bloggt aus Bakum und aus seiner Welt

Kategorio: Dies und Das (Page 1 of 4)

Alles, was mich sonst noch beschäftigt und interessiert

Zeichen gegen die AfD setzen – mit Stickern!

Seit einigen Tagen habe ich meine Aktion AfD-freie Zone – Anwohner gegen Rechts gestartet. Mein Ziel ist es, zur Kommunalwahl in Niedersachsen gegen die AfD zu demonstrieren.

Jetzt sind meine Sticker „keine Stimme für die AfD – Anwohner gegen Rechts“ sind eingetroffen. Ich habe sie bei Spreadshirt bestellt. Sie sind Teil meiner Aktion „AfD-freie Zone – Anwohner gegen Rechts“. Mit ihnen möchte ich ein Zeichen setzen. Bei Spreadshirt kann man viele Motive auswählen oder selber kreieren. Ich habe meine Sticker selber entworfen.

Ihr könnt diesen Sticker bei Spreadshirt bestellen. (bei größerer Anzahl gibt es Mengenrabatt). Dort gibt es auch viele andere Anti-AfD Sticker im Angebot. Zum Spreadshirt-Shop …

Bitte gebt eure Stimme für eine Partei, die unsere Demokratie und unser Miteinander stärkt. Sorgt dafür, dass keine Verschwörungstheoretiker oder Rassisten in unsere Gemeinderäte und Kreistage kommen. Keine Stimme für die AfD!

Vechta – Drei Kirchen – eine Pfarrei

Normalerweise gehe ich sonntags in den Gottesdienst meiner Bakumer Heimatgemeinde. Schließlich liegt das nahe, weil die Bakumer Pfarrkirche bei mir gleich neben an liegt. Doch wenn ich am Wochenende Besuch bekomme oder aus einem anderen Grund nicht Sonntag vormittags zur Kirche gehen kann, fahre ich auch mal in die benachbarte Kreisstadt Vechta und besuche in der Propsteikirche St. Georg die Abendmesse. Zur Propsteikirche habe ich eine besondere Beziehung, schließlich ist sie meinem Namenspartron, den heiligen Georg geweiht. Aber auch die meist gelungenen Predigten und die professionelle Orgelbegleitung sprechen mich an. Da wird der Messbesuch für mich zu einem besonderen Erlebnis. Das geht nicht nur mir so. Man trifft in Vechta durchaus öfter auch Bakumer im Gottesdienst.

Vechtaer Pfarrgemeinde schärft das Profil ihrer Pastoral

Heute hörte ich in der Vorabendmesse aber besonders aufmerksam bei der Predigt zu, denn der eremitierte Pfarrer hatte das Thema Zukunft der Vechtaer Kirchengemeinde auf dem Programm. In Vechta gibt es drei Kirchorte: die Propsteikirche St. Georg, die Kirche Maria Frieden und St. Marien Oythe. Jeder Kirchort soll ein eigenes Profil erhalten. Außerdem soll die Gottesdienstordnung ab September verändert werden. Letzteres ist für mich relevant: Bleibt die Abendmesse sonntags, um 18.00 Uhr? Zu meiner Freude ist dies der Fall. Für mich wird sich also erst einmal nichts ändern.

Propsteikirche St. Georg Vechta – Stadtkirche und Kirche der Region

Die Propsteikirche ist die Citykirche und gleichzeitig auch die Kirche für die ganze Region Oldenburger Münsterland. Sie öffnet ihre Tore täglich für jedermann, lädt ein zum Gebet und Austausch. Dort finden alle Gottesdienste des Offizialates Oldenburg und zu den Feiertagen im Kirchenjahr statt. Sonntags ab 17.15 Uhr soll es ein Beichtangebot geben, abends lädt weiterhin die Abendmesse um 18.00 Uhr ein, den Sonntag ausklingen zu lassen. Die Propsteikirche versteht sich als Kirchort über die Grenzen der Vechtaer Pfarrgemeinde hinaus.

Kirche Maria Frieden Vechta – Familien- und Kulturkirche

Die Kirche Maria Frieden soll stärker zu einem Ort für Familien, Kinder und Jugendlichen werden. Dort sollen auch neue Gottesdienstformen angeboten werden. Dazu soll die Kirche modernisiert und renoviert werden. Bereits heute finden dort schon Samstag abends Lobpreismessen mit anschließender eucharistischer Anbetung statt. Verstärkt sollen Familienmessen und auch kulturelle Veranstaltungen stattfinden

Kirche St. Maria Oythe – Heimat und Hochzeitskirche

Die alte aus Sandstein erbaute Kirche in Oythe hat ein besonderes Flair und bietet sich geradezu für Trauungen an. Gleichzeitig bleibt sie natürlich das „geistliche Herz“ Oythes und Zentrum des Dorfes, das in die Stadt Vechta eingegliedert wurde.

Ist das Vechtaer Pastoralkonzept modellhaft für andere Kirchengemeinden?

Ich meine, ja! Die Zahl der hauptamtlichen Seelsorger sinken überall, nicht nur in Vechta, sondern in allen Pfarrgemeinden. Gleichzeitig sinken die Zahlen der Messbesucher. Es wird in den Pfarrgemeinden daher nicht mehr flächendeckend möglich sein, überall die traditionellen Gottesdienste anzubieten. Damit die Kirche noch „im Dorf“ bleiben kann und nicht zu einem geschlossenen Denkmal verflossener Frömmigkeit verkommt, ist ein eigenes Profil durchaus sinnvoll. Ich halte dieses Pastoralkonzept deshalb durchaus für zukunftsweisend. Gerade die kleinen Dorfkirchen würden sich für stimmungsvolle kulturelle und religiöse Angebote eignen. Dazu müssten die Gemeindemitglieder aber auch bereit sein, alte Gewohnheiten zu überwinden.

Hinweis: Quelle des Beitrags sind die Pfarrnachrichten der Pfarrgemeinde St. Maria Himmelfahrt Vechta vom 18.07. bis 26.07.2026

Moderne Männlichkeit – Manifest von Mitgliedern der Grünen

Nirgendwo schlägt Männern so viel Hass gegenüber, wie aus linken Kreisen. Männer gelten bei Linken und Grünen, besonders in feministischen Kreisen, als gewalttätig, patriarchal, dominant, toxischn und unterdrückend. Für sie sind Männer verantwortlich für alles Übel in der Welt. Für nicht wenige Männer, auch für mich, sind diese Haltungen, die bei Linken und Grünen sehr verbreitet sind, sehr abschreckend. Das ist auch für mich einer der Gründe, nicht Grüne und Linke zu unterstützen. Weder als Wähler geschweige denn als Mitglied.

Und dies, obwohl ich viele grüne Ziele durchaus für unterstützenswert halte, zum Beispiel den Ausbau Erneuerbarer Energie, den Schutz der Natur und der Artenvielfalt sowie der Verkehrswende und den Ausbau öffentlicher Verkehrssysteme. Seit vielen Jahren fahre ich Elektroauto, nutze Solarenergie und pflege meinen Garten naturnah. Aber gesellschaftspolitisch fühle ich mich meilenweit entfernt von den Grünen mit ihren Hass gegenüber Männer, die bei einigen von ihnen unter Generalverdacht stehen, toxisch zu sein. Das bewirkt bei mir nur Kopfschütteln.

Ich kann nicht wirklich verstehen, warum in einigen feministischen Kreisen die Hälfte der Gesellschaft, die Männer, so ausgegrenzt wird. Und gar nicht nachvollziehbar ist für mich, dass zu den fanatischsten Feministen Männer zählen. Ich erlebe das immer wieder, wenn ich mit männlichen Feministen über Männerrechte diskutiere, deren Berechtigung diese grundsätzlich negieren. Dabei halte ich Gleichberechtigung von Frauen für wichtig, genauso wie der Respekt gegen über allen Minderheiten in unserer Gesellschaft. Wir brauchen ein Miteinander mit allen Menschen in unserer Gesellschaft, ganz gleich, welche Religion, Herkunft, Geschlecht und Lebensform sie haben.

Einige Grüne haben erkannt, dass der Männerfeindlichkeit bei den Grünen etwas entgegengestellt werden muss und haben ein Manifest verfasst, dass erfreulicherweise auch von weiblichen Mitgliedern der Grünen unterstützt wird. Der Beitrag propagiert eine „moderne positive Männlichkeit“ und wurde auf der Homepage von Julian Joswig veröffentlicht. Er beschreibt positive Männlichkeit als Gegenmodell zur toxischen Männlichkeit.

Link: Starke Männer übernehmen Verantwortung – Eine Einladung für moderne Männlichkeit

Das alte Männerbild war eine Rollen-Diktatur. Es gab nur einen richtigen Weg, Mann zu sein, und wer davon abwich, wurde aussortiert. Schwul? Nicht männlich genug. Sensibel? Nicht männlich genug. Künstlerisch? Nicht männlich genug. Dieses System hat unzählige Männer zerbrochen, die einfach nur sie selbst sein wollten. Moderne Männlichkeit ist inklusiv. Sie sagt: Es gibt unendlich viele Wege, ein Mann zu sein. Du kannst hart arbeiten oder Work-Life-Balance leben. Du kannst Muskeln aufbauen oder Poetry Slams schreiben, und sogar beides. Du kannst Fußball schauen oder tanzen gehen, und sogar beides. Du kannst Karriere machen oder Hausmann sein, und sogar beides.

Auf solche Worte habe ich lange gewartet. Ich unterstütze dieses Manifest voll und ganz. Deshalb teile ich es auch in meinem Blog. Es wird Zeit, dass wir uns gemeinsam für eine positive Männlichkeit einsetzen, die von vielen Männern schon lange vorgelebt wird. In der Familie, in ihrem Berufsalltag und im Ehrenamt. Toxische Männer gibt es – leider – auch, aber sie sind in der Minderheit. Die Trumps, Putins und meinetwegen auch Andrew Tate dürfen gerne als toxisch gebrandmarkt werden. Sie repräsentieren aber in keiner Weise alle Männer und eine Männlichkeit, die von den meisten Männern gewollt und gelebt wird. Und es liegt eben auch an uns allen, Männern wie Frauen, dass toxische Menschen jederlei Geschlechts aufs Abstellgleis gestellt werden. Für eine Gesellschaft, in der alle gleichberechtigt sind, Frauen wie Männer.

Nachtrag: Es gibt ein weiteres „Grünes Männermanifest“, dass auf der Homepage der „Grüne NRW“ veröffentlicht wurde.

Link: “NICHT LÄNGER MACHOS SEIN MÜSSEN” – DAS GRÜNE MÄNNERMANIFEST

Ich weiß nicht, ob das als Gegenpapier zum ersten Manifest formuliert ist, auf jeden Fall verstehen die Verfasser sich als „grüne Feministen“ und fordern, dass sich die Männer sich nach feministischen Werten orientieren sollen. „Wir wollen keine Machos mehr sein müssen, wir wollen Menschen sein“. Ein wenig irritiert mich das, denn als Macho habe ich mich nie gefühlt, musste ich auch nie sein und Mensch bin ich natürlich genauso wie jede Frau auch. Auch heißt es, mehr Männer sollten in klassischen Frauenberufen arbeiten, als ob das nicht die Männer selbst entscheiden sollen, welchen Beruf sie ausüben müssen.

Dennoch werden auch einige wichtige Punkte angesprochen, zum Beispiel, dass auch Männer ein Recht haben, krank sein zu dürfen, ohne als Versager abgestempelt zu werden. Auch wird zumindest angedeutet, dass auch Männer Rollenzwängen unterliegen, die ihnen schaden und letztendlich auch dazu beitragen, dass Männer kürzer gesund bleiben und leben als Frauen.

Gut finde ich, dass Grüne dieses Thema diskutieren, das bei anderen Parteien und in der Gesellschaft sonst weitgehend tabuisiert wird. Männer müssen sich in einer veränderten Gesellschaft neu definieren, was ihre Rolle und ihre Wünsche angeht, auch sie müssen für ihre Rechte auf ein selbstbestimmtes Leben kämpfen.

Silvia Breher appelliert auf dem Volksfest Bakum an den Zusammenhalt

Die Bundestagsabgeordnete und stellvertretende CDU-Vorsitzende Silvia Breher war in diesem Jahr am Samstag zu Gast auf dem Volksfest Bakum. Überraschenderweise wurde sie von Carolin Grieshop interviewt, der ehemaligen Vorsitzenden der CDU Bakum. Grieshop war dazu eigens aus Süddeutschland angereist. Die Fragen konnten alle Bakumer Seniorinnen und Senioren an Breher formulieren, sie wurden von Carolin Grieshop an Silvia Breher gerichtet. Ein bunter Strauß an Fragen über Brehers Arbeit und Leben in Berlin, zu Landwirtschaft, der Wirtschaft, dem Gesundheitssystem, Rente und sozialer Zusammenhalt in der Gesellschaft wurde gestellt.

Breher sagte, dass die politische Lage im In- und Ausland uns vor vollkommen anderen Herausforderungen stellt. Der Krieg in der Ukraine und im Iran führten dazu, dass wir keine günstige Energie mehr geliefert bekommen, die Exportmärkte in China und den USA brächen zusammen und die Kosten seien für alle gestiegen. Wir müssen im Gesundheits- und Sozialsystem einsparen, weil wir die Kosten nicht mit noch höheren Lohnnebenkosten finanzieren können. Arbeit darf nicht zu teuer werden, sagte sie.

Sehr energisch warb sie für mehr Zusammenhalt in unserer Gesellschaft. Wir haben ein so tolles Land, wir haben so gute Voraussetzungen, wenn wir gemeinsam die Herausforderungen anpacken, war ihr Plädoyer. Sie sagte auch, dass es derzeit keine Alternative für die derzeitige Regierungskoalition aus CDU / CSU und SPD gibt. Die Diskussion um den Kanzlerwechsel von Friedrich Merz durch den nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Hendrik Wüst bezeichnete sie als Zeitungsente.

Meine Bank warnt vor Betrugsversuchen per Telefon

Vor erst kurzer Zeit schrieb ich hier einen Blogbeitrag über einen Anruf von der Bank, die mal hier zu Hause war. Genau die Bank warnt mich heute morgen im Online Banking vor Betrugsversuchen per Telefon.

Gleich beim Starten der Bank App öffnet sich das Fenster, das vor Betrug warnt. Kund:innen würden „telefonisch von angeblichen Bankmitarbeiter:innen, oder auch von Dritten, kontaktiert“, heißt es in Gendersprache formuliert im Text. Dabei würde behauptet, dass „Maßnahmen“ im Online-Banking oder ein „Transfer des Guthabens auf ein anderes Konto“ erforderlich sei.

Manchmal erscheine sogar die Telefonnummer der OLB im Display, wobei es sich um eine Manipulation handele,“ wird weiter gewarnt. Wenn man unsicher sei, ob es sich um ein Betrugsfall handele, könne man bei der Bank anrufen, wird geraten. Ansonsten solle man einfach auflegen.

Viel anderes bleibt den Kunden auch kaum möglich, denn die Bank, die hier mal zu Hause war, hat ihre Filialen vor Ort längst geschlossen.

Screenshot: Warnung der Bank vor telefonischen Betrugsversuchen

Abstieg für Deutschland – die Anti – AfD Kampagne der CDU

Die CDU hat eine Broschüre herausgegeben, in der sie sich ganz klar von der AfD abgrenzt. Download: Abstieg für Deutschland (pdf).

In diesem Dokument stellt die CDU klar, dass die AfD keine bürgerliche Partei und kein konservativer Wettbewerber ist. Sie ist sogar demokratieschädlich und will Europa spalten. Die Broschüre stellt in einer Klarheit, die ich lange bei der CDU vermisst habe, dar, dass es keinerlei Berührungspunkte zwischen Christdemokraten und der AfD gibt. Daher kann es auch keinerlei Zusammenarbeit der CDU mit der AfD geben. Dieses Papier schließt also eine Zusammenarbeit prinzipiell aus, die bei einigen Mitgliedern und Verbänden der CDU in den östlichen Bundesländern schon geben soll. Folgende Punkte nennt das Papier:

  • Die AfD ist demokratiefeindlich
  • Die AfD ist antisemitisch und will die Verantwortung für unsere Geschichte tilgen
  • Die AfD ist völkisch und ausländerfeindlich

Das Papier bietet viele Argumente dagegen, die AfD zu wählen oder in irgendeiner Form zu unterstützen. Auch bei uns steigt die Zahl der Leute, die die AfD wählen, weil sie mit der aktuellen Politik unzufrieden sind. Wer nicht möchte, das Leute in unsere Gemeinderäte gewählt werden, die zu keiner Lösung eines Problems beitragen, sollte in seinem Umfeld die Menschen mit guten Argumenten überzeugen, dass die AfD nicht nur für den Abstieg von Deutschland sondern auch für den Abstieg unserer bislang erfolgreichen Heimat Südoldenburg steht: Gemeinschaft statt Spaltung – Gastfreundschaft und Zusammenarbeit mit fremden Menschen – wirtschaftlicher Erfolg und Wohlstand weit über unsere Grenzen hinaus. Ein starker Grund, dass unser Südoldenburg bislang so erfolgreich ist, dass es Rechtsextremismus keine Chance lies. Dafür steht auch unsere CDU in Südoldenburg!

Dieser Beitrag ist auch Teil meiner Kampagne AfD-freie Zone

Tag des Lokaljournalismus

Heute, der 5. Mai, ist der Tag des Lokaljournalismus. Viele Zeitungen beteiligen sich daran. Lokaljournalismus ist heute gefährdet. Die Abonnentenzahlen und Auflagebei den Zeitungen sinken. Eine gedruckte Zeitung ist heute ein Produkt der Vergangenheit. Druck und Vertrieb sind heute kaum noch bezahlbar und realisierbar. Vor allem, weil die Nachfrage nach einem solchen Produkt im Zeitalter der KI und mobilen Internets nicht mehr existiert. Nachrichten werden häufig schneller digital verbreitet, als sie gedruckt werden können. Eine gedruckte Zeitung ist immer von gestern.

Zeitungsverlage müssen deshalb den Schritt zu digitalen Angeboten schaffen und deutlich schneller werden, ohne an Qualität und Hintergrundinformation zu verlieren. Die Produkte der Zukunft sind Newsportale, Epaper, Podcasts, Lokalblogs etc. Die Medienhäuser brauchen Kunden, die diese Angebote nachfragen. Wird es sie in Zukunft geben, das ist die Kernfrage.

Ich habe über zwanzig Jahre als freier Mitarbeiter bei der Oldenburgischen Volkszeitung und als Lokalblogger (Bakum-Shopping.de) lokale Berichterstattung betrieben. Auf der anderen Seite braucht es einen unabhängigen Journalismus. Wir dürfen den KI Bots, den asozialen Netzwerken und Tech-Milliardären nicht das Nachrichtengeschäft überlassen. Es braucht einen unabhängigen Journalismus, der kritisch berichtet, und nicht von Algorithmen gesteuert wird.

Die Medienhäuser müssen sich aber auch selbst kritisch hinterfragen. Jahrelang sind sie auf der Welle asozialer Netzwerke wie Facebook mit geschwommen, in der Hoffnung, damit neue Leser zu erreichen. Derzeit setzen auch sie immer mehr Künstliche Intelligenz für die Produktion ihrer Inhalte ein, um Kosten zu sparen. Dabei drohen sie von dieser Entwicklung aufgefressen zu werden.

Werden in Zukunft Computer Lokalnachrichten in Rechenzentren von Redaktionsnetzwerken irgendwo in Deutschland oder Ausland per KI erstellen? Das kann es nicht sein! Die Kunst bleibt, die Handschrift des Lokaljournalismus zu erhalten erhalten. Dazu braucht es auch in Zukunft Menschen, die vor Ort berichten, die die Leute kennen, die Zusammenhänge recherchieren und auch ansprechbar für die Leser sind. Das geht aber nur, wenn auch Kunden bereit sind, für den Lokaljournalismus zu bezahlen.

Vortrag Bastian Ernst: Wie verteidigungsbereit sind wir in Europa?

Im Bürgerhaus Holdorf sprach auf Einladung der Europa-Union Deutschland, Kreisverband Vechta, der Bundestagsabgeordnete Bastian Ernst (CDU) zum Thema Verteidigung. Ernst ist Bundestagsabgeordneter für Delmenhorst, der Wesermarsch und Oldenburg-Land. Außerdem ist er Mitglied im Verteidigungsausschuss und seit kurzer Zeit Vorsitzender des Reservistenverbandes.

Sein Plädoyer war, Europa müsse schnellstmöglich wieder verteidigungsfähig werden. Die Werte der Freiheit und der Demokratie würden durch Russland erheblich bedroht. Die Bundeswehr sei eine wichtige Stütze der Demokratie, sei aber aufgrund einer verfehlten Politik nicht mehr verteidigungsfähig. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion glaubte man sich nur noch von Freunden umgeben. An Ausrüstung wurde immer mehr gespart, die Bundeswehr wandelte sich von einer Verteidigungsarmee zu einer Armee für internationale Einsätze. Die Wehrpflicht wurde ausgesetzt, was die Bundeswehr weiter personell geschwächt habe. Nicht nur die miltärische Ausrüstung, sondern auch die Infrastruktur sei ausverkauft worden. Grundstücke und Kasernen wurden in Wohngebiete und Wohnungen verwandelt.

Mit dem aggressiven militärischen Angriff Russlands auf die Ostukraine und der militärischen Annexion der Krim im Jahr 2014 und spätestens mit dem Ausbruch des Krieges in der Ukraine im Jahr 2022 sei es zu einem schrittweisen Umdenken in Deutschland gekommen. Verstärkt werde dieser Prozess durch die veränderte weltpolitische Lage. Das transatlantische Verhältnis zur USA habe sich unter Präsident Trump gewandelt. Deutschland könne sich nicht mehr uneingeschränkt auf den Schutz durch die USA verlassen, sondern müsse selbst für seine Verteidigungsfähigkeit sorgen. Ernst plädierte aber dafür, dass die Europäische Union (EU) sich aus einer Position der Stärke weiterhin für den Fortbestand der transatlantischen Sicherheitspartnerschaft einsetzt.

Eine starke und geeinte EU bleibe für die USA im eigenen Interesse ein unverzichtbarer Partner. Deshalb müsse der atomare Schutzschirm müsse auch in Zukunft von den USA gewährleistet werden, betont Ernst und sprach sich gegen eine atomare Aufrüstung Deutschlands und der EU aus. Deutschland habe aber eine besondere Verantwortung und müsse eine Führungsrolle in Europa übernehmen: „Die Länder um uns herum erwarten von Deutschland einen Beitrag für die Verteidigungsfähigkeit,“ sagte Ernst.

Entscheidend sei aber, dass Deutschland in seine Verteidigung investiert. Dazu müsse für die notwendige Infrastruktur, eine moderne Ausrüstung und ausreichend militärisches Personal gesorgt werden. Laut Ernst braucht die Bundeswehr 260.000 aktive Soldaten und ca. 200.000 Reservisten. Dies soll zunächst durch den freiwilligen Wehrdienst gewährleistet werden. Falls dies nicht gelingt, müsse auch die Wehrpflicht wieder eingeführt werden, fordert Ernst. Außerdem muss die Reserve für den Heimatschutz wieder aufgebaut werden.

Die Bundeswehr wird in den nächsten Jahren wieder deutlicher präsent werden, so Ernst. Die Bevölkerung müsse sich auf mehr Übungen von Nato-Soldaten einstellen. Die allgemeine Haltung der Bevölkerung zur Bundeswehr habe sich in jüngster Zeit erfreulich positiv entwickelt. Aber in großen Teilen der Gesellschaft fehle es in Deutschland noch an der Bereitschaft, selbst etwas die eigene Verteidigung Verantwortung zu übernehmen. Ganz anders sei dies in den skandinavischen, baltischen Staaten und dem Nachbarland Polen. Dort meldeten sich viele freiwillig zur Armee, im Bewusstsein, dass sie sich und ihre Angehörigen vor Russland schützen müssten. Die Polen und die Balten seien ein Vorbild für Deutschland, meinte Ernst.

Beeindruckt war Ernst auch von seinen Erfahrungen, die er in der Ukraine sammelte. In Lemberg und in Kiew sah er selber die Einwirkungen des Krieges auf die Menschen und verbrachte auch einige Nächte im Schutzraum. Russland führe seinen Krieg gegen die Bevölkerung und zerstöre Wohnhäuser und Krankenhäuser. Trotz ihres Leidens hielten die Ukrainer aber daran fest, ihre Heimat gegen den Agressor zu verteidigen, berichtete Ernst.

Im Anschluss der Rede wurde mit dem Abgeordneten Ernst noch angeregt über die sicherheitspolitische Lage diskutiert.

Beitragsbild: Bundestagsabgeordnerter Bastian Ernst beim Vortrag der Europa-Union Deutschland, Kreisverband Vechta. (Foto: Rosenbaum)

Kann alkoholfreies Bier eine Alternative sein?

Eigentlich gehört Alkohol zum Bier wie Koffein im Kaffee. Zuviel des Guten ist allerdings schädlich. Mit zunehmendem Alter muss man maßvoll mit Genussmittel sein. Fettarmes Essen, weniger Alkohol, weniger Zucker und maßvoller Genuß von koffeinhatigen Getränken ist spätestens nach dem Eintritt von ernsthaften gesuchheitlichen Problemen angesagt. Ich bin gerade auf der Suche nach alkoholfreiem Bier, das mir schmeckt und habe ein paar Biersorten ausprobiert. Wenn man, wie ich, passionierter Biertrinker ist, ist alkoholfreies Bier schon eine Herausforderung. Ein leckeres Alkoholfrei zu entdecken, erweist sich für mich als nicht so einfach, wie unten stehende Liste zeigt. Natürlich ist das Geschmackssache und daher ein rein subjektiver Meinungsbeitrag von mir. Daher soll dies keinesfalls ein Werbebeitrag für eine bestimmte Marke sein. Im Geschmack scheiden sich bekanntlich die Geister. Und nun zu meinen Test:

Krombacher 0,0%

hat mich nicht überzeugt. Mag ich nach der zweiten Flassche nicht mehr trinken

Störtebecker Frei-Bier

Ich trinke sehr gerne das alkoholhaltige Atlantic-Ale von Störtebecker. Herb, frisch und rund. Aber beim Frei Bier fehlt mir die Note.

Neumarkter Lammsbräu Bio alkoholfrei

Nach etwas Gewöhnung gefällt mir das Lammsbräu vom Geschmack her bei den alkoholfreien Bieren bislang am besten.

Jever Fun

Wer herbes Jever mag, mag sicher auch das frische Jever Fun. Zur Erfrischung trinke ich mal gerne eins, aber nicht unbedingt mehr, dafür ist es mir zu herb und mir fehlt es dann doch an Note.

Bitburger 0.0% alkoholfrei

Isotonisch, Vitaminhaltig, Alkoholfrei. Das ist die Werbung für Bitburger 0,0%. Nun erwartet niemand von Bier, dass es ein Vitamingetränk ist. Mehrere alkoholfreie Biere werben wie Bitburger damit, dass es isotonisch sei, also die Flüssigkeit gut verdaulich sei. Das ist schön, aber deshalb trinkt niemand das Genussmittel Bier.

Oettinger alkoholfrei

Oettinger alkoholfrei stillt den Durst. Nach einer Flasche bin ich satt, habe aber auch genug. Kann man trinken, aber sticht für mich nicht heraus.

Becks alkoholfrei

Das Becks alkoholfrei ist auch relativ geschmacksfrei. Besonders, wenn das Bier wärmer wird, weil man es nicht so schnell trinkt, schmeckt es nicht mehr.

Pülleken alkoholfrei

Letztens war eine Vermarktung von Pülleken Bier. Dort bekam ich eine Flasche alkoholfrei geschenkt. Ich mag durchaus mal so eine kleine Knubbelflassche mit eine der alkoholhaltigen Sorten, aber das alkoholfreie Bier spricht mich nicht an.

Erdinger alkoholfrei

Erdinger alkoholfrei gibt es oft auf Festen oder in Gastwirtschaften als alkoholfreie Alternative. Es wird teilweise sehr hochgelobt. Allerdings ist es auch durchaus süffig und malzig.

Ols 0,0% nüchtern

Als gebürtiger Oldenburger und Fan der Oldenburger Brauerei trinke ich gerne mal eine Flasche erfrischendes alkoholhaltiges Ols Bier naturtrüb. Das hat eine frische Hopfenwürze aber auch einen angenehmen Malzgeschmack. Beides fehlt mir aber bem Ols nüchtern, als alkoholfreie Alternative fällt es bei mir durch.

Flensburger Frei

Gebraut mit Küstengerste und Wasser der Flensburger Gletscherquelle, eben ein echtes Flensburger Pilsener, nur ohne Alkohol, so wird dafür geworben. Ich ziehe auf den ersten Schluck das Flens mit Alkohol vor. Das Flensburger Frei sagt mir, ein echtes Flensburger braucht Alkohol. Obwohl, auf den zweiten Schluck ist es gar nicht so schlecht. Es ist ganz gut trinkbar, wenn man dazu was isst.

Fazit

Kann alkoholfreies Bier eine Alternative zu echtem Bier sein? Nicht wirklich. So richtig begeistert hat mich kein Bier ohne Alkohol. Andererseits – wenn man kein Alkohol trinken darf oder möchte, bleibt nur wenig andere Alternativen zum alkoholfreien Bier. Niemand trinkt einen ganzen Abend Apfelsaftschorle oder Saft. Geschweige denn Sprudel oder Cola. Wegen des Zuckergehaltes sind letztere Getränke die noch schlechtere Alternative. Am besten unter den Alkoholfreien gefielen mir bis jetzt am ehesten das Neumarkter Lammsbräu, das Flensburger Frei und das Erdinger Alkoholfrei. Ich werde noch weiter testen. Vielleicht wird dann ja ein alkoholfreies Bier doch zur Alternative zum „echten“ Bier.

Mini-AKW oder Windrad?

Im Augenblick ist Renaissance der Kernkraft. Von der Leyen will es nun auch, Kanzler Merz schwärmt schon länger von der Kernfusion und auch Herr Spahn und Herr Linnemann wollen sie. Angeblich wird dadurch „günstiger“ Strom im Überfluss produziert und man kann dann alle ungeliebten Windräder wieder ab montieren.

Fragt sich bloß, ob jemand lieber ein Mini-AKW oder ein Windrad in seiner Nähe haben möchte. Ich gehe mal von sehr viel Widerstand gegen AKW aus. Politisch ist die Kernkraft auch in „Miniatur“ in Deutschland nicht durchsetzbar.

Stattdessen macht man bei der Erneuerbaren Energie die Rolle rückwärts und behindert den Ausbau von privaten Solaranlagen, indem man dort die Förderung privater kleiner PV-Anlagen in eine Abgabe für ins öffentliche Stromnetz geladenen Solarstrom umwandelt. So will man der Bürgerenergie den Strom abstellen. Manchmal verstehe ich die Energiepolitik meiner eigenen Partei nicht!

Schließlich macht es die Energie-Sharing-Modellkomune Bakum vor, wie man mit selbst produzierter Bürgerenergie preiswert und umweltschonend Energie erzeugen kann. Wenngleich auch in der Gemeinde Bakum Widerstand gegen Windkraftanlagen existiert, vor allem in Lüsche und Vestrup, frage ich die Leute, ob sie lieber ein Mini-AKW oder ein paar Windkrafträder in ihrer Nähe haben wollen.

Ich sag da mal: AKW, nein danke! Dann lieber doch ein paar Windräder mehr. Und wenn jemand umbedingt Atomkraft möchte, sollte er auch bereit sein, ein Lager für den Müll in seiner Nähe zu akzeptieren. Herrn Ministerpräsident Söder schlage ich also vor, zuerst ein Endlager in Bayern zu errichten, wenn er ein Mini AKW in Bayern bauen möchte. Das ist dann zu Ende gedacht.

« Older posts

© 2026 georg-rosenbaum.de

Theme by Anders NorenUp ↑