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Etikedo: Gemeinde Bakum

Abschied nehmen von Hubert Kröger +

Hubert Kröger ist ein Name, der bei alteingesessenen Bakumern gut bekannt ist. Er ist kürzlich verstorben. Sein unerwarteter Tod hat viele Bakumer betroffen gemacht, weil niemand damit rechnete. Kröger war viele Jahre lang Vorsitzender des Bakumer Tennisvereins. Seine Begeisterung für den Tennisverein hat er an andere weiter gegeben und bis heute ist der Tennisverein ein junger, aktiver Verein.

Der aktive Radfahrer war bis zuletzt in Bewegung. Häufig sah man Hubert auf dem Rad. Noch wenige Monate vor seinem Tod war Hubert mit Freunden auf einer längeren Radtour unterwegs.Viel in Bewegung setzte Hubert beim Heimatverein Bakum. Gemeinsam mit anderen baute er das Heimatarchiv auf. Dazu wurden Computer und Server angeschafft, Digitalfotos gesammelt und analoge Fotos und Texte digitalisiert und sorgsam abgespeichert.

Hier ist mein Berührungspunkt mit Hubert. Alljährlich bat er mich, dem Heimatverein Bilder zur Verfügung zu stellen, die ich im Verlauf des Jahres als Berichterstatter und Blogger gemacht habe. Insgesamt habe ich dem Heimatverein viele tausende Bilder gegeben. Alle Bilder wurden sorgsam ausgewertet, katalogisiert und gespeichert. Zur Auswertung gehört, dass die Namen der dort abgebildeten Personen und die Bildzeilen erfasst und in die Datenbank eingegeben wurden.

Hubert rief öfter bei mir an, wenn er etwas für den Heimatverein benötigte. Zuletzt bat er mich um Fotos von aktuellen Ereignissen in Bakum für die Broschüre „Dit un Dat ut Baoken“, die der Heimatverein alljährlich herausgibt. Die Texte und Gestaltung für die Broschüre hat Hubert viele Jahre erstellt und zusammengestellt.

Wenn ich Hubert traf, hatten wir immer ein längeres, intensives Gespräch über Bakum, Gott und die Welt. Hubert war ein vielseitig interessierter Mensch, der viel Hintergrundwissen hatte, vor allem über das Leben und die Geschichte der Gemeinde Bakum. Ich werde ihn immer in guter Erinnerung behalten. Und die gemeinsamen Begegnungen mit ihn werde ich vermissen.

Kommunalwahlen: AfD gewinnt, CDU verliert

Das Kommunalwahlergebnis im Kreis Vechta und in meiner Heimatgemeinde ist gemischt. Die CDU bleibt zwar stärkste Kraft, aber auch in meiner Region wächst die rechtsextremistische AfD. Es kann also nicht mehr die Rede davon sein, dass wir in Südoldenburg gefeit vom Rechtspopulismus sind. Auch bei uns verliert die CDU – trotz ihrer guten Arbeit – an Vertrauen. In den Bakumer Gemeinderat zieht nun wieder ein AfD Abgeordneter ein, den bislang nur wenig Leute kennen. Wenn die AfD zwei Kandidaten aufgestellt hätte, wären es vielleicht sogar zwei Abgeordnete geworden.

Und auch auf Kreisebene ist die Kommunalwahl eine Zäsur. Im Landkreis Vechta haben sich die Stimmen für Blau-Braun verdreifacht. Die CDU verliert ihre absolute Mehrheit nicht an rot-grün, sondern an blau-braun. Hier sollten alle Alarmglocken bei jedem Christ-Demokraten läuten. Sie kann nicht mehr ohne Partner regieren und auch hier wird die AfD immer stärker. Bakum ist im Kreistag nur noch mit zwei statt drei Abgeordneten vertreten, Christiane Beverborg und Martina Spille. Anne Ellmann, die die Gemeinde Bakum viele Jahre im Kreistag vertrat, verfehlte ganz knapp ihre Wiederwahl. Es fehlten nur wenige Stimmen. Sicher ist auch das eine Folge davon, dass die CDU insgesamt Stimmen verlor.

Meine Aktion „Keine Stimme für die AfD“ endet damit vorerst – bis zum Beginn des Landtagswahlkampfes in Niedersachsen. Zur Landtagswahl wird es noch wichtiger sein, die Stimme gegen Rechtsextremismus zu erheben, gerade für Christ-Demokraten.

Silvia Breher appelliert auf dem Volksfest Bakum an den Zusammenhalt

Die Bundestagsabgeordnete und stellvertretende CDU-Vorsitzende Silvia Breher war in diesem Jahr am Samstag zu Gast auf dem Volksfest Bakum. Überraschenderweise wurde sie von Carolin Grieshop interviewt, der ehemaligen Vorsitzenden der CDU Bakum. Grieshop war dazu eigens aus Süddeutschland angereist. Die Fragen konnten alle Bakumer Seniorinnen und Senioren an Breher formulieren, sie wurden von Carolin Grieshop an Silvia Breher gerichtet. Ein bunter Strauß an Fragen über Brehers Arbeit und Leben in Berlin, zu Landwirtschaft, der Wirtschaft, dem Gesundheitssystem, Rente und sozialer Zusammenhalt in der Gesellschaft wurde gestellt.

Breher sagte, dass die politische Lage im In- und Ausland uns vor vollkommen anderen Herausforderungen stellt. Der Krieg in der Ukraine und im Iran führten dazu, dass wir keine günstige Energie mehr geliefert bekommen, die Exportmärkte in China und den USA brächen zusammen und die Kosten seien für alle gestiegen. Wir müssen im Gesundheits- und Sozialsystem einsparen, weil wir die Kosten nicht mit noch höheren Lohnnebenkosten finanzieren können. Arbeit darf nicht zu teuer werden, sagte sie.

Sehr energisch warb sie für mehr Zusammenhalt in unserer Gesellschaft. Wir haben ein so tolles Land, wir haben so gute Voraussetzungen, wenn wir gemeinsam die Herausforderungen anpacken, war ihr Plädoyer. Sie sagte auch, dass es derzeit keine Alternative für die derzeitige Regierungskoalition aus CDU / CSU und SPD gibt. Die Diskussion um den Kanzlerwechsel von Friedrich Merz durch den nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Hendrik Wüst bezeichnete sie als Zeitungsente.

Dit un Dat ut Baoken

Als Mitglied des Heimatvereins Bakum habe ich auch in diesem Jahr wieder die Broschüre „Dit un Dat ut Baoken“ erhalten. Seit sieben Jahren wird die Broschüre federführend von Hubert Kröger erstellt. Sie enthält unzählige Texte und Bilder aus der Geschichte meiner Heimatgemeinde Bakum. Dahinter steckt unfassbar viel Arbeit, besonders, aber nicht nur von Hubert Kröger, sondern auch von Leuten, die zum Beispiel die Namen der abgebildeten Personen haben. Die Seele der Broschüre ist allerdings Hubert Kröger, ohne den diese Broschüre sicher nicht in dieser Form möglich gewesen wäre.

Am Ende des Heftes verabschiedet sich Hubert Kröger von dieser ehrenamtlichen Tätigkeit und gibt die Verantwortung für die „Redaktionsleitung“ ab. Er verdient sich viel Dank und viel Respekt für sein langjähriges Engagement. „Dit un Dat in Baoken“ war und ist ein wichtiges Aushängeschild für den Heimatverein. Hubert Kröger hat allerdings weitaus mehr getan für den Heimatverein. Er hat die Website des Heimatvereins mit Leben gefüllt und Filme und Fotos bearbeitet. Man konnte ihn oft im Heimathaus im Archiv bei der Arbeit treffen.

Unser Heimatverein ist – wie viele andere Heimatvereine – im Umbruch. Die Gründergeneration tritt Schritt für Schritt ab, der Vorstand wird neu gewählt und nun muss sich eine neue Generation finden, die die Arbeit des bisherigen Teams weiter führt. Es geht weit mehr als nur um die Geschichte und Tradition einer Gemeinde und weit aus mehr als nur die Zukunft eines Heimatvereins. Es geht auch um die Zukunft einer Gemeinschaft und das Zusammenleben in einem Ort. Ich bin gespannt, wie die Geschichte des Heimatvereins und das Leben in unserer Gemeinde Bakum weiter geht.

Keine Schulsozialarbeit in Bakum

Mit Interesse lese ich heute den Bericht im OM-Epaper, dass es auch in Zukunft keine Schulsozialarbeit in Bakum geben wird. CDU-dominierter Bakumer Gemeinderat und Rot-Grüne Landesregierung schieben sich gegenseitig die Verantwortung zu. Für Schulsozialarbeit sei kein Geld vorhanden.

Im kommenden Jahr sind Landtagswahlen in Niedersachsen. Sollte die CDU die Wahl gewinnen, bin ich gespannt, ob das Land unter einer neuen CDU-geführten Landesregierung Schulsozialarbeit in Bakum einführt. Ich glaube es nicht.

Abriss des alten Rathauses in Bakum

Kaum ein Thema hat die Einwohner meines Dorfes Bakum so bewegt wie der Neubau des Rathauses. Die Meinungen darüber sind immer noch gespalten. Das alte Rathaus wurde in den 80iger Jahren gebaut und war erst 40 Jahre alt. Es entsprach aber nicht mehr dem Zeitgeist und den Bedürfnissen der Verwaltung. Über den Neubau wurde in der Lokalpolitik kaum gestritten. Fast einstimmig wurde die acht Millionen Euro teure Investition im Rat der Gemeinde Bakum beschlossen. Das ist viel Geld für eine kleine Gemeinde von knapp 7.000 Seelen! Eine Renovierung des alten Rathausgebäudes und eine Erweiterung „lohne sich nicht“, wurde den Bürgern vorgerechnet. Während die äußere Fassade vielen Mitbürgern zu monströs und ortsfremd ist, wirkt es innen sehr freundlich und einladend.

Beim Abreißen von (historischer) Bausubstanz waren die Bakumer schon immer radikal. Es steht kaum noch ein historisches Gebäude im Ortskern. Auch relativ neue Gebäude wurden sehr schnell wieder abgerissen. Der alte Kindergarten, die Volksbank, mehrere Gastwirtschaften im Ortskern, darunter die Gastwirtschaften Alma Geising und Beckmann sowie die Schmiede Fette und die alte Mühle wurden abgerissen. Das ist in der Historie des Dorfes nur ein Bruchteil der Gebäude, die im Zeitverlauf abgerissen wurden. Wenn mein Großvater sehen würde, wie heute „sein“ Heimatdorf aussieht, wäre er sicher schockiert. Von dem historischen Dorf aus seiner Zeit ist nichts mehr wiederzuerkennen! Es steht noch die Kornbrennerei Meistermann, der Saalbetrieb ist allerdings schon lange geschlossen. Und das Gebäude des früheren Modehauses C. Rosenbaum.

Allerdings würde er sich auch über die Veränderung seines früheren Wohn- und Geschäftshauses C. Rosenbaum mit damaliger Landwirtschaft wundern. Aus dem früheren Laden und dem Viehstall ist eine Krankengymnastik mit Fitnesszentrum entstanden. Das einzige, was noch an die alte Geschichte des Hauses erinnert, ist die Diele, in der noch einige Gegenstände und Bilder aus seiner Zeit in Ehren gehalten werden, darunter das „Hökerregal“ (Verkaufsregal) des Kolonialladens, der dort an gleicher Stelle betrieben wurde. Ansonsten wurde auch in diesem Haus alles komplett verändert.

Nichts ist so beständig in Bakum wie der Wandel!

Gewaltig mehr Windräder in der Gemeinde Bakum geplant

Bürgermeister Tobias Averbeck stellte auf einer Bürgerversammlung im Gasthof Hönemann, Vestrup, die zukünftigen Pläne für den Ausbau der Windenergie vor. Der gesetzliche Rahmen gibt vor, dass 2,2% der Landesfläche von Niedersachsen für Windenergie genutzt werden müssen. Der ursprüngliche Zeitrahmen galt bis zum Jahr 2032, das Land Niedersachsen zieht das Bundesziel aber um sechs Jahre auf das Jahr 2026 vor. Dies erhöht den Druck auf den Kessel gewaltig, denn es bedeutet, dass in kürzester Zeit erheblich mehr Windkraftanlagen geplant und errichtet werden sollen, als bislang existieren. (bislang wird ca 1 Prozent der Landesfläche für Windkraft genutzt). Dies wird nicht überall Begeisterung hervorrufen.

Averbeck erläuterte, dass sich dieser gesetzlichen Vorgabe kein Landkreis entziehen könne. Für alle Landkreise wurden Flächenanteile vorgegeben. Im Landkreis Vechta müssen 1,56% der Fläche für Windkraft zur Verfügung gestellt werden. Die Kommunen müssen entsprechende Pläne vorlegen, ansonsten drohe die Superprivilegierung: Der Ausbau der Windenergie habe dann immer Vorrang, zum Beispiel auch vor dem Umweltschutz oder kommunalen Planungen. Dann drohe der Wildwuchs an Windkraftanlagen.

Jede Kommune im Kreis Vechta muss in ihrem Rahmen daher Flächen für Windkraft zur Verfügung stellen. Da einige Bereiche wegen des Naturschutzes und Wohn- und Gewerbegebieten nur eingeschränkt infrage kommen, müssen Kommunen mit geringerer Besiedlung und relativ großer Fläche, wie Bakum, mehr Flächen für Windenergie zur Verfügung stellen.

Averbeck stellte die Potentialflächenanalyse für die Gemeinde Bakum vor. Demnach kommen 4% der Gemeinde Bakum entsprechend 324 Hektar für Windkraft infrage. Es gibt 8 Bereiche. Die größten Flächen liegen im Bereich Vestrup / Lüsche und in Elmelage / Daren. Es steht aber noch nicht fest, wo die Windanlagen tatsächlich entstehen sollen. Fest steht aber, dass auch in der Gemeinde Bakum mehr Windkraftanlagen entstehen werden, darauf werden sich alle Bürger einstellen müssen.

Beitragsbild, Foto Rosenbaum: zwei Windkraftanlagen in der Bauerschaft Vestrup in Bakum, Kreis Vechta.

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