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Etikedo: Klimawandel

Dürre und Wassermangel in Garten, Landwirtschaft und der Natur

Klimawandel und Klimaschutz sind einerseits leider Tabu Themen geworden. Andererseits wird der Klimawandel und derzeit deutlich vor Augen geführt. Den ganzen Sommer lang gab es kaum Niederschlag. Ich kann mich an so trockene Sommer nicht erinnern (Ausnahme Hitzesommer in 2003 und 2018). Die Wegränder und Rasenflächen sind schon im Juli braun. Und bei mir vertrocken auch bereits Sträucher im Garten.

Verschärft wird die Sache dadurch, dass ich nicht mit Trinkwasser meinen Garten bewässere. Ich kann auch nicht den ganzen Garten bewässern. Derzeit bewässere ich nur meine Stauden und Blühwiesen mit Regiosaat mit dem sparsamen Rest an Regenwasser, das aber auch zur Neige geht. Wir müssen mit Trinkwasser sparsam umgehen. Die Alternative ist eine eigene Gartenpumpe und die Bewässerung mit Grundwasser. Das sinkt aber auch immer mehr ab und wird auf Dauer keine Lösung sein.

Die Pflanzen leiden nicht nur unter der Trockenheit und Wärme, auch die starke Sonneneinstrahlung schädigt die Pflanzen. Ich habe teilweise Sträucher im Garten, die andere Pflanzen beschatten. Auf die Dauer wird man sonnen- und trockenresistente Pflanzen brauchen. Viele Pflanzen, die einmal heimisch waren, haben keine Chance im warmen Klima. Leider vermehren sich bei mir auch Pflanzen, die eigentlich in meinem Garten nicht heimisch sind, zum Beispiel Sträucher und Bäume wie die Rubinie.

In der Landwirtschaft entwickelt man schon lange neue Pflanzenarten, die resistenter sind, zum Teil mit Hilfe der Gentechnik. Wahrscheinlich werden Lebensmittel deutlich teuer werden. Bei einigen Lebens- und Genussmitteln kann man das heute schon fest stellen, wie Kakao und Kaffee. Das Gleiche gilt sicher auch für Gemüse und Obst, Brot, Fleisch und Milch. Alle diese Produkte sind von der Klimaentwicklung abhängig.

Keine Regierung wird an den Folgen des Klimawandels vorbei kommen. Wir werden Wasser sparen müssen und unsere Lebensweise anpassen müssen. Wir müssen andere Technologien nutzen, die klimaschonender sind. Wenn wir das nicht tun, riskieren wir unsere eigene Lebensgrundlage und unseren Wohlstand.

Die Bakumer Schottergarten Siedlung

Schottergärten sind modern, auch in Bakum. Sie sind angeblich pflegeleicht. So ganz bin ich nicht davon überzeugt, aber einige Leute glauben das. Gestern sah ich, wie ein Ehepaar mühsam auf den Knieen ein Schotterbeet von Unkraut befreite. Ich kenne das noch aus meiner Kindheit, denn meine Eltern hatten auch einen Kieselweg, der nicht nur regelmäßig durchgeharkt aber auch regelmäßig mühsam von Unkraut befreit werden musste. Als Kind wurde ich öfter zu dieser Arbeit aufgefordert, die ich naturgemäß nie gerne mochte.

In einer Straße in einem nicht ganz neuen Wohngebiet in Bakum haben fast alle Grundstücke Schottergärten. Nicht nur für die Natur ist dies ein großer Nachteil sondern auch für das Mikroklima. In den immer heißer werdenden Sommer gibt es in diesen Gärten keinen Schatten, der Boden heizt sich auf und die Temperatur ist noch heißer als in Bereichen mit vielen Pflanzen und Sträuchern. Gleichzeitig können diese Böden kein Wasser speichern. Langfristig scheiden die Leute sich damit ins eigene Fleisch.

Ein ungepflegter Garten ist allemal besser als ein toter Schottergarten, sowohl für die Umwelt als auch das Klima.

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