang nicht. Banking Apps und Bezahlen mit dem Handy funktioniert mit Custom-ROMs nicht, weil dafür Google Play Integrity benötigt wird. Diese API wird nur von Google lizensierten Smartphones zur Verfügung gestellt. Auch die Krankenkassen App und die elektronische Patientenakte funktionieren nur auf Google oder Apple Geräten.

Eine Gruppe von Entwicklern verschiedener Google und Apple freier Betriebssysteme wollen eine Alternative zu Google Play Integrity entwickeln, Unified Attestation. Dazu zählen Volla, Murena und Iodé. Zum Artikel auf golem.de

Die Entwickler von GrapheneOS lehnen diese Intitiative ab und werfen murena, Volla und Iodé vor, Sicherheitsmängel zu haben. Sie sprechen diesen Betriebssystemen das Mitspracherecht ab, auf welchen Geräten Banking Apps laufen dürfen. Stattdessen sollten die europäische Banken Standarts vorgeben, nach denen die Betriebssysteme zertifiziert werden können.

GrapheneOS erhebt für sich den Anspruch, ein gehärtetes Android mit besonders hohen Sicherheitsstandarts zu haben. Wahrscheinlich werden Banken dieser Forderung wohl nicht nachkommen und es wird so bleiben, dass nur Apple und Google Geräte für Banking Software etc. zugelassen bleiben. Dann dürfte auch GrapheneOS außen vor bleiben,

Die Entwickler von GrapheneOS verhalten sich sektiererisch aggressiv gegenüber Entwickler anderer Systeme, denen sie Sicherheitsmängel vorwerfen. Außerdem werfen sie ihnen vor, ihrerseits GrapheneOS mit Lügen zu überziehen und negativ darzustellen.

Ich habe die Entwickler auch wegen der fatalen Wirkung ihrer Öffentlichkeitsarbeit auf Mastodon kritisiert. Danach wurde auch mir vorgeworfen, ich würde Lügen verbreiten. Am Ende hat man mich auf Mastodon sogar geblockt. Dieses Verhalten trübt meine ansonsten sehr positive Einstellung zu GrapheneOS. Das Betriebssystem halte ich, nach wie vor, für sehr gut und sicher. Aber die Öffentlichsarbeit (Krieg gegen Mitbewerber, Vorwurf von Lügen) von GrapheneOS halte ich für schädlich, nicht nur für GrapheneOS selbst sondern für alle Initiativen, die Alternativen zu US Big Tech entwickeln wollen.

Vechta ist auf den Hund gekommen

Das derzeit wichtigste Thema ist in meinem Landkreis Vechta nicht das Glatteis, das ungewöhnlich kalte Winterwetter, Trump oder Grönland sondern Kampfhund Sam. Der „American Bully XL“ – so die Bezeichnung der Hunderasse – soll seinen Halter tot gebissen haben. Nun ist das Tier im Tierheim bei Diepholz untergebracht und der Fall ist das Hauptthema in Medien aller Art. Vor allem auf Instagram sollen die wildesten Gerüchte um den Hund kursieren. Es gibt sogar eine Petition „Für Sam“.

Dieser Hund verdient eine faire, unabhängige Begutachtung. Er verdient Zeit. Sorgfalt. Menschlichkeit. Er verdient das Recht auf Leben. – Petition „für Sam“

Hat der Hund den Halter gar nicht getötet sondern aus „aus Verzweiflung“ nur nach dessen Versterben angeknabbert? Letztes wurde mittlerweile rechtsmedizinisch ausgeschlossen. Demnach hat der Hund den Halter eindeutig getötet. Was passiert mit dem Hund nach diesem Vorfall? Hat ein Hund ein Recht auf „Menschlichkeit“? Sogar ein Recht auf Leben? Zu meiner Jugendzeit hätte man eine klare Antwort darauf gegeben: Nein! Man hätte man nicht lange gefackelt. Vielleicht hätte das ein Jäger „erledigt“ und das Tier wäre als „Jagdunfall“ still und heimlich „entsorgt“ worden, oder so ähnlich! Man hätte in jeden Fall einen „kurzen Prozess“ mit dem Tier gemacht. Wahrscheinlich hätte man das Tier einschläfern lassen.

Doch heute ist der Hund für viele Zeitgenossen zum Menschen geworden, ein gleichrangiges Familienmitglied. Wenn ein Hund beißt, ist für sie nicht der Hund sondern der Mensch schuldig geworden. Die Verhältnisse haben sich quasi umgedreht. Für nicht wenige Menschen ist ihr Haustier wichtiger als ihre Mitmenschen geworden. Das drückt sich darin aus, dass das Hausier gehegt und gepflegt wird, koste, was es wolle. Man lässt den Hund auf den Bürgersteig „sein Geschäft“ erledigen. Wenn der Hund bellt, erwartet man von den Nachbarn, dass sie dies klaglos ertragen. Manche Menschen werden sehr aggressiv, wenn andere ihre Einstellung zum Haustier nicht tolerieren wollen.

Brüchig wird dieses Weltbild, wenn Halter ihre Hunde schnell ins Tierheim „entsorgen“, weil das Tier für sie zur Last wird. Dann ist es mit den „Familienbanden“ schnell vorbei. Die Allgemeinheit oder all jene, die aus vermeintlicher „Tierliebe“ dafür spenden, finanzieren dann die weitere Versorgung des Tieres bis zu seinem Ableben. Für mich ist das ein weiteres Phänomen einer falsch entwickelten Haltung zu Tieren. Wesentlich tiergerechter wäre es, wenn die Hunde (und Katzen!) nicht industriell zur Bedürfnisbefriedigung von Menschen gezüchtet würden, zum Teil mit entstellten Wesenseigenschaften, um sie zu vermarkten. Den „American Bully XL“ gäbe es wahrscheinlich nicht, wenn er nicht eigens für die degenerierten Wünsche bestimmter Halter gezüchtet worden wäre.

Ich mag Hunde sehr und habe mir lange überlegt, ob ich mir einen anschaffe. Sie haben mich immer fasziniert und berühren auch in mir tief meine Seele. Doch bleiben es Tiere. Da liegt der entscheidende Unterschied zu Menschen! Haustiere dienen nicht als Ersatz zu menschlichen Beziehungen. Dies ist für mich der Hauptgrund, keinen Hund anzuschaffen. Denn die Gefahr ist groß, sich von dem Tier in dieser falschen Ilusion fangen zu lassen. Gleichzeitig trägt man als Halter die Verantwortung für eine artgerechte Haltung, die gewährleistet, dass das Haustier für niemand zur Belästigung oder Gefahr werden kann.

Ich plädiere für ein Verbot der privaten Haltung von „gefährlichen“ Hunden. Ausnahmen mag es unter Auflagen für Jäger geben. Aber niemand braucht einen gefährlichen Vorstehhund oder ein anderes Tier, das zur Waffe werden kann. Dann würden auch Hunderassen wie die von Kampfhund Sam gar nicht gezüchtet werden. Tiere, die in starken Verdacht stehen, einen Menschen schwer verletzt oder gar getötet zu haben, sollten eingeschläfert werden.

Dafür braucht es wirklich einen kurzen Prozess. Es gibt wirklich wichtigere Themen als Hunde. Auch im Landkreis Vechta!

Die Abhängigkeit zu US-Big-Tech Unternehmen verringern!

Heute ist der Di.Day (Digital Independence Day, deutsch: Digitaler Unabhängigkeitstag). Er wurde vom Chaos Computer Cub ausgerufen und findet jeden ersten Sonntag im Monat statt. Mehr Infos …

Jeden ersten Sonntag auf die gute Seite wechseln!
Unser digitales Leben befindet sich in der Hand weniger Überreicher. Mit der Monopolstellung ihrer Unternehmen bestimmen Menschen wie Elon Musk, Jeff Bezos oder Mark Zuckerberg weltweit, wie wir uns online informieren, wie wir diskutieren, kommunizieren oder handeln. Einen solchen unkontrollierten Einfluss sollte kein Mensch und kein Unternehmen besitzen, weil wir dann nicht mehr in Freiheit leben können.

QUELLE: https://di.day/

Wir sind bereits in vielfältiger Weise von BIG-TECH abhängig. Unsere Smartphones und Apps laufen zum größten Teil auf Apple oder Google oder Microsoft Geräten. Wenn Apple, Microsoft und Google den Account sperren, verliert man sofort einen großen Teil seiner Bewegungsfreiheit. Die Geräte funktionieren nicht mehr, man kann keine Nachrichten (z.B. WhatsApp) austauschen, nicht telefonieren, verliert den Zugang zum Internet, kann nicht mehr bezahlen, navigieren, keine Bahntickets bestellen und keine Ebooks mehr lesen.

Je mehr digitalisiert wird, desto abhängiger wird man von den US-BIG-TECH Unternehmen. Das gleiche gilt für Amazon, welches auch ein US-Unternehmen ist. Das ganze wäre nicht so schlimm, wenn die US-BIG-TECH Unternehmen nicht stramm auf Trump Kurs fahren würden. Das Trump Regime in den USA ist aber mittlerweile zu einer Bedrohung nicht nur der Demokratie in den USA sondern auch in Europa geworden! Zum Beispiel unterstützt Trump rechtsradikale Parteien wie die AFD, um die EU zu spalten. Dafür werden auch die BIG-TECH Netzwerke von X und Meta zunehmend instrumentalisiert.

Deshalb ist es wichtig, dass wir uns alle unabhängiger davon machen. Wie das geht, wird auf https://di.day/ beschrieben. Am ersten Sonntag im Monat ist jeder aufgerufen, von einem Dienst eines US-BIG-TECH Unternehmen auf ein unabhängigen Dienst zu wechseln, zum Beispiel:

  • statt Gmail anderer Email Dienst
  • statt WhatsApp Signal Messenger benutzen
  • statt X, Instagram etc zu Mastodon, Pixelfed etc wechseln
  • statt Chrome Browser den Firefox Browser benutzen
  • statt Google eine andere Suchmaschine verwenden (ich benutze Brave)

Ich benutze neben meinem Apple IPad ein google- und applefreies GrapheneOS Handy. Wenn man aber nicht auf ein IPhone oder ein Google Android Handy verzichten möchte, kann man das Tracking durch viele kleine Einstellungen und Maßnahmen einschränken. Zum Beispiel indem man die Werbe-ID abschaltet, das Tracking unterbindet, die Standortfunktion nur anschaltet, wenn sie benötigt wird, das Internet abschaltet, wenn man es nicht braucht oder das Gerät einfach mal zu Hause „vergisst“ oder ausgeschaltet lässt, wenn man es nicht braucht.

Viele weitere Artikel zum Thema „Digitale Abhängigkeit und digitale Unabhängigkeit“ findet ihr in meiner Kategorie „Digitales“.

Weihnachten ohne Weihnachtsbaum und Krippe

Esperanto suben. Weihnachten fällt in diesem Jahr bei mir sehr schlicht aus, ohne Weihnachtsbaum und Krippe. Ich habe mir, aus persönlichem Grund, diesmal nicht die Mühe gemacht, einen Baum zu schmücken und die Krippe mühsam vom Speicher zu holen und aufzubauen. Das heißt aber nicht, das Weihnachten ausfällt.

Ich werde es in diesem Jahr nur anders feiern, ohne den äußeren Rahmen, aber mit viel Licht in Form meines Adventskranzes und Kerzen im Wohnzimmer. Heute morgen (Heiligabend) habe ich einen internationalen Internetgottedienst in Esperanto mitgefeiert. Gleich geht es in den Gottesdienst mit dem Musikverein in die Kirche, danach ein Abendessen.

Morgen werde ich lesen, beten, eine eigene Andacht halten und vielleicht irgendwo spazieren gehen. Am zweiten Weihnachtstag werde ich den Weihnachtsgottesdienst besuchen und ebenfalls ruhig den Tag verbringen. Das diesjährige Weihnachtsfest wird mehr innerlich gestaltet, aber sicher nicht weniger intensiv. Ich werde die Zeit nutzen, mich auf das Neue Jahr vorzubereiten, mit den kommenden Herausforderungen für mich persönlich, unser Land und für die Welt.

Esperanto: Ĉi-jare mi festos kristnakon en modesta maniero, sen kristnakarbo nek kripo. Tamen ne signifas, ke mi ne festos kristnakon. Mi nur festos alimaniere kun multaj lumoj kaj kandelo. Al

Dum hodiaŭa tago mi partoprenis al internacia retdiservo en Esperanto. Dum la Sankta Vespero mi partoprenos nia hejma katolika diservo kun nia vilaĝa orkestro. Morgaŭ kaj postmorgaŭ mi legu, preĝu kaj promenu. Estos verŝajne kvietaj festotagoj. Mi pretigos min por la nova jaro, por miaj personaj defioj kaj la aferoj de nia lando kaj nia tuta mondo.

Dit un Dat ut Baoken

Als Mitglied des Heimatvereins Bakum habe ich auch in diesem Jahr wieder die Broschüre „Dit un Dat ut Baoken“ erhalten. Seit sieben Jahren wird die Broschüre federführend von Hubert Kröger erstellt. Sie enthält unzählige Texte und Bilder aus der Geschichte meiner Heimatgemeinde Bakum. Dahinter steckt unfassbar viel Arbeit, besonders, aber nicht nur von Hubert Kröger, sondern auch von Leuten, die zum Beispiel die Namen der abgebildeten Personen haben. Die Seele der Broschüre ist allerdings Hubert Kröger, ohne den diese Broschüre sicher nicht in dieser Form möglich gewesen wäre.

Am Ende des Heftes verabschiedet sich Hubert Kröger von dieser ehrenamtlichen Tätigkeit und gibt die Verantwortung für die „Redaktionsleitung“ ab. Er verdient sich viel Dank und viel Respekt für sein langjähriges Engagement. „Dit un Dat in Baoken“ war und ist ein wichtiges Aushängeschild für den Heimatverein. Hubert Kröger hat allerdings weitaus mehr getan für den Heimatverein. Er hat die Website des Heimatvereins mit Leben gefüllt und Filme und Fotos bearbeitet. Man konnte ihn oft im Heimathaus im Archiv bei der Arbeit treffen.

Unser Heimatverein ist – wie viele andere Heimatvereine – im Umbruch. Die Gründergeneration tritt Schritt für Schritt ab, der Vorstand wird neu gewählt und nun muss sich eine neue Generation finden, die die Arbeit des bisherigen Teams weiter führt. Es geht weit mehr als nur um die Geschichte und Tradition einer Gemeinde und weit aus mehr als nur die Zukunft eines Heimatvereins. Es geht auch um die Zukunft einer Gemeinschaft und das Zusammenleben in einem Ort. Ich bin gespannt, wie die Geschichte des Heimatvereins und das Leben in unserer Gemeinde Bakum weiter geht.

Gendern 2.0?

Kaum ein anderes Thema polarisiert so wie die Einführung der „Gendersprache“. Da gibt es die fanatischen Befürworter, die uns die „Gendersprache“ in TV-Sendern und im Internet pausenlos aufoktroyieren wollen und die anderen, die die „Gendersprache“ als Angriff unserer nationalen Identität betrachten und sie ebenso fanatisch ablehnen.

Sprache ist zum Schlachtfeld ideologischer Kämpfe geworden. Zugleich ist die Sexualisierung der Sprache soweit fortgeschritten, dass sich Menschen sowohl bei der Verwendung der traditionellen Sprache wie bei der Verwendung von der derzeit verwandten „Gendersprache“ diskriminiert fühlen. Dass sich die Sprache bereits jetzt gewandelt hat und wir an einer Diskussion über eine gemeinsame Sprachregelung nicht mehr vorbei kommen, zeigt das einfache Beispiel, dass heute keine Frau mehr akzeptiert, wenn sie nicht mit einer weiblichen Form bezeichnet wird.

Beispiel: Abteilungsleiter Annemarie Müller. Oder Bundeskanzler Angela Merkel. Hier muss es gendergerecht Bundeskanzlerin heißen! Dabei ist das ursprünglich verwandte generische Maskulinum „Abteilungsleiter“ eigentlich eher für Männer als für Frauen diskriminierend. Denn anders als bei Frauen („Abteilungsleiterin“) gibt es für Männer hier keine eigene eindeutig männliche Bezeichnung. Den Beruf „Abteilungsleiter“, „Polizist“ oder „Arzt“ können Frauen wie Männer oder seit 2018 Diverse ausüben. Mit der Berufsbezeichnung kann, aber muss nicht zwangsläufig, eine männliche Person gemeint sein. Die sexualisierte Aufladung von Berufsbezeichnungen erfolgte erst mit der Gender Bewegung.

Es gibt übrigens nicht nur das generische Maskulinum sondern auch das generische Feminimum, weibliche Bezeichungen, bei denen andere Geschlechter einbezogen werden: Der Polizist, aber die Polizei; die Arbeitskraft; die Bevölkerung; die Biene; die Schaufel, die Belegschaft uvm. Hier findet eindeutig die Diskriminierung von diversen und männlichen Personen statt. Übrigens geschieht dies durch den Artikel der, die, das, die diesen Begriffen ein grammatikalisches Genus zuweisen.

Warum dem Löffel grammatikalisch ein männlicher Genus zugewiesen wurde, bleibt unergründlich. Eigentlich müsste es das Löffel heißen, denn es handelt sich um eine Sache. Mit dem Ersetzen der Artikel „der“, „die“ und „das“ durch einen neutralen, geschlechtsübergreifenden Artikel könnte man das generische Maskulinum oder Feminimum sofort beseitigen. Es wäre dann schon durch das geschlechtsübergreifende Wörtchen klar, dass geschlechtsneutral formuliert wurde.

Vorschläge für Gendern 2.0 gibt es schon länger. Die meisten Vorschläge gehen von einer Grundform von Substantiven aus, die je nach den verschiedenen grammatikalischen Geschlechtern „moviert“, also mit Endungen abgewandelt werden.

Beispiel: Lehrer (Grundform für alle), Lehrerich - männlicher Lehrer, Lehrerin - weibliche Lehrer und Lehrerix - für nonbinäre Lehrer).
Anderes Beispiel: Lehrer (Grundform für alle), Lehreran - männlicher Lehrer, Lehrerin - weibliche Lehrer und Lehreron - für nonbinäre Lehrer).

Ein Lehrer, dessen Geschlechtlichkeit nicht genannt werden soll, könnte übrigens auch weiterhin mit der einfachen Grundform „Lehrer“ bezeichnet werden. Dann ist klar, dass es hier um jemand geht, der / die den Beruf des Lehrers ausübt, dessen / deren Geschlecht aber keine Rolle spielen soll. Diese Sprachregelung würde die Sprache angenehm ent-sexualisieren. Logischer Weise ist bei Begriffen wie Mann oder Frau, die klar auf ein Geschlecht verweisen, keine Movierung notwendig.

Den ersten Vorschlag für eine Reform des Genderns fand ich vor Jahren im Internet unter gendern-ändern.de. Nach einer kurzen Auseinandersetzung mit dem damaligen Betreiber auf Twitter endete die damalige Kommunikation. Mittlerweile ist die Seite eingeschlafen. Möglicherweise wurde sie fortgeführt von http://gendern-zwei-null.de/. Grafisch und inhaltlich ist sie ähnlich gestaltet.

Über eine Diskussion im Sozialen Netzwerk Mastodon entdeckte ich außerdem https://gendern2-0-basisneutral.de/meine-suffixvorschlaege/ und http://cyrilbrosch.net/bl/thesen/geschlechtergerechte-sprache. Alle Seiten zeichnen sich durch unterschiedliche Konzepte aus, bei denen ich zwar gute Ansätze aber kein stimmiges Konzept fand. Vor allem fehlen mir praktische Anwendungen der jeweiligen Konzepte. Ausnahme: Film „Gendern 2.0 Zwanziger Jahre“

Nach meiner Meinung ist die Entwicklung zu einer gendergerechten Sprache nur mit Movierungen von Substantiven allein genauso wenig erreichbar wie nur mit Gender-Sonderzeichen. Die Sprache müsste grundlegend verändert werden:

Weibliche, männliche und nonbinäre Bezeichnungen sollte es nur für Menschen geben, alle anderen Begriffe sollten neutrale Bezeichnungen haben, es sei denn, wenn man ein männliches oder weibliches Tier meint. Bei vielen Tiernamen gibt es bereits eigene Bezeichnungen (Huhn, Hahn, Bulle, Kuh …) Die Artikel „der“, „die“ und „das“ sollten durch einen neutralen Artikel für alle und alles ersetzt werden. Ein solcher Artikel könnte zum Beispiel das aus dem Plattdeutschen stammende „de“ sein, welches in der Einzahl für das männliche und weibliche Geschlecht und im Plural für alle Geschlechter benutzt wird. Quelle: Sass plattd. Grammatik.

Beispiel: De Lehrer sind für de Bildung de Schüler zuständig

Der Artikel „de“ weist auf die geschlechterneutralen Begriffe „Lehrer“, „Bildung“ und Schüler hin.

Die Personalpronomen sollten mit einem Pronom für nichtbinäre Personen ergänzt werden. Das generische Maskulinum sollte gleichermaßen wie das generische Feminimum abgeschafft werden.

Die Diskussion um die Gendersprache leidet unter unter einen ideologischen Grabenkampf. Sie sollte sich aber an den Bedürfnissen der Menschen und wissenschaftlichen Erkenntnissen orientieren. Sprachwissenschaftler und Politiker könnten von der internationalen Sprache Esperanto profitieren, in der vieles bereits umgesetzt ist.

Nachwort: Vielleicht würden viele Menschen die Sprache wieder auf ihren Urkern zurückführen und die fürchterliche sexuelle Überladung der Sprache verringern. Sie würden dann die Grundform in den meisten Fällen, wenn es nicht ums Geschlecht sondern eine Berufsgruppe oder ein Ereignis geht. Dann würde eine so reformierte Sprache tatsächlich Sinn machen.

Keine Schulsozialarbeit in Bakum

Mit Interesse lese ich heute den Bericht im OM-Epaper, dass es auch in Zukunft keine Schulsozialarbeit in Bakum geben wird. CDU-dominierter Bakumer Gemeinderat und Rot-Grüne Landesregierung schieben sich gegenseitig die Verantwortung zu. Für Schulsozialarbeit sei kein Geld vorhanden.

Im kommenden Jahr sind Landtagswahlen in Niedersachsen. Sollte die CDU die Wahl gewinnen, bin ich gespannt, ob das Land unter einer neuen CDU-geführten Landesregierung Schulsozialarbeit in Bakum einführt. Ich glaube es nicht.

Vorsicht, meine Email wird gespooft!

Unangenehme Post lag gestern Abend in meiner Mailbox. Die Email wurde mit meiner eigenen Email-Adresse verfasst und an mich verschickt. In ihr wird behauptet, dass alle meine Geräte, Messenger und Email Accounts „übernommen“ worden seien. (Siehe Bild unten).

Man habe Zugriff auf alle Fotos und Videos und es wird behauptet, dass ich Porno Videos angesehen haben soll. Mit der Email soll ich wohl unter Druck gesetzt werden.

Das Fälschen (spoofing) von Email-Headern ist mittlerweile so ausgefuchst worden, dass die Leute mit solche perfiden Mails unter Druck gestellt werden können. Laut kurzem Recherchieren im Internet kann ich aber davon ausgehen, dass die kriminellen Angreifer keinen Zugriff auf meine Geräte und Daten hat. Ich habe die Spam Email natürlich an meinem Provider weiter geleitet.

Mein Email Postfach ist ordnungsgemäß konfiguriert und mit einem starken Passwort versehen. Ich sehe hier mal die Internetprovider in der Verantwortung für sichere Emailadressen, die nicht so leicht missbraucht werden können dürfen.

Sollte jemand von euch aber merkwürdige Emails von mir erhalten, bitte ich um Vorsicht und um Nachricht an mich. Gerne über meine bekannten Emailadressen oder Messenger.

Am eigenen Beispiel erlebe ich, dass Email ein mittlerweile sehr unsicheres Kommunikationsmittel ist. Niemand kann davon ausgehen, dass eine Email tatsächlich authentisch ist. Emailadressen können jederzeit gefälscht werden. Das kann jedermann passieren. Es ist schon sehr fragwürdig, dass unsere komplette Kommunikation von solchen unsicheren digitalen Mitteln abhängig gemacht wird.

Unten stehend die Bilddatei mit dem Text, der mich unter Druck stellen soll. Natürlich ist nichts davon wahr, was drin steht.

Hintergrund: Was ist Email Spoofing?

Nachtrag: Mir teilt gerade jemand auf Mastodon mit, dass er solche Mails 3-4 Mal im Posteingang hat. Löschen und gut ist, meint er.

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